Leipzig rettet spät einen Punkt gegen Hoffenheim

Halstenberg und Kaderabek im Zweikampf

RB Leipzig - 1899 Hoffenheim 1:1

Leipzig rettet spät einen Punkt gegen Hoffenheim

Mit einem späten 1:1 (1:0) im Montagsspiel (25.02.2019) des 23. Spieltags hat RB Leipzig mit 1899 Hoffenheim einen möglichen Konkurrenten um einen Champions-League-Platz gerade noch auf Distanz gehalten.

Andrej Kramaric brachte die Gäste mit einem Abstauber in Führung (23. Minute). Leipzigs Kapitän Willi Orban drückte kurz vor Schluss den Ball zum 1:1 über die Linie (89.) und verhinderte damit die zweite Leipziger Heim-Niederlage. Mit 42 Punkten stehen die Sachsen weiter auf Rang vier. Hoffenheim hat als Achter nach wie vor acht Zähler Rückstand auf Leipzig.

Nagelsmann: "Hätten 3:0 führen müssen"

"Die erste Halbzeit ging klar an Hoffenheim, die zweite Halbzeit dagegen an uns. Wir haben dann besser Zugriff auf das Spiel bekommen und hätten meiner Meinung nach gewinnen können. Unter'm Strich geht das Remis in Ordnung", sagte Leipzigs Torschütze Orban. Von einem verdienten Remis sprach auch Gäste-Trainer Julian Nagelsmann, der in der kommenden Saison RB Leipzig trainiert. "In der ersten Halbzeit hätten wir 3:0 führen müssen. Beim Gegentor haben wir nicht intelligent verteidigt", so Nagelsmann.

In der Tat spielten die Hoffenheimer zu Beginn mit viel mehr Präsenz und zeigten sich von Nagelsmann hervorragend eingestellt. Gleich mit dem ersten guten Angriff gingen die Gäste folgerichtig in Führung. Florian Grillitsch setzte nach einem Ballgewinn auf rechts im Strafraum Joelinton in Szene. Dessen Schuss wehrte RB-Torwart Peter Gulacsi in die Mitte ab, wo Kramaric goldrichtig stand und zum 1:0 traf (23.).

RB Leipzigs Kevin Kampl: "Fünf Minuten länger und wir hätten das Spiel komplett gedreht"

Sportschau | 25.02.2019 | 02:19 Min.

Leipzig kommt spät in Fahrt

Gegen das defensiv gut organisierte und offensiv flexible Hoffenheim brauchte RB einige Zeit, sich zu finden. Nur zwei Torschüsse brachte das Team von Ralf Rangnick in der ersten Halbzeit zustande - Saisontiefstwert. Erst als Rangnick in der Defensive von Dreier- auf Vierekette umstellte, kamen die Gastgeber stärker auf.

In Durchgang zwei blieb Leipzig zunächst am Drücker. "Da haben wir es geschafft, aus dem Spiel ein richtiges Battle zu machen", stellte Rangnick fest. Wirkliche Torgefahr kam dabei aber erst einmal nicht heraus. Erst im Endspurt setzten die Gastgeber noch einmal zu. Der eingewechselte Jean-Kevin Augustin fand mit einer Hereingabe von links Marcel Halstenberg, der von halbrechts die Direktabnahme knapp am langen Eck vorbeisetzte (77.). Dann kam der Kapitän: Eine scharfe Halstenberg-Hereingabe von links drückte Orban mit langem Bein über die Linie (89.). "Hätte das Spiel noch ein paar Minuten länger gedauert, hätten wir es komplett gedreht", sagte Leipzigs Kevin Kampl vor dem Mikrofon des ARD-Hörfunks zum Schlussspurt der Gastgeber.

Leipzig jetzt nach Nürnberg

Hoffenheim baute seine Auswärtsserie auf neun ungeschlagene Spiele (vier Siege, fünf Remis) aus. Leipzig ist jetzt seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen.

Auf Leipzig wartet am 24. Spieltag die Auswärtspartie bei Schlusslicht 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr). Hoffenheim tritt parallel im direkten Duell mit einem Konkurrenten um einen Europacup-Platz bei der formstarken Eintracht Frankfurt an.

Thema in: Mittagsmagazin, Das Erste, Dienstag, 26.02.2019, ab 13 Uhr

red; sid; dpa | Stand: 25.02.2019, 22:21

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