Relegation - VfL Wolfsburg und Kiel streiten um einen Platz

VfL Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia

Hinspiel beim Bundesligisten

Relegation - VfL Wolfsburg und Kiel streiten um einen Platz

Der VfL Wolfsburg will seinen Platz in der Bundesliga behalten, Holstein Kiel will ihn einnehmen. Vor dem Hinspiel in der Relegation gab es eine gute Nachricht für die "Störche".

Die gute Nachricht

Holstein Kiel darf im Falle eines Aufstieges in seinem eigenen Stadion spielen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erteilte dem Zweitligisten eine Ausnahmegenehmigung, die an Auflagen geknüpft ist. Holstein habe umfangreiche Zusagen gegenüber der DFL gemacht, hieß es. Unter anderem will der Klub durch eine Zusatztribüne die erforderliche Kapazität von 15.000 Zuschauerplätzen ermöglichen.

Die schlechte Nachricht

Eine schlechte Nachricht für Holstein ist der Blick in die Statistik: In den insgesamt 19 Duellen zwischen Erst- und Zweitligist seit 1982 setzte sich 14 Mal der Bundesliga-Klub durch. Zuletzt triumphierten 1899 Hoffenheim (2013 gegen Kaiserslautern), zweimal der Hamburger SV (2014 und 2015 gegen Fürth und Karlsruhe), Eintracht Frankfurt (2016 gegen Nürnberg) und der VfL Wolfsburg. In den Niedersachsen-Duellen gegen Eintracht Braunschweig in der Vorsaison setzten sich die Wölfe zweimal mit 1:0 durch.

Das sagen die Trainer

Der als Retter erprobte Bruno Labbadia warnt vor Holstein. "Man merkt, dass die Mannschaft schon länger zusammenspielt und sehr gute Automatismen drin hat", sagte der 52-Jährige: "Wir müssen daher eine sehr fokussierte und konzentrierte Leistung abliefern, um letztlich als Sieger vom Platz zu gehen." Kiels Markus Anfang, der in der kommenden Saison den 1. FC Köln trainieren wird, fühlt sich in der Rolle des Underdogs wohl: "Wir haben keinen negativen Druck. Wir sind nicht in der Pflicht, aufzusteigen. Wir wollen diese Situation einfach genießen. Wir wollen Ergebnisse erzielen, damit wir etwas Historisches schaffen."

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Das Personal

Bei Wolfsburg ist der Einsatz von Paul Verhaegh wegen einer Kopfwunde offen. Ob Daniel Didavi (Achillessehnenbeschwerden) spielen kann, ist auch fraglich. Der Kieler Patrick Herrmann hat weiterhin Probleme mit einer Kapselverletzung. Er dürfte aber wohl spielen können, genau wie anderen zuletzt angeschlagenen "Störche".

Holstein wer?

Labbadia musste seinen Profis erst einbimsen, dass von Holstein ernsthafte Gefahr ausgeht. Angreifer Divock Origi hatte nach eigenem Bekunden bis zum Wochenende noch nie etwas vom kommenden Gegner Holstein Kiel gehört, Josuha Guilavogui hatte Zweitliga-Torschützenkönig Marvin Ducksch (18 Treffer) noch überhaupt nicht auf dem Radar. "Das zeigt, was für verschiedene Welten aufeinandertreffen", sagte Holstein-Kapitän Rafael Czichos: "Hier Spieler, die bei Weltmeisterschaften spielen oder von Liverpool kommen. Und dann wir, die den Fußball von einer etwas anderen Seite kennen."

Das Rückspiel

Am Pfingstmontag wird um 20.30 Uhr im Holstein-Stadion das Rückspiel angepfiffen. Bei einem Gleichstand im Gesamtergebnis nach 90 Minuten würde die aus dem Europapokal bekannte Auswärtstorregel zur Anwendung kommen.

Stand: 17.05.2018, 08:00

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