Marco Rose - in der Bundesliga begehrt

Marco Rose

Trainer von RB Salzburg

Marco Rose - in der Bundesliga begehrt

Von Marcus Bark

Wenn ein deutscher Bundesligist einen neuen Trainer sucht, fällt meistens der Name von Marco Rose. Aktuell wird er heiß als Nachfolger von Dieter Hecking bei Borussia Mönchengladbach gehandelt. Das Interesse scheint berechtigt, denn der Coach von RB Salzburg vereint wichtige Elemente des Fußballs.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) verschickte am Mittwoch (03.04.2019) eine Meldung mit einer Überschrift, die Fragen aufwarf. Das ist sehr selten, denn Nachrichtenagenturen informieren in ihren Titeln grundsätzlich nüchtern und klar. Etwa so: "Marco Rose bei Fußball-Bundesligisten sehr gefragt."

Nun meldete der sid jedoch: "Rose wird bei Weinfreunden in Deutschland immer beliebter." Es mag durchaus sein, dass Jörg Schmadtke und Jochen Schneider Weinfreunde sind, aber bekannt sind sie dafür nicht, schon gar nicht einer breiten Öffentlichkeit.

Es fehlte ein Akut

Der Text zur Überschrift klärte dann schnell auf, dass der sid - was ab und an vorkommt - einen PR-Text verbreitete, der in Sportressorts höchstens privates Interesse wecken dürfte. Es ging um den Rosé, also jenen Wein, der wie ein Weißwein hergestellt wird, allerdings mit roten Trauben.

Der Akut über dem "e" fehlte. Vor einem Jahr wäre das vermutlich auch ohne Text sofort klargeworden, doch inzwischen gibt es halt bei RB Salzburg diesen Marco Rose, der bei vielen Fußball-Bundesligisten gefragt sein soll oder es ist.

Hoffenheim, Wolfsburg, Schalke, Gladbach

Die TSG Hoffenheim etwa wurde als neuer Arbeitgeber gehandelt. "Rosen holt Rose" hätte die naheliegende Überschrift geheißen. Doch Alexander Rosen, Sportdirektor in Hoffenheim, präsentierte den Niederländer Alfred Schreuder als Nachfolger von Julian Nagelsmann.

Bleiben die erwähnten Manager Schmadtke, Eberl und Schneider. Sie eint der Umstand, dass sie für die kommende Saison einen Trainer suchen müssen. Schmadtke gab zu, dass Rose ein Kandidat beim VfL Wolfsburg sei. Jochen Schneider sagte bei seiner Vorstellung Anfang März, dass er sich für den FC Schalke einen Fußball vorstelle, wie er bei seinem vorherigen Verein RB Leipzig gespielt werde. Das nährte die Spekulationen, die es schon vorher gab, um ein Interesse der Gelsenkirchener an Rose.

"Weitreichende" und "gute" Gespräche - mit Rose?

Bliebe Eberl, der am Dienstag bekanntgegeben hatte, dass sich Borussia Mönchengladbach am Saisonende von Dieter Hecking trennen wird. Minuten später gab es erste Meldungen, nach denen Rose sein Nachfolger wird. Eberl bestätigte, dass es "weitreichende" und "gute" Gespräche gegeben habe. Aber eben nicht, mit wem.

Am Abend tauchte der Name von Rose dann nochmal in den Schlagzeilen auf. Er habe Wolfsburg abgesagt, hieß es in diversen Medienberichten.

Also Gladbach? Oder Schalke? Vielleicht bleibt er auch in Salzburg, immerhin ist der (angeblich mit einer Ausstiegsklausel versehene) Vertrag des gebürtigen Leipzigers dort noch bis 2020 gültig. Rose hat bislang nichts Erhellendes über seine Zukunft verlauten lassen.

Marco Rose im Steckbrief
geboren11. September 1976
Vereine als ProfifußballerVfB Leipzig
Hannover 96
1. FSV Mainz 05
Vereine als Trainer1. FC Lok Leipzig
RB Salzburg

Er zeigte allerdings in vielen Spielen mit Salzburg, ob als Jugendtrainer seit 2013 oder Chef der Profis ab 2017, warum er so begehrt ist. Roses Fußball vereint die wilden Elemente, ein aggressives und frühes Pressing über nahezu die gesamte Spielzeit, mit einem sehr ansehnlichen Ballbesitzspiel, das von der Positionierung der Spieler lebt. Salzburg schafft es oft, in der Nähe des Balles in Überzahl zu sein und bringt damit in europäischen Wettbewerben auch Gegner in Verlegenheit, die von der Qualität der Spieler her besser besetzt sind.

Es deutet vieles darauf hin, dass die Nachrichtenagenturen schon eine Meldung in ihrem System vorbereitet haben. Titel: "Marco Rose wird neuer Trainer bei XXX."

Stand: 03.04.2019, 13:00

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München3478
2.Bor. Dortmund3476
3.RB Leipzig3466
4.Bayer Leverkusen3458
5.Bor. M´gladbach3455
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16.VfB Stuttgart3428
17.Hannover 963421
18.1. FC Nürnberg3419
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