Heimsieg gegen Freiburg - Sancho lässt BVB jubeln

Borussia Dortmund siegt gegen den SC Freiburg

Borussia Dortmund - SC Freiburg 1:0

Heimsieg gegen Freiburg - Sancho lässt BVB jubeln

Wenig Glanz, viel Glück - Borussia Dortmund hat sich gegen den SC Freiburg nur knapp durchgesetzt. Es bleibt also dabei: Die Freiburger können in Dortmund einfach nicht gewinnen.

Dortmund gewann am Samstag (29.02.2020) dank eines Treffers von Jadon Sancho (15. Minute) 1:0 (1:0) gegen Freiburg. In der Tabelle schließt die Mannschaft von Lucien Favre damit vorerst zu den zweitplatzierten Leipzigern auf. Freiburg hingegen hat nun 18 Spiele nicht mehr in Dortmund gewonnen.

Eine Überraschung gab es für die 81.365 Zuschauer vor dem Anpfiff: Erling Haaland saß nach neun Toren in seinen ersten sechs Bundesligaspielen diesmal nur auf der Bank. Laut Vereinsmitteilung hatte der Norweger im Laufe der Woche mit einer Magenschleimhautentzündung zu kämpfen. "Wir hätten ihn gerne auf dem Platz gehabt, aber er hat einige Einheiten verpasst", sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. Julian Brandt hingegen (nach Außenbandanriss im Sprunggelenk) kehrte nach drei Wochen Pause in die Startelf zurück.

Den besseren Start in diese Partie erwischte der BVB, der in den Anfangsminuten fast 80 Prozent Ballbesitz und das Spiel im Griff hatte. Der Lohn war die Führung durch Sancho, der eine tolle Kombination über Raphael Guerreiro, Brandt und Thorgan Hazard vorausgegangen war. Bis dahin hatte Freiburg bei heftigem Wind und Regen ordentlich, aber auch extrem tief verteidigt. Das Wetter verschlechterte sich zusehends: Chipstüten, Papp-Bierhalter und sogar eine Werbebande flogen auf den Platz. Geplantes Spiel war kaum noch möglich.

Julian Brandt: "Wichtig war, dass wir heute gewonnen haben"

Sportschau 29.02.2020 01:27 Min. Verfügbar bis 28.02.2021 ARD Von Anne van Eickels

Grifo verzieht knapp

Freiburg tat sich zunächst schwer gegen Dortmunds Defensive. Oft spielte die Mannschaft von Trainer Christian Streich lange Bälle - gefährlich wurde es erst, als der Sportclub es einmal mit kurzen Pässen probierte. Manuel Gulde spielte einen feinen Pass auf Nils Petersen, der für Janik Haberer klatschen ließ. Und Haberer steckte für Vincenzo Grifo durch, der das Tor nur knapp verfehlte (25.).

Bei Brandts Schuss fehlt nicht viel

Dortmund war auch in der zweiten Hälfte die überlegene Mannschaft, ohne dabei an die mitunter mitreißenden Auftritte der vergangenen Wochen anknüpfen zu können. Es dauerte bis zur 61. Minute, ehe die Fans des BVB mal wieder eine gefährliche Aktion ihrer Mannschaft zu sehen bekamen. Dann ließ Brandt mit einer einzigen Bewegung Gegenspieler Dominique Heintz ins Leere laufen, anschließend schlenzte er den Ball aber knapp am Tor vorbei.

Nach Schmähungen gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp von der Südtribüne ließ Schiedsrichter Robert Hartmann das Spiel unterbrechen und eine Durchsage veranlassen: Hartmann drohte mit Abbruch. Davon ließen sich die BVB-Fans aber nicht abhalten. Als sich dieser Schauplatz beruhigt hatte, wurde es erst wieder laut, als Haaland doch noch kam - für Brandt.

Nils Petersen: "Haben alles in die Waagschale geworfen"

Sportschau 29.02.2020 00:49 Min. Verfügbar bis 28.02.2021 ARD Von Anne van Eickels

Schmid, Grifo, Petersen - Glück für Dortmund

In der Schlussphase waren es dann zunächst die Freiburger, die die besseren Tormöglichkeiten hatten. Erst schlenzte Jonathan Schmid knapp am Tor vorbei (68.), dann parierte Roman Bürki einen Freistoß von Grifo so eben noch (70.) und anschließend klärte Dortmunds Lukasz Piszczek nach einem Kopfball von Nils Petersen auf der Torlinie (76.).

In den letzten Minuten drehte der BVB noch einmal auf. Beinahe hätte Hakimi noch einen zweiten Treffer erzielt, doch Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow lenkte seinen Schuss mit den Fingerspitzen noch an die Latte (89.).

Streich: "Auf einem ganz schlimmen Weg"

Nach dem Spiel war aber einmal mehr das Verhalten der Südtribüne gegenüber Hoffenheims Dietmar Hopp das Thema. "Ich glaube, da hat der Schiedsrichter absolut richtig gehandelt. Grundsätzlich haben wir als Borussia Dortmund eine klare Meinung dazu, dass persönliche Anfeindungen und auch Diskriminierungen in diesem Stadion keinen Raum finden. Wir haben eine klare Haltung als Klub und wissen natürlich, wenn so ein Spiel am Ende mal abgebrochen würde, dass es uns auch sportlich extrem schadet", sagte Dortmunds Kehl in der ARD-Sportschau.

Deutlicher wurde Freiburgs Streich auf der Pressekonferenz. "Das ist inakzeptabel, was passiert, und wir sind auf einem ganz schlimmen Weg. Und wenn Du siehst, wie das politisch instrumentalisiert wird von einer gewissen Partei in diesem Land, dann muss ich auch sagen: Wehret den Anfängen. Ich bin hundertprozentig d'accord und bin der Erste, der runtergeht, vom Platz", sagte der Coach.

Streich: "Wenn es nicht anders geht, müssen wir vom Platz laufen" Sportschau 29.02.2020 00:59 Min. Verfügbar bis 28.02.2021 Das Erste

Dortmund zum Topspiel nach Mönchengladbach

Für beide Mannschaften geht es in der Bundesliga am nächsten Samstag (07.03.2020) weiter. Der SC Freiburg hat dann ein Heimspiel gegen Union Berlin und Borussia Dortmund ist auswärts gegen Borussia Mönchengladbach gefordert.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 24. Spieltag 2019/2020

Samstag, 29.02.2020 | 15.30 Uhr

Wappen Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Bürki – Piszczek, Hummels (46. Akanji), Zagadou – Hakimi, E. Can, Witsel, Guerreiro – Brandt (63. Haaland) – T. Hazard (81. Reyna), Sancho

1
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Gulde, Lienhart, Heintz (86. N. Schlotterbeck) – Schmid, Höfler, Haberer (46. Keitel), Günter – Sallai (70. Höler), Grifo – Petersen

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Sancho (15.)

Strafen:

  • gelbe Karte E. Can (1 )

Zuschauer:

  • 81.365

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand der Statistik: Samstag, 29.02.2020, 17:25 Uhr

vdv/tbe | Stand: 29.02.2020, 17:22

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