Bundesliga - Trainersuche in vollem Gange

Oliver Glasner

Mindestens drei Klubs suchen einen Trainer

Bundesliga - Trainersuche in vollem Gange

In Schalke, Mönchengladbach und Wolfsburg suchen drei Bundesligisten einen neuen Trainer, zwei weitere wollen ihren aktuellen Coach offenbar ebenfalls loswerden. Die Gerüchteküche brodelt.

Am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga wird es vor dem Anpfiff Blumen geben, ganz viele Händedrücke, Schulterklopfer und bestimmt auch ganz viel Applaus von den Fans. Drei Trainer verlassen dann ihre aktuellen Klubs. Der VfL Wolfsburg trennt sich von Bruno Labbadia, Borussia Mönchengladbach sieht keine Zukunft mehr mit Dieter Hecking, und der FC Schalke schickt Huub Stevens zurück in den Aufsichtsrat.

Schmidt sagt Schalke ab

Einen Nachfolger hat noch kein Verein der Öffentlichkeit präsentiert. Deshalb schießen die Spekulationen ins Kraut, die Gerüchteküche brodelt. So schrieb die "Bild"-Zeitung am Donnerstag (04.04.2019), Schalke habe sich für Roger Schmidt als neuen Coach entschieden. Der 52-Jährige dementierte das aber prompt. "Ich habe hier in Peking Vertrag bis Ende des Jahres - und stehe gegenüber Mannschaft und Verein im Wort, den auch zu erfüllen", sagte Schmidt. Der frühere Coach von Bayer Leverkusen trainiert zurzeit den chinesischen Erstligisten Beijing Guoan.

Rose angeblich fix in Gladbach

Angeblich schon fix ist der Wechsel von Marco Rose zu Borussia Mönchengladbach. Der gebürtige Leipziger trainiert zurzeit RB Salzburg und soll Hecking beerben. Der 42-Jährige soll auch beim VfL Wolfsburg auf der Wunschliste gestanden, diesem aber schon abgesagt haben. Die "Wölfe" denken jetzt angeblich über den Portugiesen André Villas-Boas als Ersatz für den scheidenden Labbadia nach. Der wiederum könnte jetzt nach der Schmidt-Absage ein Kandidat beim FC Schalke werden. Die "Königsblauen" haben wohl auch ein Auge auf David Wagner geworfen, dem ehemaligen Trainer des Premier-League-Klubs Hudersfield Town.

Wechseln auch Hannover und Stuttgart den Coach?

Angeblich steigen bald auch Hannover 96 und der VfB Stuttgart in die Trainersuche ein. Schlusslicht Hannover plant nach dem sehr wahrscheinlichen Abstieg offenbar ohne Thomas Doll. Dort könnte Dieter Hecking Sportchef und Trainer in Personalunion werden. Der 54-Jährige trainierte den Klub schon von 2006 bis 2009. Er hat allerdings auch eine Wolfsburger Vergangenheit und kennt Geschäftsführer Jörg Schmadtke schon aus gemeinsamen Zeiten bei Alemannia Aachen. Hecking lebt zudem gut 100 Kilometer westlich von Wolfsburg in Bad Nenndorf.

Glasner und Seoane ein Thema

Und beim abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart soll der Österreicher Oliver Glasner nach der Saison Markus Weinzierl ersetzen. Glasner trainiert den Linzer ASK und wird auch in Wolfsburg gehandelt. Durch die Gazetten geistert auch der Name Gerardo Seoane. Der Schweizer trainiert die Young Boys Bern.

Etliche Trainer im Wartestand

Natürlich werden immer mal wieder die üblichen Verdächtigen gehandelt: Felix Magath, Thorsten Fink, Markus Gisdol oder Jens Keller sind auf dem Markt. Und natürlich auch Domenico Tedesco, der Stevens-Vorgänger beim FC Schalke. Zu haben sind auch Heiko Herrlich, André Breitenreiter, Alexander Zorniger, Martin Schmidt oder Tayfun Korkut.

Ihre Hausaufgaben längst gemacht haben zwei andere Klubs. RB Leipzig hat Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim verpflichtet, die wiederum haben Alfred Schreuder schon als dessen Nachfolger präsentiert.

red/vdv/sid/dpa | Stand: 04.04.2019, 11:39

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