SC Freiburg verdirbt Hertha BSC den Sonntag

Teaserbild Hertha BSC Berlin - SC Freiburg

Hertha BSC - SC Freiburg 1:1

SC Freiburg verdirbt Hertha BSC den Sonntag

Von Robin Tillenburg

Hertha BSC ist in der Bundesliga im Heimspiel am Sonntag (21.10.2018) nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den SC Freiburg hinausgekommen. Die Berliner verpassten damit den vierten Sieg im vierten Auftritt im eigenen Stadion.

Ondrej Duda (7. Minute) erzielte den Führungstreffer für die Hertha, Robin Koch (36.) gelang der Ausgleich. Die Berliner haben damit im Kampf um die Europapokal-Ränge durch das zweite Unentschieden in Serie etwas an Boden verloren. Freiburg hat nun drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Hertha-Trainer Pal Dardai hatte sein Abwehrzentrum notgedrungen umgebaut und setzte auf Fabian Lustenberger und den Niederländer Derrick Luckassen in der Startelf. Auch Christian Streich musste auf wichtige Spieler verzichten: Jerome Gondorf, Kapitän Mike Frantz und Florian Niederlechner waren verletzt, Nils Petersen saß nach überstandener Blessur zumindest wieder auf der Bank.

Duda wieder treffsicher

Die Partie hatte noch gar nicht so richtig angefangen, da lagen die wacher wirkenden Gastgeber bereits mit 1:0 in Führung: Per Skjelbred schickte Duda auf die linke Seite. Mit aller Zeit der Welt ausgestattet, schlenzte der den Ball unhaltbar direkt neben den langen Pfosten ins rechte Eck. Es war das sechste Saisontor des Slowaken. Die Zuordnung in der Freiburger Defensive stimmte in dieser Szene gar nicht.

Hertha verwaltet scheinbar souverän - doch dann kommt Koch

Überhaupt hatten die Breisgauer große Schwierigkeiten, in die Partie zu finden. Die Hertha ging aber nicht bedingungslos auf den zweiten Treffer. Ohne das ganz große Risiko agierte die Dardai-Elf kontrolliert und wartete auf Lücken in der Freiburger Defensive, die sich hin und wieder auf deren rechter Seite boten. Salomon Kalou (28.) und Duda (29.) zielten bei ihren Schussversuchen jedoch nicht genau genug.

Lustenberger: "Haben sehr viel investiert"

Sportschau | 21.10.2018 | 01:14 Min.

Mit der allerersten Gelegenheit kamen die Freiburger noch vor der Pause zum Ausgleich: Koch hielt aus der Distanz einfach mal drauf, Arne Maier fälschte noch etwas ab und machte den Ball so für seinen Torhüter Rune Jarstein unerreichbar (36.). Das Tor gab den Gästen Aufwind, die Streich-Schützlinge wirkten nun mutiger, die Hertha musste sich vorwerfen lassen, den Gegner ohne Not zurück in die Begegnung gebracht zu haben.

Mäßiges Niveau

Der zweite Durchgang gestaltete sich zunächst ziemlich ausgeglichen. Die Partie blieb spielerisch eher auf mäßigem Niveau, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, die aber erneut zu selten zielstrebig nach vorn gingen. Die beste Gelegenheit hatte Vedad Ibisevic, der seinen Kopfball nach einer Stunde nur Zentimeter neben das Freiburger Tor setzte (61.).

In der Schlussphase schoben die Berliner immer weiter nach vorn und erhöhten den Druck, Hochkaräter sprangen dabei aber nicht heraus. Freiburg konnte kaum einmal einen Entlastungsangriff fahren. Nach 83 Minuten hätte es dennoch beinahe 1:2 gestanden - Luca Waldschmidt scheiterte an dem blitzschnell abtauchenden Jarstein.

Umstrittene Elfmeter-Szene

Der größte Aufreger passierte in der 88. Minute, als der eingewechselte Palko Dardai im Strafraum der Freiburger gegen Manuel Gulde zu Boden ging und Schiedsrichter Benjamin Cortus zunächst auf Strafstoß entschied, das nach Konsultation des Videomaterials aber wieder zurücknahm. Es war eine wirklich knifflige Szene. Eine "klare Fehlentscheidung" lag aber wohl nicht unbedingt vor. Letztendlich war das Remis für die Freiburger somit etwas glücklich, die mit wenig Ballbesitz und nur zwei wirklichen Torchancen einen Punkt aus der Hauptstadt entführten.

"Ich glaube, wenn du die erste Halbzeit so dominant spielst, musst du deutlicher in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit war es ein Kampfspiel, beide Mannschaften wollen gewinnen. Uns haben die letzte Genauigkeit und der letzte Pass gefehlt, Rune hat uns dann bei der zweiten Freiburger Chance gut gerettet. Wir akzeptieren das Ergebnis und die Entscheidungen", meinte Hertha-Trainer Dardai nachher bei "Sky". "Für mich war das ein Elfmeter", sagte dagegen Torjäger Kalou. Freibugs Sportvorstand Jochen Saier dazu: "Ich glaube schon, dass es nicht zwingend Elfmeter war. Aber da hatten wir auch ein bisschen Glück in der Phase."

Freiburg empfängt schon am nächsten Freitag (26.10.2018) Borussia Mönchengladbach, die Hertha reist am Samstag zum Spitzenspiel zur anderen Borussia nach Dortmund.

Fußball · Bundesliga · 8. Spieltag 2018/2019

Sonntag, 21.10.2018 | 15.30 Uhr

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – Lazaro, Luckassen, Lustenberger, Plattenhardt – Skjelbred, Maier – Kalou (84. Palko Dardai), Duda, Dilrosun (62. Leckie) – Ibisevic (71. Selke)

1
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – R. Koch, Höfler – Terrazzino (46. Petersen), Haberer, Sallai (72. Okoroji) – L. Waldschmidt (90.+1 Lienhart)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Duda (7.)
  • 1:1 R. Koch (36.)

Strafen:

  • gelbe Karte Plattenhardt (2 )
  • gelbe Karte Duda (3 )

Zuschauer:

  • 53.716

Schiedsrichter:

  • Benjamin Cortus (Röthenbach (Pegnitz))

Vorkommnisse:

  • Rücknahme Foulelfmeter (Hertha) nach Videobeweis (88.).

Stand: Sonntag, 21.10.2018, 17:27 Uhr

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Tore 1 1
Schüsse aufs Tor 5 2
Ecken 8 3
Abseits 4 0
gewonnene Zweikämpfe 78 80
verlorene Zweikämpfe 80 78
gewonnene Zweikämpfe 49,37 % 50,63 %
Fouls 12 14
Ballkontakte 702 505
Ballbesitz 58,16 % 41,84 %
Laufdistanz 110,23 km 116,93 km
Sprints 199 237
Fehlpässe 64 69
Passquote 87,62 % 77,74 %
Flanken 10 8
Alter im Durchschnitt 26,5 Jahre 25,1 Jahre

Stand: 21.10.2018, 17:25

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund1127
2.Bor. M´gladbach1123
3.RB Leipzig1122
4.Eintr. Frankfurt1120
5.Bayern München1120
 ...  
15.1. FC Nürnberg1110
16.Hannover 96119
17.Fort. Düsseldorf118
18.VfB Stuttgart118
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