Hannover muss trotz Siegs gegen Freiburg in Liga zwei

Hendrik Weydandt (Hannover 96 26) ärgert sich über vergebene Torchance

Hannover 96 - SC Freiburg 3:0

Hannover muss trotz Siegs gegen Freiburg in Liga zwei

Hannover 96 hat gegen den SC Freiburg seine wohl beste Saisonleistung gezeigt und verdient mit 3:0 gewonnen. Trotzdem muss 96 den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

Waldemar Anton (39.), Ihlas Bebou (51.) und Walace (81.) trafen für Hannover. Weil der VfB Stuttgart aber im Parallelspiel gegen den VfL Wolfsburg gewann, ist der Relegationsplatz für Hannover außer Reichweite. Für 96 ist es der sechste Bundesliga-Abstieg. Die Fans feierten ihre Mannschaft nach dem Spiel dennoch lautstark.

"Das ist natürlich kein schöner Moment. Wir gewinnen 3:0 und machen ein richtig gutes Spiel. Die Atmosphäre war auch toll. Aber über diese Leistung kann sich keiner richtig freuen", sagte 96-Trainer Thomas Doll nach dem Spiel und fügte an: "Wir sind nicht heute abgestiegen."

Freiburg acht Spiele ohne Sieg

Der SC Freiburg ist durch die Niederlage nun bereits seit acht Spielen ohne Sieg. Der Klassenerhalt war jedoch schon seit dem vergangenen Spieltag sicher.

Trainer Christian Streich sagte nach der Partie: "Gratulation an Hannover zum Sieg. Sie waren uns heute in allen Belangen überlegen. Es tut mir leid, dass ich dabei sein muss, wenn eine andere Mannschaft absteigt."

"Wir hatten heute elf Spieler auf dem Platz, die kein Bundesliga-Niveau hatten", sagte Freiburgs Nils Petersen in der Sportschau. "Wenn man so auftritt, verliert man 3:0."

Bebou in der Startelf

Hannover zeigte von Beginn an, dass sie den Glauben an den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hatten. Das Spiel fand in der ersten Halbzeit fast ausschließlich in der Freiburger Hälfte statt. Hannover gewann mehr Zweikämpfe, hatte mehr Ballbesitz und kam öfter zum Abschluss. Gerade Bebou und Edgar Prib, beide nach langen Verletzungspausen zurück in der Startelf, bereiteten der Freiburger Defensive einige Probleme. Wirklich gefährliche Aktionen kamen dabei aber nicht heraus.

Esser: "Immer beschissen, wenn man absteigt"

Sportschau 11.05.2019 01:42 Min. ARD

So musste ein Standard für die Führung herhalten. Prib trat einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten, wo Anton am höchsten stieg und gegen die Laufrichtung von SC-Torwart Alexander Schwolow ins lange Eck traf (39.).

Maina bedient Bebou

Auch die zweite Hälfte begann Hannover engagiert und belohnte sich mit dem schnellen 2:0. Linton Maina ließ auf der linken Seite den gerade erst eingewechselten Roland Sallai aussteigen und spielte den Ball in die Mitte auf Bebou. Der Stürmer stand am Fünfmeterraum völlig frei und hatte keine Probleme, den Ball an Schwolow vorbeizuschieben.

In der Folge flachte das Spiel etwas ab. Freiburg bekam etwas mehr Ballbesitz, jedoch ohne damit etwas anfangen zu können. In der 81. Minute zeigte sich der Sportclub auch in der Defensive schläfrig. Niemand griff den 25 Meter vor dem Tor frei stehenden Walace an. Der Brasilianer konnte sich den Ball zurechtlegen und traf sehenswert zum 3:0-Endstand.

Hannover reist nach Düsseldorf

Die Hannoveraner fahren nun am kommenden Samstag zu ihrem vorerst letzten Bundesliga-Spiel zu Fortuna Düsseldorf. Der SC Freiburg empfängt zur gleichen Zeit den zweiten Absteiger, den 1. FC Nürnberg.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 33. Spieltag 2018/2019

Samstag, 11.05.2019 | 15.30 Uhr

Wappen Hannover 96

Hannover 96

M. Esser – Sorg, Anton, Ostrzolek – Schwegler (55. Walace) – Haraguchi, Bakalorz, Prib (86. Füllkrug), Maina – Bebou (79. Albornoz), Weydandt

3
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – P. Stenzel (46. Sallai), K. Schlotterbeck, Heintz, Günter – R. Koch, Höfler – Frantz, Grifo – Niederlechner (46. L. Waldschmidt), Petersen (76. Höler)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Anton (39.)
  • 2:0 Bebou (51.)
  • 3:0 Walace (81.)

Strafen:

  • gelbe Karte Heintz (4 )
  • gelbe Karte Sallai (3 )

Zuschauer:

  • 38.100

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand: Samstag, 11.05.2019, 17:21 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 11.05.2019, 17:23

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18.1. FC Nürnberg3419
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