"Unverschämt" - Hoeneß kontert Bobics Vorwürfe

Uli Hoeneß

Wechsel von Niko Kovac

"Unverschämt" - Hoeneß kontert Bobics Vorwürfe

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat die in Frankfurt erhobenen Vorwürfe gegen seinen Klub als "unverschämt" kritisiert.

Das Vorgehen sei entgegen der Anschuldigungen von Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic höchst professionell gewesen, sagte Hoeneß am Samstag (14.04.2018) beim TV-Sender "Sky". Die Bayern hätten Frankfurt die nötige Zeit einräumen wollen, einen Ersatz für Niko Kovac als Trainer zu finden. Man hätte auch bis zum Saisonende warten können - "dann hätten wir Ruhe gehabt und Frankfurt den Ärger".

"Den Vertrag mit der Klausel hat Bobic aufgesetzt"

Außerdem sagte Hoeneß: "Wir haben eine Klausel in Kovacs Vertrag ausgenutzt, um den Deal perfekt zu machen. Einen Vertrag, den Fredi Bobic aufgesetzt hat."

Fredi Bobic hatte am Freitag nach dem Bekanntwerden des Wechsels von Niko Kovac zu den Bayern gesagt, dass das Verhalten der Bayern "ärgerlich, unprofessionell und respektlos" gewesen sei.

Treffen mit Kovac? Per Zufall bei einem Geburtstag

Die Meldungen über ein Treffen zwischen Hoeneß und Kovac schon vor mehr als zwei Wochen seien nicht mit dem Wechsel in einen Zusammenhang zu bringen. Dieses Treffen habe sich rein zufällig bei einer Geburtstagsfeier seines wie Kovac aus Kroatien stammenden Fahrers zugetragen, sagte Hoeneß. "Bei dem Essen waren 60 Leute, Sie glauben doch wohl nicht, dass wir da Verhandlungen führen."

Die Tatsache, dass der Wechsel so früh bekannt wurde, sei nicht die Schuld des FC Bayern, sagte Hoeneß. Man habe nach Rücksprache Kovac selbst das Überbringen der Botschaft überlassen.

Salihamidzic: "Haben uns nichts vorzuwerfen"

Auch Bayern Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic verteidigte den Ablauf. "Ich kann natürlich die Enttäuschung von Fredi Bobic verstehen. Trotzdem war die Wortwahl vielleicht nicht die richtige", sagte Salihamidzic vor dem Münchner Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach ebenfalls bei "Sky".

"Wir hätten es denen ja auch Mitte Mai sagen können und deswegen finde ich, dass sich der FC Bayern total fair verhalten hat, weil Fredi Bobic und Bruno Hübner nun vier Wochen mehr Zeit haben, um sich nach einem neuen Trainer umzuschauen. Der FC Bayern hat sich überhaupt nichts vorzuwerfen."

Kovac selbst hatte am Freitag zum Ablauf gesagt: "Ich habe vor einer Woche gesagt: Es gibt keinen Kontakt zu Bayern München. Das hat sich gestern schlagartig geändert."

nch | Stand: 14.04.2018, 21:16

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