Nach Quarantäne für Teams: DFL will Hygienekonzept verschärfen

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Coronavirus im Profifußball

Nach Quarantäne für Teams: DFL will Hygienekonzept verschärfen

Von Chaled Nahar

Drei Teams aus der 2. Fußball-Bundesliga mussten zuletzt in Quarantäne, Hannover 96 ist nun wieder befreit. Trotzdem mussten Spiele verlegt werden - nun will die DFL das Corona-Hygienekonzept verschärfen.

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga erwägt nach Informationen der Sportschau, zusätzlich zu den derzeit zwei Tests pro Woche im Hygienekonzept weitere Testungen vorzuschreiben. Zuerst hatte "Bild" über die möglichen Maßnahmen berichtet.

Dabei soll ab 1. April auch generell an Trainingstagen oder vor Busreisen getestet werden. Nur an Tagen ohne Kontakte innerhalb der Mannschaften soll nicht getestet werden.

2. Liga: Bereits vier Spielverlegungen

Mit Hannover 96, Holstein Kiel und Jahn Regensburg mussten zuletzt drei komplette Teams der 2. Bundesliga nach Infektionen mit dem Coronavirus in Quarantäne. Bereits vier Spiele mussten verlegt werden.

Auch das ursprünglich für den 2. März angesetzte DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Regensburg und Werder Bremen musste auf den 7. April verlegt werden.

Falsches Testergebnis bei Hannovers Haraguchi

Am Freitagabend wurde dann bekannt, dass Hannover 96 darf ab sofort wieder den Trainings- und Spielbetrieb aufnehmen darf. Weil sich der Coronatest des japanischen Nationalspielers Genki Haraguchi als falsch positiv herausstellte, wurde die Quarantäne-Maßnahme für alle Spieler, das Trainerteam sowie einen Physiotherapeuten aufgehoben, teilten der Club und die Region Hannover mit.

"Nach intensiven Nachforschungen durch das Gesundheitsamt steht fest, dass der positive Corona-Testbefund bei 96-Profi Genki Haraguchi in der vergangenen Woche fehlerhaft war und damit keine Veranlassung mehr für eine Quarantäne besteht", heißt es in der Mitteilung. Bereits am Samstag soll die Mannschaft wieder trainieren. Haraguchi war vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aus Angst vor einer weiteren Verbreitung der offenbar besonders ansteckenden britischen Variante, die in Hannover und Umgebung sehr häufig nachgewiesen wurde, ordnete das Gesundheitsamt für alle 96-Profis mit Ausnahme der aktuell verletzten und nicht mit der Mannschaft trainierenden Timo Hübers und Franck Evina eine häusliche Isolation an.

Die Deutsche Fußball Liga setzte daraufhin die beiden Spiele gegen die Würzburger Kickers und bei Holstein Kiel ab. Sie sollen am 8. April (gegen Würzburg) und am 14. April (in Kiel) nachgeholt werden. Das nächste Zweitliga-Spiel des Tabellenachten ist erst nach der Länderspiel-Pause am Ostersonntag gegen den Hamburger SV angesetzt.

Virusvariante macht auch dem Fußball zu schaffen

Das Präsidium der DFL kann die Verschärfung vorbehaltlich einer Mitgliederversammlung beschließen. Dass die Versammlung bei diesem Thema später ablehnend votiert, gilt als unwahrscheinlich.

Probleme dürfte dem Profifußball in den kommenden Wochen die Ausbreitung der Virusvariante machen, die erstmals in Großbritannien festgestellt worden war. Die Mutation des Virus gilt als deutlich ansteckender. Ein Großteil der Ansteckungen in Deutschland geht mittlerweile auf diese Variante zurück - so auch in Regensburg.

Verlegte Spiele 2. Bundesliga
SpieltagBegegnungneuer Termin
25Heidenheim - Kiel6. April
25Hannover - Würzburg8. April
26Kiel - Hannover14. April
24Osnabrück - Regensburg14. April

Regensburgs Geschäftsführer Keller: "Sechs von acht Spielern haben die britische Mutante" Sportschau 04.03.2021 05:43 Min. Verfügbar bis 04.03.2022 Das Erste

Stand: 19.03.2021, 21:54

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