Paderborn will mit Spaß die Bundesliga stürmen

Marlon Ritter und Cauly Oliveira Souza vom SC Paderborn

Paderborn will mit Spaß die Bundesliga stürmen

Von Cora Lanzerath

  • Der SC Paderborn geht in seine zweite Bundesliga-Saison
  • Trainer Baumgart will an seinem offensiven Spielstil festhalten
  • Für zehn Neuzugänge gaben die Ostwestfalen nur 220.000 Euro aus

So lief die letzte Saison

Die vergangene Saison des SC Paderborn lässt sich in zwei Worten umschreiben: herausragend und überraschend. Die Ostwestfalen starteten als Aufsteiger in der 2. Liga. Dort wollten sie nach Möglichkeit "den Abstiegskampf vermeiden". Dass dieses Saisonziel bei Weitem übertroffen werden sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Steffen Baumgart über seine Fußballidee Sportschau 14.08.2019 00:24 Min. Verfügbar bis 14.08.2020 Das Erste

Zu Beginn lief es für die Paderborner noch etwas schleppend. Ein erstes Ausrufezeichen setzten sie aber früh, als sie den großen Aufstiegsaspiranten 1. FC Köln in dessen eigenem Stadion mit 5:3 auseinandernahmen. Überhaupt hielt sich die Mannschaft selten mit schnödem Ergebnisfußball auf: 76 Tore schoss der SCP - ein Wert, den nur Meister Köln toppte. Allerdings kassierte man auch satte 50 Gegentreffer.

Durch den Sieg gegen Heidenheim kletterte der SC Paderborn am 31. Spieltag erstmals auf einen direkten Aufstiegsplatz. Trotz zweier Niederlagen in den letzten drei Partien gab die Elf von Trainer Steffen Baumgart diesen bis zum Saisonende nicht mehr her und darf sich nun zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Fußball-Oberhaus beweisen.

Wer kommt, wer geht?

Die neun Neuzugänge des SC Paderborn mit Trainer Steffen Baumgart (hinten r.)

Neun der zehn Paderborner Neuzugänge mit Trainer Steffen Baumgart (hinten r.)

Der Kader wird seit Jahren nach dem selben Prinzip zusammengestellt: Junge, größtenteils unbekannte Spieler werden verpflichtet, gerne mit dem Merkmal "ablösefrei". Das hat sich auch als Erstligist nicht geändert. Zehn Neue wurden geholt - über Erstligaerfahrung verfügen nur Torhüter Jannik Huth und Linksaußen Gerrit Holtmann, die vom FSV Mainz 05 kamen.

Der spektakulärste Transfer der Ostwestfalen aber heißt Rifet Kapic. Der Bosnier war die Wunschlösung vom ehemaligen SCP-Manager Markus Krösche, der ihn als "technisch sehr stark mit gutem Abschluss" beschrieb. Rund 100.000 Euro ließen sich die Paderborner die Dienste des 24-Jährigen kosten.

Ein weiterer Spieler für die Abteilung "Attacke" ist Cauly Oliveira Souza. Der Brasilianer war absolute Stammkraft beim MSV Duisburg und wechselte ablösefrei an die Pader. Ein echter Coup für die Ostwestfalen, denn der 23-Jährige war aufgrund seiner Torquote und herausragenden Technik heiß begehrt.

Insgesamt gab der SC Paderborn bislang 220.000 Euro für Neuzugänge aus. Eingenommen haben sie hingegen fünf Millionen Euro, dafür verlor der SCP aber auch Qualität - vor allem in der Offensive.

Philipp Klement schloss sich für rund 2,5 Millionen Euro dem VfB Stuttgart an. Der 26-Jährige glänzte nicht nur als Passgeber und Standardschütze, sondern war auch das Herz der Aufstiegsmannschaft. Mit Flügelflitzer Bernard Tekpetey (nach Schalke, und dann an Fortuna Düsseldorf verliehen) verließ eine weitere entscheidende Angriffswaffe den Verein.

Ansonsten hat es der SCP aber geschafft die Aufstiegs-Elf im Kern zusammenzuhalten. Das könnte sich als echtes Plus erweisen, denn das Team ist gut aufeinander eingespielt und hat ein funktionierendes Mannschaftsgefüge.

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