Freiburg verschafft sich gegen Hertha weiter Luft nach unten

Freiburg jubelt gegen Berlin

SC Freiburg - Hertha BSC 2:1

Freiburg verschafft sich gegen Hertha weiter Luft nach unten

Der SC Freiburg sichert sich in einer umkämpften Partie gegen Hertha BSC drei wichtige Punkte und bekommt dabei Hilfe von einem Berliner Stürmer. Die vagen Europapokal-Hoffungen der Hertha erhalten dagegen einen Dämpfer.

Christian Streich atmete schwer durch und lief aufgeregt in seiner Coachingzone hin und her. Der Trainer des SC Freiburg sehnte den Schlusspfiff herbei. Auf der anderen Seite nahm derweil sein Berliner Kollege Pal Dardai resigniert auf der Bank Platz. 30 Sekunden später ertönte der Schlusspfiff und besiegelte den 2:1-Sieg des SC Freiburg gegen Hertha BSC. Ein Treffer von Nils Petersen (27.) und ein Eigentor von Vedad Ibisevic (80.), der zuvor schon den Berliner Ausgleich erzielt hatte (76.), sorgten für den den Erfolg der Gastgeber. Ein glücklicher Sieg, der den Freiburgern drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt bescherte. "Ich bin extrem erleichtert, es sind jetzt elf Punkte nach unten. Es ist noch nichts geschafft, aber es sieht gut aus", stellte Streich fest.

Freiburg beginnt stärker

Für die Hertha bedeutet die Niederlage dagegen einen weiteren Dämpfer für die vagen Europapokal-Hoffnungen, die man in der Hauptstadt hegt. Wie ein Bewerber für die internationalen Plätze traten die Berliner zunächst allerdings auch nicht auf. Die Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion in Freiburg sahen zu Beginn dagegen einen starken Auftakt der Heim-Mannschaft. Janik Haberer (2.) und Petersen (4.) hätten den Sportclub früh in Führung bringen können. Auch im Anschluss blieben die Gastgeber die gefährlichere Mannschaft. Die Berliner tauchten zum ersten Mal in der 25. Minute gefährlich im Freiburger Strafraum auf. Den Kopfball von Niklas Stark parierte Freiburgs Torwart Alexander Schwolow.

Streich: "Extrem hohe Sozialkompetenz in der Mannschaft" Sportschau 09.03.2019 01:13 Min. Verfügbar bis 09.03.2020 Das Erste

Kurz darauf schlugen die Breisgauer zu. Nach Vorarbeit von Vincenzo Grifo erzielte Petersen per Kopf sein achtes Saisontor. Drei Minuten später musste die Mannschaft von Trainer Streich einen Schock verkraften. Außenverteidiger Lukas Kübler wurde verletzt vom Platz getragen, kurz zuvor war er unglücklich mit seinem Kapitän Mike Frantz zusammengeprallt und hatte sich dabei das Sprunkgelenk gebrochen. In dieser Saison wird er nicht mehr spielen können. Trotz des Ausfalls von Kübler, der durch Pascal Stenzel ersetzt wurde, blieb der SC am Drücker. Der zweite Treffer für die Freiburger lag in der Luft. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es aber Ondrej Duda, der per Kopf fast den Ausgleich für die Hertha erzielt hätte. "In der ersten Hälfte war es organisierter Fußball. Das Spiel war nicht so schön", sagte Berlins Trainer Dardai.

Streich: "Das war eine ganz wichtige Geschichte für uns heute"

Sportschau 09.03.2019 01:42 Min. Verfügbar bis 09.03.2020 ARD

Hertha drängt nach der Pause

In der Pause musste auch Freiburgs Abwehrchef Philipp Lienhart raus. Der Österreicher war im ersten Durchgang mit Hertha-Stürmer Salomon Kalou zusammengeprallt und hatte sich dabei am Kopf verletzt. "Er hat nichts mehr gesehen", berichtete Streich. Für Lienhart kam der erste 19 Jahre Nico Schlotterbeck zu seinem Bundesligadebüt. Nach dem Seitenwechsel verpasste Kalou nach einer scharfen Hereingabe von Maximilian Mittelstädt den Ausgleich (55.). Es war der Beginn einer Berliner Drangphase, die Freiburg zunehmend schwanken ließ. Das 1:1 durch Ibisevic war deshalb keine Überraschung. Viele Minuten hatten die Freiburger die eigene Hälfte nicht verlassen, tief in der eigenen Hälfte standen sie und liefen Ball und Gegner hinterher.

Nach dem Ausgleich drückte Hertha BSC auf den Siegtreffer, während den Gastgebern zusehens die Luft ausging. "Zum Glück ist dieser Eckball gekommen", sagte Streich später und ergänzte in der Sportschau: "Der Wille ist eine ganz große Nummer bei uns. Das muss man erst mal so hinkriegen." Irgendwie war der Ball dann nämlich doch nochmal in der Berliner Hälfte gelandet. Es gab besagte Ecke für Freiburg. Der Ball kam in den Berliner Strafraum. Schlotterbeck stieg hoch, erwischte den Ball aber nicht. Der fiel stattdessen Ibisevic auf den Kopf und von dort fand er seinen Weg ins Berliner Tor. Der Siegtreffer und der Knockout für die Berliner. "Dieses Jahr sind wir verhext", sagte Dardai in der Sportschau. "Ich glaube, ein Unentschieden wäre verdient gewesen."

Dardai: "Haben gewusst, dass Freiburg bei Standards gefährlich ist"

Sportschau 09.03.2019 01:17 Min. Verfügbar bis 09.03.2020 ARD

Für den SC Freiburg geht es am kommenden Freitag (15.03.19) mit einem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach weiter. Hertha BSC empfängt im Topspiel des 26. Spieltags am Samstagabend Borussia Dortmund.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 25. Spieltag 2018/2019

Samstag, 09.03.2019 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Kübler (30. P. Stenzel), Lienhart (46. Schlotterbeck), Heintz, Günter – Abrashi, Frantz – Haberer, Grifo – L. Waldschmidt (89. J. Gondorf), Petersen

2
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – N. Stark, Rekik, Torunarigha – Klünter, Lustenberger (46. Maier), Grujic, Mittelstädt (63. Jastrzembski) – Duda – Ibisevic, Kalou

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Petersen (27.)
  • 1:1 Ibisevic (76.)
  • 2:1 Ibisevic (81./Eigentor)

Strafen:

  • gelbe Karte Mittelstädt (1 )
  • gelbe Karte N. Stark (2 )
  • gelbe Karte Grujic (4 )
  • gelbe Karte Schlotterbeck (1 )

Zuschauer:

  • 24.000

Schiedsrichter:

  • Robert Schröder (Hannover)

Stand der Statistik: Samstag, 09.03.2019, 17:24 Uhr

most/sid/dpa | Stand: 09.03.2019, 18:08

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. M´gladbach716
2.VfL Wolfsburg715
3.Bayern München714
4.SC Freiburg714
4.RB Leipzig714
 ...  
16.Union Berlin74
17.1. FC Köln74
18.SC Paderborn 0771
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