Hertha-CEO Carsten Schmidt tritt zurück

Carsten Schmidt von Hertha BSC (imago images/Matthias Koch)

Aus persönlichen Gründen

Hertha-CEO Carsten Schmidt tritt zurück

Erst im Dezember war er angetreten, um Hertha BSC wirtschaftlich zu stärken. Doch nach nicht mal einem Jahr verlässt CEO Carsten Schmidt den Verein wieder, aus persönlichen Gründen - keine einfache Situation für den Tabellen-14 der Bundesliga.

Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha BSC, verlässt den Fußball-Bundesligisten. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Schmidt legt sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Zuerst hatte "der Tagesspiegel" vom Rücktritt berichtet.
 
 

Schmidt sagte zu seinem Rückzug: "Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten. Die Arbeit für Hertha BSC hat mir zu jeder Zeit große Freude bereitet." Hertha-Präsident Werner Gegenbauer teilte mit, dass der Verein den Weggang von Schmidt bedauere: "Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen. Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft."

Im Winter starteten Schmidt und Hertha noch gemeinsam in das Projekt "Goldelse"

Noch im März hatte der Leiter der Geschäftsführung einen 5-Jahres-Plan angekündigt und erklärt: "Wer jetzt den Weg mit uns gemeinsam geht und auf Hertha BSC setzt, der wird Teil dieser Erfolgsgeschichte.“ Das Projekt "Goldelse" sollte dazu beitragen, eine künftige Philosophie zu erarbeiten. Die Strategie sollte den gesamten Verein umfassen, vor allem mit sportlichen Zielen, aber auch mit wirtschaftlichem Wachstum und einer sozialen Verantwortung für Berlin.
 
Doch zu Saisonbeginn hatte der Traditionsverein vor allem durch sportliche Negativ-Schlagzeilen mit drei Niederlagen in Folge auf sich aufmerksam gemacht.

Bobic und Schiller übernehmen

Und was bleibt Hertha BSC? Die beiden Geschäftsführer Fredi Bobic und Ingo Schiller übernehmen die Aufgaben von Schmidt. Sportlich stehen die Charlottenburger aktuell auf dem 14. Tabellenplatz. Das Ziel, sich im oberen Drittel der Tabelle zu etablieren, liegt weit entfernt. Noch schlimmer sogar: Sportlich kämpft Hertha BSC im Moment gegen den Abstieg.
 
Zuletzt kritisierte Millionen-Investor Lars Windhorst, in einem exklusiven rbb-Interview, die Zusammenarbeit mit dem Verein. Der Bundesligist muss sich nun einen neuen Geschäftsführer suchen und das in einer schwierigen Phase.


Lars Windhorst und Hertha BSC - bislang ein teures Missverständnis Sportschau 10.10.2021 09:10 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste




Sendung: rbb UM6, 12.10.2021, 18:00 Uhr

rbb | Stand: 12.10.2021, 16:20

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