Eintracht Frankfurt - VfL Bochum 2:1 Frankfurt reichen gegen Bochum fünf starke Minuten

Stand: 14.03.2022 00:01 Uhr

Trotz einer Führung ist es dem VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga nicht gelungen, bei Eintracht Frankfurt zu punkten. Ein Doppelschlag in kurzer Zeit bescherte den Gastgebern am Sonntag (13.03.2022) einen 2:1-Sieg.

Nach dem Ligaerfolg bei Hertha BSC (4:1) und dem 2:1 bei Betis Sevilla in der Europa League war es für die Frankfurter der dritte Sieg innerhalb von acht Tagen.

Martina Knief, Sportschau, 13.03.2022 19:34 Uhr

In der Tabelle rückt die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner mit 37 Punkten auf Rang neun vor und darf weiter auf die internationalen Plätze hoffen. Bochum hat weiter 32 Punkte auf dem Konto und bleibt mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge im gesicherten Mittelfeld.

Erst Gedenkminute, dann guter Start

Vor dem Anpfiff hieß es für die Frankfurter erstmal, Abschied von einer Klublegende zu nehmen. In Gedenken an den unter der Woche verstorbenen Jürgen Grabowski, der für die Eintracht zwischen 1965 und 1980 441 Bundesligaspiele bestritten hatte und 1974 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurde, gab es eine Schweigeminute.

Sobald der Ball rollte, entwickelte sich jedoch sofort eine temporeiche Partie mit zwei mutigen Mannschaften. Daichi Kamada hatte die erste große Chance, verpasste mit dem Knie das Bochumer Tor nur knapp (2.). Auf der anderen Seite hatte Sebastian Polter, der den VfL im Hinspiel mit zwei Treffern zum 2:0-Sieg geschossen hatte, kurz zuvor schon den ersten Abschluss.

Wieder ärgert Polter die Eintracht

In der 19. Minute feierte der Stürmer dann sein drittes Frankfurt-Erfolgserlebnis in dieser Saison. Nach einer Freistoßflanke von Kostantinos Stafylidis war Polter per Kopf zur Stelle und erzielte das 1:0 für Bochum. Insgesamt war es schon der achte Saisontreffer des 30-Jährigen, der damit ein Garant für die erfolgreiche Spielzeit des Aufsteigers ist.

Sportschau, 13.03.2022 19:34 Uhr

Der hatte wenig später die große Möglichkeit zum 2:0. Gerrit Holtmann war über die linke Seite durchgebrochen und passte quer auf Takuma Asano, dessen Schuss aus kurzer Distanz Kevin Trapp mit einem großartigen Reflex noch abwehren konnte (24.).

Insgesamt strahlten die Gäste deutlich mehr Gefahr aus, schafften es dazu, mit großer Intensität die Angriffe der Frankfurter immer wieder frühzeitig abzuwehren. Eine Rettungsaktion hätte aber beinahe zum Gegentreffer geführt. Nach einer Flanke von Filip Kostic hatte Armel Bella-Kotchap das Glück, dass seine Abwehr nur Zentimeter am eigenen Tor ins Aus ging (40.).

Zwei verunglückte Schüsse von Lindström bringen das Glück

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es aber dann doch das Bochumer Eigentor. Nach einem Schussversuch von Jesper Lindström ging der Ball vom Fuß von VfL-Verteidiger Erhan Masovic ins Netz zum Frankfurter Ausgleich (47.).

Kurz darauf lag der Ball schon wieder im Bochumer Tor. Wieder versuchte es Lindström nach einer Hereingabe von Ansgar Knauff, wieder lenkte der Fuß einen anderen Spielers den Ball über die Linie - Kamada war der glückliche, der problemlos für Frankfurt das 2:1 erzielte (52.).

Viel intensität in der Schlussphase, aber wenig Torgefahr

In der Folge entwickelte sich ein Kampfspiel, spielerisch gab es kaum noch Höhepunkte, beide Teams arbeiteten sich in Zweikämpfen am Boden und in der Luft gegenseitig ab. Wobei Frankfurt versuchte, sich mit fußballerisch durchzusetzen, Bochum setzte auf Robustheit.

Zu großen Chancen führte - abgesehen von einer Trapp-Unsicherheit beim Schuss von Jürgen Locadia (90.) - aber keiner der beiden Ansätze. Frankfurt hielt dem gegnerischen Druck statt, konnte selbst aber auch keinen Konter zur Entscheidung ausspielen. Dennoch reichte es für den vierten Liga-Heimsieg in dieser Saison.

"Die Jungs haben es fantastisch gemacht nach der Halbzeit. Dann haben wir es einfach toll verteidigt, das war der Schlüssel zum Erfolg", sagte Eintracht-Coach Glasner. Sein Gegenüber Thomas Reis empfang die Niederlage als "sehr, sehr ärgerlich. Was in der zweiten Halbzeit am Anfang passiert ist, darf uns nicht passieren. Leider geht der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung", so der Bochum-Trainer.

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