Frankfurt bleibt auf Champions-League-Kurs

Jubel bei Martin Hinteregger und Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 2:0

Frankfurt bleibt auf Champions-League-Kurs

Eintracht Frankfurt hat zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen den FC Augsburg taten sich die Hessen zwar lange schwer, erwiesen sich jedoch als das effizientere Team und gingen am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga am Ende mit einem 2:0 (1:0) vom Platz.

Martin Hinteregger in der 37. Minute und Torjäger André Silva (58.) mit seinem 24. Saisontreffer erzielten die Tore für die Frankfurter, die damit weiter von der ersten Champions-League-Teilnahme der Vereinsgeschichte träumen dürfen. Für Augsburg könnte es dagegen noch einmal eng werden im Abstiegskampf.

Frankfurt beginnt ohne Schwung und Esprit

Das Team von Trainer Heiko Herrlich scheiterte einmal mehr an seiner Abschlussschwäche: Alfred Finnbogason (73.) verschoss sogar einen Handelfmeter. Dabei hatte Herrlich seine Startformation gegenüber dem vergangenen Spieltag gleich auf acht Positionen verändert - so viel Rotation gab es noch nie in den Reihen der bayerischen Schwaben seit ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit.

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Den Eintracht-Profis dagegen schien der Schock der 0:4-Pleite in Mönchengladbach am vergangenen Wochenende noch in Kopf und Beinen zu stecken. Ohne Schwung und Esprit agierten die Hausherren in der ersten halben Stunde. Daran änderten auch die Anfeuerungsrufe der rund 50 Anhänger vor der Arena nichts. Dass die Hessen in dieser Phase nicht in Rückstand gerieten, hatten sie auch den fehlenden Knipserqualitäten des Gegners zu verdanken. 

Hinteregger grätscht knapp an Rot vorbei

Mit einer kompakten Abwehr hielt Augsburg die Frankfurter vom eigenen Tor fern und startete immer wieder gefährliche Vorstöße. Zweimal musste Nationaltorwart Kevin Trapp Hand anlegen, um ein Gegentor zu verhindern. Sein Gegenüber Rafal Gikiewicz hatte dagegen zunächst einen ruhigen Abend.

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Nach einer halben Stunde hatte Frankfurt dann Glück, dass Hinteregger nach einer heftigen Grätsche an der Mittellinie gegen Marco Richter nicht Rot sah. Schiedsrichter Robert Schröder zückte lediglich den gelben Karton. Die grenzwertige Aktion wirkte wie ein Weckruf für die Spieler von Coach Adi Hütter.

Erste Frankfurter Chance nach 35 Minuten

Kurz darauf erspielten sie sich die erste Chance (36.): Filip Kostic flankte auf Silva, doch der Portugiese scheiterte mit seinem Kopfball an Augsburg-Keeper Gikiewicz. Die Führung entsprang dann dem fälligen Eckball, nachdem der Ball über Umwege bei Daichi Kamada landete. Die Flanke des Japaners wuchtete Hinteregger mit dem Kopf zur Führung ein.

Nach dem Wechsel blieb Hinteregger, der nach fünfwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte, in der Kabine. Für den österreichischen Nationalspieler rückte Makoto Hasebe ins Abwehrzentrum. Frankfurt war jetzt besser im Spiel und belohnte sich: Silva verwertete eine Kostic-Flanke ebenfalls per Kopf.

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Finnbogason verschießt Strafstoß

Mit der Führung im Rücken präsentierte sich die Eintracht deutlich sicherer. Herrlichs Team dagegen offenbarte im weiteren Verlauf wie zuletzt große spielerische Defizite. Trotzdem kam es zu weiteren Möglichkeiten: Die größte hatte Finnbogason nach einem Handspiel von Tuta im eigenen Strafraum - doch der Finne setzte den Ball vom Elfmeterpunkt übers Tor. Kurz darauf scheiterte der eingewechselte Ruben Vargas mit einem Fernschuss am Pfosten.

Herrlich haderte aber nicht mit den vergeben Chancen, sondern mit der Entscheidung nach dem Foul von Hinteregger an Richter: "So wie ich das Regelwerk verstehe, gibt es für mich da eigentlich nur eine Entscheidung. Und dann bist du nachtülich ein Mann mehr", sagte der FCA-Trainer am Sportschau-Mikrofon: "Und der Spieler köpft dann das 1:0 für Frankfurt. Das ist natürlich um so ärgerlicher dann." Am kommenden Wochenende hat Augsburg nun das Kellerduell gegen den 1. FC Köln vor der Brust. Frankfurt kann beim Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen einen weiteren Big-Point im Kampf um die Champions-League-Plätze machen.

Rode: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"

"Umso weniger Spiele es werden, umso mehr Punkte wir holen, desto schwieriger wird es für Dortmund und Leverkusen. Wir haben heute unsere Hausaufgaben gemacht", freute sich Sebastian Rode. "Das ist die beste Saison der Eintracht seit der Dreipunkte-Regel mit 56 Punkten. Das ist einfach richtig erfreulich", stellte Trainer Hütter fest, mahnte jedoch: "Wir werden noch einige Punkte brauchen, um das ganz große Ziel, Champions League zu errreichen."

Statistik

Fußball · Bundesliga · 30. Spieltag 2020/2021

Dienstag, 20.04.2021 | 20.30 Uhr

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Trapp – Tuta, Hinteregger (46. Hasebe), N´Dicka – Sow (79. Ilsanker), Rode – Chandler (88. Durm), Kamada (83. Barkok), Kostic – Jovic (79. Younes), A. Silva

2
Wappen FC Augsburg

FC Augsburg

Gikiewicz – Oxford, Suchy, Uduokhai – Gumny, Gruezo, Moravek (64. Strobl), Pedersen – M. Richter (65. Jensen), Bénes (80. Vargas) – Niederlechner (65. Finnbogason)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Hinteregger (37.)
  • 2:0 A. Silva (58.)

Strafen:

  • gelbe Karte Hinteregger (4 )
  • gelbe Karte Uduokhai (5 )
  • gelbe Karte Jovic (2 )
  • gelbe Karte Rode (10 )

Schiedsrichter:

  • Robert Schröder (Hannover)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Handelfmeter (Augsburg) nach Videobeweis (70.).

Stand der Statistik: Dienstag, 20.04.2021, 22:24 Uhr

dpa, sid, sportschau | Stand: 20.04.2021, 22:22

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München3375
2.RB Leipzig3365
3.Bor. Dortmund3361
4.VfL Wolfsburg3361
5.Eintr. Frankfurt3357
6.Bayer Leverkusen3352
 ...  
13.1. FSV Mainz 053336
14.Hertha BSC3335
15.Arm. Bielefeld3332
16.Werder Bremen3331
17.1. FC Köln3330
18.FC Schalke 043316
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