Jordan Beyer - Gladbachs Juwel aus dem eigenen Stall

Jordan Luis Beyer

18-Jähriger hat sich einen Stammplatz erkämpft

Jordan Beyer - Gladbachs Juwel aus dem eigenen Stall

Von Olaf Jansen

Ihn hatte vor der Saison keiner auf der Rechnung: Der erst 18-jährige Jordan Louis Beyer hat sich bei Borussia Mönchengladbach unverzichtbar gemacht.

Als Jordan Louis Beyer im Sommer sein Profidebüt für Borussia Mönchengladbach feierte, war das erstmal nur ein lockerer Aufgalopp: Mit 11:1 schlug die Borussia seinerzeit die braven Amateure des BSC Hastedt im DFB-Pokal - für den 18-jährigen Verteidiger Beyer war das keine große Herausforderung.

Die stellte sich dem Youngster allerdings wenig später dann in der Bundesliga - wo ihn so schnell eigentlich keiner erwartet hatte. Schließlich war Beyer in dieser Saison eigentlich bei den A-Junioren vorgesehen.

Chance in der Vorbereitung genutzt

Nun, einige Wochen später, ist alles anders im Leben des gebürtigen Niederrheiners. Fünf Bundesligaspiele hat er nunmehr auf dem "Buckel", im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund am Freitag (21.12.2018) wird sicher ein weiteres hinzukommen. Beyer wird die Aufgabe zufallen, in der Innenverteidigung die Kreise der Dortmunder Angriffsspitzen einzuengen - wie immer sie auch heißen mögen.

Beyer hat sich "festgespielt" bei der Borussia. Er, der in der Vorbereitung nur in den Kader rutschte, weil sich die beiden etatmäßigen Rechtsverteidiger Michael Lang und Nico Elvedi verletzt hatten. Der Youngster machte seine Sache von Beginn an derart gut, dass er innerhalb weniger Wochen zu einer mindestens gleichwertigen Alternative für die Arrivierten heranwuchs.

Flexibiliät als großes Plus

Beyers großes Plus ist seine unaufgeregte Spielweise und seine Flexibilität. Mit einem guten Antritt und sehr starker Übersicht ausgestattet, überzeugte er seinen Coach zunächst auf der Außenbahn. Das Erstaunliche: Auch als der junge Kerl in der Innenverteidigung ran musste, als sich dort nach Matthias Ginters Verletzung eine Lücke auftat, füllte er diese gleich wieder glänzend aus.

"Er macht einfach vieles richtig", sagt Coach Dieter Hecking über den Nachwuchsmann. Den ersten übrigens seit Mo Dahoud vor drei Jahren, der den direkten Sprung aus Borussias Nachwuchsschmiede zu den Profis geschafft hat.

Erstes Eigengewächs seit Mo Dahoud

Beyer ist dabei ein echtes Eigengewächs vom Niederrhein. In Kempen aufgewachsen, absolvierte er seine fußballerische Grundausbildung bei Fortuna Düsseldorf, ehe er 2015 als B-Jugendlicher zur Borussia wechselte.

Auch die Trainer des DFB haben den Kempener, der im Mai 18 Jahre alt wurde, auf dem Zettel. Von der U16 bis zur U19 hat er bereits 16 Länderspiele bestritten - wie einst in Borussias U19 vorwiegend als Innenverteidiger. Sein nächstes Ziel ist die U19-Europameisterschaft 2019. Als gestandener Bundesligaspieler dürfte er dafür gesetzt sein.

Stand: 20.12.2018, 18:33

Darstellung: