Manuel Neuer bleibt im Wartestand

Manuel Neuer

Bangen um den Nationaltorwart

Manuel Neuer bleibt im Wartestand

Die Zweifel am Comeback von Manuel Neuer bleiben. Zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln kehrt der Nationaltorwart noch nicht in den Kader des FC Bayern zurück. Trainer Jupp Heynckes gibt keine weiteren Prognosen ab.

Manuel Neuer verpasst auch die drittletzte Möglichkeit, in dieser Saison in den aktiven Spielbetrieb des FC Bayern zurückzukehren. Trainer Jupp Heynckes legte sich bei der Pressekonferenz aber nur fest, dass der Weltmeister beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Köln nicht im Kader steht.

Alles andere blieb offen, selbst der auch von Heynckes schon angekündigte Einsatz in dieser Spielzeit im Trikot des Rekordmeisters. Was das für Bundestrainer Joachim Löw und die in sechs Wochen beginnende Weltmeisterschaft bedeutet, ist die spannendste Frage auf der Zielgeraden.

Bloß nicht zu früh anfangen

"Man muss immer vorsichtig sein, das ist eine Verletzung, die zwei- oder dreimal aufgebrochen ist. Da darf man nicht nochmal einen Fehler machen", sagte Heynckes, der nach dem schmerzhaften Champions-League-Aus gegen Real Madrid mit dem Rekordchampion wieder den "Rhythmus finden" will.

Mit Blick auf das Pokalendspiel am 19. Mai müsse seine Mannschaft die Spannung hochhalten. Im Finale in Berlin gegen Eintracht Frankfurt und in einer Woche bei der Bundesliga-Party mit der Meisterschale gegen den VfB Stuttgart gibt es die letzten Chancen für Neuer, vor dem Start der WM-Vorbereitung noch einmal ein Pflichtspiel zu absolvieren.

Voller Fokus auf die WM

Von einem Restrisiko bei Neuer wollte Heynckes nicht sprechen. Auf die Frage, ob es zu riskant sei, wenn Neuer zur WM fahren würde, hielt sich der Bayern-Trainer zurück.

"Ich glaube nicht, dass ich die Frage heute beantworten kann und soll, auch Sie müssen sich gedulden", sagte der 72-Jährige. "Es ist wunderbar, wie er sich herangearbeitet hat. Er ist körperlich topfit, weil er mit unseren Fitnesstrainern super gearbeitet hat. Das erleichtert den Wiedereinstieg."

Auch Löw muss sich gedulden

Bundestrainer Joachim Löw setzt darauf, dass Neuer beim Trainingslager vom 23. Mai bis 7. Juni in Südtirol dabei sein kann. Ob für den 32-Jährigen bis dahin gezieltes Training oder Wettkampfpraxis das Beste ist, wissen nur die Protagonisten selbst. In der kommenden Woche solle der Torwart sein Pensum weiter erhöhen. "Dann muss man sehen, wie weit er ist, ob er spielen kann. Das ist abhängig von den Ärzten, von Manuel und mir", sagte Heynckes.

Neuer arbeitet nach seinem dritten Mittelfußbruch im September 2017 am Comeback, in der Nationalelf kam er zuletzt im Oktober 2016 zum Einsatz. Am 2. Juni könnte er im vorletzten Testspiel vor der WM in Russland in Klagenfurt gegen Österreich ein Comeback im Tor der Nationalmannschaft feiern, sechs Tage später steht noch eine Partie gegen Saudi-Arabien an.

"Es ist eine sensible Verletzung"

"Es ist eine sensible Verletzung, da hat man schon in der Vergangenheit nicht immer eine richtige Entscheidung getroffen", sagte Heynckes. "So wie es momentan aussieht, ist es sehr positiv." Neuer hatte in dieser Woche wieder Teile des Trainings mit der Mannschaft absolviert. Somit darf sich Sven Ulreich nach seinem Fauxpas in Madrid weiterhin im Bayern-Tor bewähren.

Gegen Köln fehlt den Bayern auch der verletzte Arjen Robben weiter, ansonsten rechnet Heynckes mit dem Aufgebot aus dem Real-Spiel. Er hofft zudem, dass der seit Februar wegen eines Syndesmosebandrisses pausierende Kingsley Coman beim Finale in Berlin wieder dabei sein kann.

"Für das Pokalspiel wäre es wünschenswert, wenn er wieder so weit wäre", sagte Heynckes. Die Ausfälle von Coman und Robben hätten gerade in der Endphase in Madrid, als die Bayern vergeblich das 3:2 und das Weiterkommen anstrebten, sehr weh getan.

dpa | Stand: 04.05.2018, 15:15

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