Rauball wird nicht mehr als DFL-Präsident kandidieren

Reinhard Rauball

Keine weitere Kandidatur

Rauball wird nicht mehr als DFL-Präsident kandidieren

Reinhard Rauball gibt sein Amt als Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) im kommenden Jahr auf.

"Nach intensiven Überlegungen habe ich mich entschieden, im kommenden Sommer nicht erneut für ein Amt bei der DFL zur Verfügung zu stehen", teilte der 71-Jährige in einer am Montag (10.09.18) von der DFL veröffentlichten persönlichen Erklärung mit.

"Wenn der Weg in die Zukunft bereitet ist, ist es nur folgerichtig, dass ab diesem Zeitpunkt auch Jüngere in einer neuen DFL-Struktur Führung und Verantwortung übernehmen", sagte der Jurist: "Mein Entschluss bezieht sich ausschließlich auf meine Tätigkeit bei der DFL und nicht auf meine Zukunft bei Borussia Dortmund."

"Teamplayer und leiser Macher"

Rauball ist seit 2007 Vorsitzender der DFL. Zudem ist er seit 2004 Präsident von Borussia Dortmund. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb über den Nachfolger des im Januar 2007 verstorbenen Werner Hackmann, er sei ein "Teamplayer und leiser Macher".

Rauball zieht sich von DFL-Aufgaben zurück

Sportschau | 10.09.2018 | 00:47 Min.

"Die Welt um uns herum hat sich verändert. Wir müssen daher als DFL einiges für uns selbst neu definieren. Dazu gehört auch die Frage: Was ist der beste organisatorische Rahmen, die richtige Struktur für die DFL und ihre Gremien?", erklärte Rauball. Die Aufgaben seien von einer Person kaum mehr auszufüllen.

Vor diesem Hintergrund habe er bereits im April das Gespräch mit seinen beiden Stellvertretern Peter Peters und Helmut Hack gesucht. "Gemeinsam sind wir überzeugt davon, dass der DFL e.V. als Zusammenschluss der 36 Klubs eine neue zeitgemäße Organisationsform benötigt."

Rummenigge und Watzke bedauern Rückzug

Karl-Heinz Rummenigge hat auf den Rückzug mit Bedauern reagiert. "Gleichzeitig habe ich aber auch großes Verständnis für diesen Schritt." Der 71-Jährige habe "mit seiner ausgleichenden und ruhigen Art dem Fußball und der Bundesliga stets gedient. Insbesondere ist es ihm gelungen, trotz der teilweise unterschiedlichen Interessenslagen der Parteien der Bundesliga und der zweiten Bundesliga mit viel diplomatischem Geschick Lösungen zu finden."

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte der Funke Mediengruppe: "Wir sind ihm alle zum Dank verpflichtet. Er hat sich um den Interessenausgleich zwischen den starken und nicht so starken Klubs in der Bundesliga verdient gemacht." Watzke äußerte die Hoffnung, dass Rauball als Borussia-Präsident über das Ende der Wahlperiode weitermache. "Es ist mein Wunsch, dass uns Reinhard Rauball über 2019 hinaus beim BVB erhalten bleibt. Aber das entscheidet er ganz alleine."

dpa/sid | Stand: 10.09.2018, 14:56

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