Mühsamer Bayern-Sieg gegen Union Berlin

Bayern München siegt gegen Union Berlin

FC Bayern München - 1. FC Union Berlin 2:1

Mühsamer Bayern-Sieg gegen Union Berlin

Bayern München hat in der Bundesliga dank Rekord-Torjäger Robert Lewandowski gegen Union Berlin einen Arbeitssieg errungen - hatte dabei aber deutlich mehr Mühe als gedacht.

Der deutsche Rekordmeister setzte sich in einem Kampfspiel gegen Aufsteiger Union Berlin trotz weitgehend ideenarmer Vorstellung mit 2:1 (1:0) durch. Benjamin Pavard brachte die Bayern gegen zähe Hauptstädter per Dropkick-Tor in Führung (13.).

Doch der Serienmeister spielte abermals derart unkonzentriert, dass Kapitän Manuel Neuer seine Vorderleute kurz nach Beginn der 2. Halbzeit in einem mittelschweren Tobsuchtsanfall zusammenstauchen musste.

Müller: "Drehen uns im Moment ein bisschen im Kreis"

"Wir machen aus vielen guten Situationen nicht genug Tore und aus ungeschickten Situationen hinten bringen wir den Gegner wieder ins Spiel. Wir drehen uns im Moment so ein bisschen im Kreis", sagte Thomas Müller in der Sportschau.

"Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Aus dem Spiel heraus haben wir so gut wie nichts zugelassen. Vorne haben wir dann leider einige Hochkaräter liegen lassen. Wir hätten mit 3:0, 4:0 gewinnen können. Ich weiß, dass wir es noch besser machen können", sagte Bayerns Trainer Niko Kovac in der Sportschau.

Kovac: "Bin zufrieden, aber nicht ganz zufrieden" Sportschau 26.10.2019 00:42 Min. Verfügbar bis 26.10.2020 Das Erste

Fischer: "Phasenweise auf Augenhöhe"

"Ein tolles Spiel meiner Mannschaft, ich bin sehr stolz, phasenweise waren wir auf Augenhöhe. Am Ende hat es schlussendlich nicht ganz gereicht", sagte Unions Trainer Urs Fischer vor dem Sportschau-Mikrofon. Und auch Torschütze Sebastian Polter pflichtete ihm bei: "Es ist immer toll, sich mit einer der besten Mannschaften zu messen und lange das Spiel offen zu halten, aber am Ende stehen wir mit null Punkten da."

Neuer hält Handelfmeter

Kurz nach Neuers Wutausbruch erzielte Lewandowski sein 13. Saisontor (53.). Damit war der Pole als erster Profi in der Bundesliga-Geschichte an jedem der ersten neun Spieltage erfolgreich.

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Neuer bewahrte seine Elf mit einer starken Parade beim Handelfmeter von Sebastian Andersson (58.) zunächst vor dem Anschlusstreffer - gegen den Strafstoß von Sebastian Polter (86.) nach einem Foul von Pavard war er machtlos.

Kaum spielerischer Glanz

Ein echter Befreiungsschlag war der dürftige Auftritt aber vor den schweren Partien in Frankfurt und gegen Dortmund nicht. Wie auch schon in der Champions League gegen Piräus, taten sich die Münchner auch gegen Berlin schwer.

Müller: "Kein Hurra-Fußball ist mir fast lieber"

Sportschau 26.10.2019 02:00 Min. Verfügbar bis 26.10.2020 ARD

Die Eisernen ließen den Favoriten spielerisch kaum zur Geltung kommen, daran änderte auch deren Ausrichtung mit gleich fünf Offensiven nichts. Vor Sechser Thiago gab das Spielmacher-Duo Philippe Coutinho und Thomas Müller kaum Impulse, die Außen Kingsley Coman und Ivan Perisic wurden zu selten in Szene gesetzt.

Neuer staucht seine Vorderleute zusammen

Entsprechend überraschend kam der Rekordmeister zur Führung. Unions Torwart Rafael Gikiewicz wehrte einen von Joshua Kimmich schnell ausgeführten Freistoß mit der Faust an den Sechzehner ab, von dort schoss Pavard sehenswert ein.

Doch wer geglaubt hatte, nun wäre der Berliner Widerstand gebrochen, sah sich getäuscht. Es gelang den Gästen sogar weitgehend, die Bayern aus ihrem Strafraum herauszuhalten. Am dürftigen Münchner Auftritt änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts, was Neuer veranlasste, seine Vorderleute lautstark wachzurütteln - das zeigte zumindest bei Lewandowski Wirkung.

Bei seinem Rekordtreffer spielte er aber etwas glücklich Doppelpass mit der Berliner Abwehr. Nach Perisics Handspiel war Neuer beim folgenden Elfmeter zur Stelle - dennoch wurde es in der Schlussphase nach dem unnötigen Foul von Pavard im Strafraum an Polter noch einmal spannend. 

Am Dienstag (29.10. um 20.00 Uhr) treffen die Bayern im DFB-Pokal auswärts auf den VfL Bochum. Union tritt am selben Tag (18.30 Uhr) beim SC Freiburg an. Am nächsten Bundesliga-Spieltag reist der Rekordmeister zu Eintracht Frankfurt. Union Berlin empfängt die Hertha zum Stadt-Derby.

Fußball · Bundesliga · 9. Spieltag 2019/2020

Samstag, 26.10.2019 | 15.30 Uhr

Wappen Bayern München

Bayern München

Neuer – Kimmich, Pavard, Boateng, Davies – Thiago – Müller, Philippe Coutinho (86. Goretzka) – Coman (65. Gnabry), Lewandowski, Perisic (76. Tolisso)

2
Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Gikiewicz – Trimmel, M. Friedrich, Subotic, C. Lenz – Kroos (60. Becker), Andrich – Ingvartsen (66. Ujah), Gentner, Bülter – Andersson (66. Polter)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Pavard (13.)
  • 2:0 Lewandowski (53.)
  • 2:1 Polter (86./Foulelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte Andrich (4 )

Zuschauer:

  • 75.000

Schiedsrichter:

  • Marco Fritz (Korb)

Vorkommnisse:

  • Handelfmeter (Berlin) nach Videobeweis (58.). Tor von Lewandowski (München) nach Videobeweis (Abseits) zurückgenommen (84.).

Stand der Statistik: Samstag, 26.10.2019, 20:51 Uhr

Wappen Bayern München

Bayern München

Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Tore 2 1
Schüsse aufs Tor 9 4
Ecken 8 2
Abseits 3 4
gewonnene Zweikämpfe 118 89
verlorene Zweikämpfe 89 118
gewonnene Zweikämpfe 57 % 43 %
Fouls 9 15
Ballkontakte 841 516
Ballbesitz 61,97 % 38,03 %
Laufdistanz 114,56 km 119,05 km
Sprints 234 180
Fehlpässe 71 67
Passquote 88,89 % 78,8 %
Flanken 12 7
Alter im Durchschnitt 27 Jahre 28,1 Jahre

sid/dpa/red | Stand: 26.10.2019, 17:22

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