Schubert rückt bei Schalke in den Fokus

Markus Schubert

Nübel noch zwei Spiele gesperrt

Schubert rückt bei Schalke in den Fokus

Von Marcus Bark

Viel ist über Alexander Nübel und dessen Wechsel zum FC Bayern geredet worden. Mit dem Ende der Winterpause rückt nun Markus Schubert in den Fokus, der schneller als erwartet die Nummer eins beim FC Schalke werden könnte.

Die Winterpause wird nun bald beendet sein. Am Freitag (17.01.2020) eröffnen der FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach die Rückrunde.

Es war eine kurze Pause, aber immerhin eine Pause, und Pausen müssen gefüllt werden. Alexander Nübel hat sich darum verdient gemacht. Kurz vor Weihnachten gab der FC Schalke 04 bekannt, dass der Torwart den Verein im Sommer 2020 verlassen wird. Er werde zum FC Bayern wechseln, war schon zuvor gemunkelt worden. Bestätigt wurde das erst am vierten Tag des neuen Kalenderjahres. Das erhöhte den Unterhaltungswert in der Winterpause deutlich, denn die Diskussionen, warum Nübel jetzt schon wechsle, wo doch Manuel Neuer noch ein paar Jahre bei den Münchnern im Tor stehen kann und will, wurden leidenschaftlich geführt.

Es gab auch harte Nachrichten, die Nübel betrafen, nämlich die, dass er als Kapitän des FC Schalke abgesetzt sei.

Ob Nübel auch als erster Torwart abgesetzt sei, wurde David Wagner gefragt. Der Trainer antwortete, wie es vermutlich jeder Kommunikationsberater empfohlen hätte. Darüber werde er später entscheiden.

Schubert ersetzt Nübel - zumindest während der Sperre

Wagner bleibt noch Zeit über die Winterpause hinaus, denn Nübel ist nach seiner Roten Karte aus dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt noch für zwei weitere Partien gesperrt.

In diesen Spielen soll Markus Schubert im Tor stehen. Er ist einer von mehreren Randaspekten bei all den Diskussionssträngen um Nübel. Mit dem Anpfiff am Freitag wird er vom Rand in den Fokus rücken.

Erst gegen Gladbach, dann beim FC Bayern - nach diesen Spielen sollte Wagner solide bewerten können, ob Schubert schon bereit ist, statt Nübel dauerhaft im Schalker Tor zu stehen.

Die ersten Eindrücke waren gut. Gegen Frankfurt bewahrte Schubert seine Mannschaft in Unterzahl vor dem Ausgleich. In Wolfsburg zeigte Schubert eine gute Leistung, die aber von seinem Fehler beim Ausgleich getrübt wurde. Gegen Freiburg kassierte Schubert zwei Tore bei zwei Elfmetern, die sonstigen Prüfungen bestand er, einige mit Auszeichnung.

Schuberts Fall ähnelt Nübels

Markus Schubert ist 21 Jahre alt. Er wurde bei Dynamo Dresden zum Profifußballer ausgebildet. Er war Fan des Klubs, und daher bei den Fans der SGD noch beliebter als andere Spieler. Doch im April 2019 änderte sich das schlagartig. Damals war es Schubert, der bekannt gab, dass er den Verein verlassen wird. Es wurde diskutiert, warum denn jetzt schon. Der Fall zeigt Parallelen zu Nübel und den Bayern. Nur dass Nübel die Ablehnung der eigenen Fans bislang nur im Internet zu spüren bekam. Schubert hingegen wurde damals im Stadion beleidigt, in der Zweitligapartie beim FC Ingolstadt. Es war kurz vor dem Saisonende seine letzte für Dynamo, der damalige Trainer Cristian Fiel setzte ihn danach auf die Tribüne - der Stimmung wegen.

Sollten die sozialen Netzwerke ein Gradmesser sein, wünschen sich die meisten Fans der Schalker, dass Schubert auch nach Nübels Sperre im Tor bleibt.

Zwei Spiele gegen zwei Topmannschaften der Liga werden darüber entscheiden. Wie es danach weitergehe, wollte selbst der FC Schalke von seinem Profi wissen. Im Interview, das auf der Internetseite des Vereins veröffentlicht wurde, antwortete Schubert: "Schalke spielt gegen Hertha BSC."

Stand: 13.01.2020, 12:00

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