Hoffenheim beendet in Nürnberg seine Durststrecke

Hoffenheim jubelt - Spielszene aus der Partei 1. FC Nürnberg gegen TSG 1899 Hoffenheim

1. FC Nürnberg - TSG 1899 Hoffenheim 1:3

Hoffenheim beendet in Nürnberg seine Durststrecke

Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause hat die TSG Hoffenheim in Nürnberg ihre Negativserie beendet. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann kam nach zwischenzeitlichem Rückstand zu einem verdienten 3:1 (0:1) beim Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Maßgeblichen Anteil daran hatte der 18-jährige Reiss Nelson.

Der Leihspieler vom Premier-League-Club FC Arsenal brachte die Kraichgauer mit einem Doppelpack (50./57. Minute) auf die Siegerstraße - nach zuletzt drei Pflichtspielniederlagen in Serie. Adam Szalai (67.), der zur Pause ins Spiel kam, erzielte den dritten Treffer. Vor der Pause hatte Hanno Behrens (18.) die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung geschossen.

FCN-Keeper Mathenia hält die Führung fest

Hoffenheim brachte sich gegen die auf Konter ausgerichteten Nürnberger zunächst selbst wieder in Bedrängnis. Nachdem ein Alleingang von Club-Torjäger Mikael Ishak (2.) nicht von Erfolg gekrönt war, schenkte Hoffenheims Verteidiger Kasim Adams den Franken mit einem unnötigen Schubser gegen Virgil Misidjan einen Strafstoß, den Behrens zur Führung nutzte. Wie so häufig in den vergangenen Wochen war Hoffenheim optisch überlegen, kombinierte sich mit Tempo in Richtung gegnerisches Tor, ließ beim Abschluss jedoch die letzte Konsequenz vermissen.

Dass die Führung der Cluberer bis in die Pause hielt, hatte der FCN aber auch seinem Torwart Christian Mathenia zu verdanken. Der 26-Jährige war für den unglücklichen Fabian Bredlow ins Tor gekommen, der in Dortmund und Leipzig insgesamt 13 Gegentreffer hinnehmen musste. Hoffenheims kroatischer Vizeweltmeister Andrej Kramaric (23., 25., 31.) fand gleich dreimal seinen Meister in Mathenia. Zudem hatte Nürnbergs Coach Michael Köllner seiner Elf ein strammes Defensivkorsett verpasst: Bei gegnerischem Ballbesitz machte der Club gleich mit sieben Spielern vor dem Sechzehner die Räume eng.

Wende mit dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel überwanden die Hoffenheimer dann aber doch das Abwehrbollwerk: Der unermüdliche Pavel Kaderabek fand mit einer Flanke von rechts im Strafraum Nelson und der Engländer netzte wunderschön per Volley-Abnahme ein. Kurz darauf spielten Kaderabek und Kerem Demirbay den 18-Jährigen erneut frei, der diesmal mit einem Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte traf. "Ich kann es nicht glauben, bin richtig glücklich. So kann es jetzt weitergehen", freute sich der Youngster nach der Partie am Sportschau-Mikrofon. Mit den Toren wuchs bei Hoffenheim auch die Sicherheit, während Nürnberg kein Gegenmittel mehr fand und kaum mehr aus der eigenen Hälfte kam. Am Ende war der Aufsteiger mit dem 1:3 gut bedient, weil Hoffenheim noch etliche Chancen zum vierten Treffer ausließ.

"Bei jedem ist der Tank jetzt leer. Es ist sehr schade, dass wir uns nicht für den Aufwand in der ersten Hälfte belohnt haben", sagte ein enttäuschter Mathenia in der Sportschau. Das sah sein Trainer ähnlich: "Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit mit sehr guter Präsenz", meinte Köllner. "In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel nicht mehr aufnehmen können, da hat Hoffenheim seine Klasse ausgespielt. Wir konnten die Räume nicht mehr schließen, dann ging die Post ab. Wir haben verdient verloren."

Nagelsmann - "Die drei Punkte waren extrem wichtig"

Sportschau | 20.10.2018 | 01:12 Min.

Nagelsmann: Waren zu Recht in Rückstand

"Wir hatten komplizierte erste 20 Minuten, wir waren in der Emotionalität unterlegen und zu Recht in Rückstand", analysierte TSG-Coach Nagelsmann. "Wir haben uns dann aber gefangen und waren schon in der ersten Halbzeit recht dominant. In der zweiten Halbzeit haben wir den Druck sehr, sehr hoch gehalten und hatten nicht mehr die Probleme mit Kontern." Am kommenden Spieltag kann die TSG im eigenen Stadion gegen den VfB Stuttgart weiter an der Verbesserung seiner Abschlussquote arbeiten. Die Nürnberger bekommen nach der ersten Heimniederlage der Saison gegen Eintracht Frankfurt gleich die Chance auf Wiedergutmachung vor heimischem Publikum.

Fußball · Bundesliga · 8. Spieltag 2018/2019

Samstag, 20.10.2018 | 15.30 Uhr

Wappen 1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg

Mathenia – Valentini, Margreitter, Mühl, Ro. Bauer – Löwen, Petrak, Behrens – Palacios Martínez (66. Kerk), Vura (86. Kubo) – Ishak (41. Knöll)

1
Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Adams Nuhu (68. Akpoguma), Vogt, Bicakcic – Kaderabek, Grillitsch (46. Szalai), N. Schulz – Demirbay – Nelson (70. Hoogma), Joelinton, Kramaric

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Behrens (18./Foulelfmeter)
  • 1:1 Nelson (50.)
  • 1:2 Nelson (57.)
  • 1:3 Szalai (67.)

Strafen:

  • gelbe Karte Grillitsch (1 )
  • gelbe Karte Valentini (2 )
  • gelbe Karte Vura (2 )
  • gelbe Karte Löwen (2 )
  • gelbe Karte Vogt (2 )
  • gelbe Karte Mühl (2 )

Zuschauer:

  • 36.472

Schiedsrichter:

  • Felix Zwayer (Berlin)

Stand: Samstag, 20.10.2018, 17:28 Uhr

Wappen 1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Tore 1 3
Schüsse aufs Tor 2 12
Ecken 1 7
Abseits 0 1
gewonnene Zweikämpfe 107 101
verlorene Zweikämpfe 101 107
gewonnene Zweikämpfe 51,44 % 48,56 %
Fouls 8 9
Ballkontakte 447 830
Ballbesitz 35 % 65 %
Laufdistanz 120,53 km 122,74 km
Sprints 192 221
Fehlpässe 60 70
Passquote 73,45 % 88,45 %
Flanken 9 21
Alter im Durchschnitt 25,2 Jahre 25,1 Jahre

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 20.10.18, 18 Uhr

dpa/sid | Stand: 20.10.2018, 17:33

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund1127
2.Bor. M´gladbach1123
3.RB Leipzig1122
4.Eintr. Frankfurt1120
5.Bayern München1120
 ...  
15.1. FC Nürnberg1110
16.Hannover 96119
17.Fort. Düsseldorf118
18.VfB Stuttgart118
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