BVB - Favre bestätigt Abgang aus Nizza

Lucien Favre in Dortmund

BVB - Favre bestätigt Abgang aus Nizza

  • Lucien Favre sagt: "Ich verlasse Nizza und Frankreich."
  • Sein Wechsel zu Borussia Dortmund gilt als sicher.
  • Der BVB müsste wohl eine Ablöse an den OGC Nizza zahlen.

"Das war mein letztes Spiel für Nizza" sagte der 60-jährige Schweizer nach der 2:3-Niederlage gegen Olympique Lyon im abschließenden Saisonspiel der französischen Ligue 1 am Samstagabend (19.05.2018). "Ich werde Nizza und Frankreich verlassen. Mehr kann ich nicht sagen." Der französische Fußball-Erstligist bestätigte auch offiziell, dass Favre den Verein verlassen wird und wünschte Favre "viel Erfolg bei der neuen Herausforderung".

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Damit konkretisiert sich der Wechsel Favres zu Borussia Dortmund. Das Fachmagazin Kicker und die Schweizer Zeitung Blick berichten, Favre habe beim BVB bereits einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. Er konnte den französischen Club demnach dank einer Ausstiegsklausel verlassen. Angeblich muss der BVB aber eine Ablösesumme zahlen, Medien berichteten von drei Millionen Euro.

Favre soll bereits Einfluss nehmen

Die Einflussnahme Favres auf die Kaderplanung wurde bereits deutlich. Der sich abzeichnende Wechsel des Schweizer Nationalspielers Stephan Lichtsteiner zum BVB zerschlug sich. "Ich gehe nicht zum BVB. Wir haben uns nicht gefunden", sagte der 34 Jahre alte Rechtsverteidiger der Schweizer Zeitung Blick. Zuvor hatte der Kicker gemeldet, Lucien Favre habe sein Veto gegen eine Verpflichtung Lichtsteiners eingelegt.

Der Wechsel von Torhüter Marwin Hitz vom FC Augsburg zum BVB ist dagegen perfekt. Der Klub bestätigte den ablösefreien Transfer am Samstag. Demnach unterschrieb der 30 Jahre alte Schweizer einen Vertrag bis 2021. In Dortmund besetzt Hitz die nach dem Karriereende von Weltmeister Roman Weidenfeller freigewordene Position als Nummer zwei. Stammkeeper der Schwarzgelben ist Hitz' Schweizer Landsmann Roman Bürki.

Watzke: "Umbruch, keine Justierung"

Hans-Joachim Watzke (l.), Michael Zorc

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte zuvor angekündigt, dass es große Veränderungen in der Mannschaft geben werde. Der neue Trainer müsse das Team stabilisieren und ihr "die Freude am Job zurückgeben", sagte Watzke in der Rheinischen Post. Der BVB hatte die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beendet und es damit gerade noch in die Champions League geschafft. Peter Stöger, der die Mannschaft erst im Dezember von Peter Bosz übernommen hatte, verkündete anschließend sein Ende als Trainer der Dortmunder.

In der Mannschaft sei ein Führungsvakuum entstanden, sagte Watzke. "Uns fehlte ein Stück weit die Griffigkeit, es fehlten Typen wie Vidal und Alonso, auf die du als Gegner zuläufst und schon Angst hast." In einem anderen Interview mit schwatzgelb.de kündigte Watzke deutliche Veränderungen an, es werde keine Justierung, sondern einen Umbruch geben. "Jeder Spieler bekommt von uns eine ehrliche Einschätzung und eine klare Aussage, wie die Chancen stehen, wer ins Konzept passt und wer es schwer haben wird, Teil des Kaders zu sein." Man wolle aber Verträge respektieren und keine Trainingsgruppe II einrichten, sagte Watzke.

nch/dpa/sid | Stand: 20.05.2018, 11:03

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