Borussia Mönchengladbach - Zwischen Euphorie und letzter Kraft

Borussia Mönchengladbach

Bundesliga, 16. Spieltag

Borussia Mönchengladbach - Zwischen Euphorie und letzter Kraft

Borussia Mönchengladbach will eine makellose Heimbilanz mit einem Sieg gegen Kellerkind 1. FC Nürnberg krönen. Sorgen bereitet den Borussen zum Hinrunden-Finale jedoch das Verletzungspech.

Zuhause ist Borussia Mönchengladbach in dieser Saison eine Macht. Egal, wer sich auch vorstellte im Borussia-Park: Zu holen gab es für die Gäste-Mannschaften nichts. Acht Heimspiele, acht Siege - Borussia Mönchengladbach stellte vor eigenem Publikum einen neuen Vereinsrekord auf. Da fällt nur unwesentlich ins Gewicht, dass es fast ausschließlich Teams aus der unteren Tabellenhälfte waren - bis auf Eintracht Frankfurt. Jetzt kommt am Dienstag, (18.12.2018, 18.30 Uhr) mit dem 1. FC Nürnberg wieder ein Kellerkind zum Heimabschluss nach Mönchengladbach.

Leistungsträger schwer zu ersetzen

Die Elf vom Niederrhein ist hoher Favorit gegen die Franken, doch der Borussen-Express, der bislang so aufsehenerregend durch die Hinrunde düste, ist etwas ins Stocken geraten. Es scheint, als würde sich das Team von Trainer Dieter Hecking förmlich ins Ziel schleppen. Das war schon beim Gastspiel in Leipzig zu sehen. Das war auch jüngst beim 0:0 in Sinsheim gegen 1899 Hoffenheim auffällig. Die Borussia holte ein unter dem Strich glückliches Remis, bei dem sie zwar leidenschaftlich kämpfte, fußballerisch aber einige Wünsche offen ließ.

Grafik zur Heimstärke von Borussia Mönchengladbach

Grafik zur Heimstärke von Borussia Mönchengladbach

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Im Dezember hat die Mannschaft ein Verletzungspech eingeholt, von dem sie im ersten Teil der Serie verschont geblieben ist. Den Anfang machte Matthias Ginter mit seinem Augenhöhlenbruch aus der Partie gegen Hannover 96. Der Nationalspieler ist seit dieser Saison zentraler Leistungsträger im Deckungsverbund und nur schwer zu ersetzen. Es folgte der Ausfall von Jonas Hofmann, eine der Symbolfiguren des Gladbacher Höhenflugs und ebenfalls seit drei Partien aufgrund einer Muskelverletzung außer Gefecht.

In der Rückrunde kommen die schweren Kaliber

An Hofmann hatte Hecking seinen Systemwechsel ausgerichtet, den er seit diesem Sommer spielen lässt. Der Gladbach-Coach vertraute die vergangenen Jahre stets einem 4-2-2-System. Seit dieser Saison agiert seine Mannschaft nun nur noch mit einem Sechser - meist Tobias Strobl, weniger Christoph Kramer - und zwei Achtern. Neben Hofmann blühte auf dieser Position auch Florian Neuhaus auf. Profiteur waren vor allem Stürmer wie Alassane Pléa, der jedoch gerade ein Tief durchhlebt. Seit seinem Dreierpack im Auswärtsspiel bei Werder Bremen wartet der Franzose auf eine Torbeteiligung.

Nun müssen also die Ersatzmänner wie Jordan Beyer, Mickael Cuisance oder Laszlo Benes die Kohlen aus dem Feuer holen, vor allem auch im Hinblick auf das große Hinserienfinale gegen Borussia Dortmund am kommenden Freitag, wenn es darum geht, die formidable Hinrunde mit einem Happy-end abzuschließen. In der Rückrunde hofft das Team dann, wieder alle Mann an Bord zu haben. Schließlich kommen in der zweiten Saisonhälfte die schweren Kaliber in den Borussia-Park.

Stand: 17.12.2018, 13:27

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