Kölns bittere Bauchlandung gegen den VfB

Kölns Frederik Sörensen liegt bäuchlings auf dem Rasen

1. FC Köln - VfB Stuttgart 2:3

Kölns bittere Bauchlandung gegen den VfB

Katastrophale individuelle Fehler gegen den VfB Stuttgart haben dem 1. FC Köln einen empfindlichen Dämpfer bei seiner Aufholjagd gegen den Abstieg verpasst.

Eine Woche nach dem 2:1-Triumph von Leipzig ist der 1. FC Köln erst einmal zurück im Tal der Tränen. Der Tabellenletzte verlor 2:3 (1:2) gegen Aufsteiger VfB Stuttgart, der sechste Abstieg aus der Bundesliga erscheint wieder unabwendbar. Claudio Pizarro (7.) mit seinem ersten Tor für den FC überhaupt erzielte die Führung. Wie aus dem Nichts schlug der VfB in Person von Mario Gomez (45., 45.+2) effektiv zurück. Andreas Beck (57.) baute den Vorsprung aus, ehe Milos Jojic (86.) noch einmal für Spannung sorgte.

Mit 17 Punkten bleibt Köln Letzter hinter dem HSV (18). Der 1. FSV Mainz 05 auf dem Relegationsrang und der VfL Wolfsburg auf dem rettenden 15. Platz sind acht Punkte entfernt.

Bitterer Aussetzer

Dabei war das Spiel zunächst so verheißungsvoll für den FC gelaufen. Köln war in der ersten Halbzeit drückend überlegen und ging verdient in Führung. Dass der Vorsprung nicht ausgebaut wurde, sollte sich jedoch bitter rächen. Bei Gomez' zweitem Treffer hatte FC-Keeper Timo Horn einen kapitalen Aussetzer und ließ den harmlosen Abschluss durch die Finger ins Tor rutschen. Auch Becks Schuss zum 1:3 hätte er an einem normalen Tag wohl gehalten - zudem wirkte Jonas Hector bei diesem Treffer alles andere als konsequent im Zweikampfverhalten.

Horn: "Es tut mir leid"

Horn haderte anschließend: "Es tut mir leid für die Mannschaft und die Fans. Durch so billige Tore das Spiel zu verlieren ist Wahnsinn." Zumal seine Mannschaft "die beste Halbzeit dieser Saison gespielt" habe, "jedenfalls 44 Minuten", im ersten Durchgang. FC-Trainer Stefan Ruthenbeck sagte trotzig: "Es tut weh. Aber wir geben nicht auf." VfB-Coach Tayfun Korkut meinte: "Ein Riesenkompliment an die Mannschaft - mit Ausnahme der ersten 30 Minuten."

Jojic' Treffer zu spät

Der Schock der Gegentore lag nun wie ein Schatten über den Kölnern. Der Frust saß tief, doch sie gaben sich nicht auf. Der starke Vincent Koziello scheiterte an VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler (60.). FC-Trainer Stefan Ruthenbeck wechselte offensiv und brachte Leonardo Bittencourt und Jhon Cordoba. Doch auch diese Maßnahmen fruchteten nicht. Der schöne Freistoßtreffer von Jojic kam letztlich zu spät.

Köln hat nun am Montag (12.03.2018) das nächste Abstiegs-"Endspiel" bei Werder Bremen vor der Brust. Der VfB misst sich bereits tags zuvor daheim mit RB Leipzig.

Fußball · Bundesliga · 25. Spieltag 2017/2018

Sonntag, 04.03.2018 | 15.30 Uhr

Wappen 1. FC Köln

1. FC Köln

T. Horn – Sörensen (69. Cordoba), Mere, Heintz – Risse, Koziello (83. Jojic), Höger, J. Hector – Terodde, Pizarro (60. Bittencourt), Osako

2
Wappen VfB Stuttgart

VfB Stuttgart

Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insua – Gentner, Badstuber, Ascacibar (66. Aogo), Thommy (77. Akolo) – Gomez, Ginczek (90.+2 Kaminski)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Pizarro (7.)
  • 1:1 Gomez (45.)
  • 1:2 Gomez (45.)
  • 1:3 Beck (57.)
  • 2:3 Jojic (86.)

Strafen:

  • gelbe Karte Badstuber (2 )
  • gelbe Karte Sörensen (9 )
  • gelbe Karte Baumgartl (3 )
  • gelbe Karte Gomez (2 )

Zuschauer:

  • 50.000

Schiedsrichter:

  • Sören Storks (Velen)

Vorkommnisse:

  • Tor durch Osako (Köln) nach Videoentscheid (Foulspiel) zurückgenommen (37.).

Stand: Sonntag, 04.03.2018, 17:25 Uhr

Wappen 1. FC Köln

1. FC Köln

Wappen VfB Stuttgart

VfB Stuttgart

Tore 2 3
Schüsse aufs Tor 4 4
Ecken 3 3
Abseits 4 0
gewonnene Zweikämpfe 120 105
verlorene Zweikämpfe 105 120
gewonnene Zweikämpfe 53,33 % 46,67 %
Fouls 14 13
Ballkontakte 712 511
Ballbesitz 58,22 % 41,78 %
Laufdistanz 113,83 km 117,27 km
Sprints 183 223
Fehlpässe 76 65
Passquote 84,8 % 78,19 %
Flanken 14 7
Alter im Durchschnitt 26,8 Jahre 27,1 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 04.03.2018, 18:47

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