BVB - Favre soll neuer Trainer werden

Lucien Favre in Dortmund

BVB - Favre soll neuer Trainer werden

  • BVB hat offenbar neuen Trainer gefunden.
  • Medien: Verpflichtung von Lucien Favre gilt als sicher.
  • Borussia Dortmund müsste Ablöse an OGC Nizza zahlen.

Nach einem Bericht des "Kicker" von Donnerstag (17.05.2018) gilt die Verpflichtung von Lucien Favre als neuer Trainer des BVB als sicher. Demnach haben sich die Verantwortlichen des Klubs auf einen Zweijahresvertrag bis 2020 mit dem 60-Jährigen geeinigt. Weil Favre noch einen bis 2019 gültigen Vertrag bei dem französischen Erstligisten OGC Nizza hat, muss der BVB eine Ablösesumme bezahlen - angeblich drei Millionen Euro.

Watzke: "Umbruch, keine Justierung"

Hans-Joachim Watzke (l.), Michael Zorc

Damit wäre die wichtigste Aufgabe des Sommers erledigt, wohl aber nicht die größte. Denn der BVB braucht auch in der Mannschaft ein neues Gesicht, wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview mit der Rheinischen Post feststellt. Der neue Trainer müsse das Team stabilisieren und ihr "die Freude am Job zurückgeben". Der BVB hatte die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beendet und es damit gerade noch in die Champions League geschafft. Peter Stöger, der die Mannschaft erst im Dezember von Peter Bosz übernommen hatte, verkündete anschließend sein Ende als Trainer der Dortmunder.

In der Mannschaft sei ein Führungsvakuum entstanden, sagte Watzke. "Uns fehlte ein Stück weit die Griffigkeit, es fehlten Typen wie Vidal und Alonso, auf die du als Gegner zuläufst und schon Angst hast." In einem anderen Interview mit schwatzgelb.de kündigte Watzke deutliche Veränderungen an, es werde keine Justierung, sondern einen Umbruch geben. "Jeder Spieler bekommt von uns eine ehrliche Einschätzung und eine klare Aussage, wie die Chancen stehen, wer ins Konzept passt und wer es schwer haben wird, Teil des Kaders zu sein." Man wolle Verträge respektieren und keine Trainingsgruppe II einrichten, sagte Watzke.

Favre soll bereits Einfluss nehmen

Zum neuen Trainer sagte der Geschäftsführer, dessen Name werde bekannt gegeben, "wenn der richtige Zeitpunkt gekommen" sei. Dieser könnte das Saisonende in Frankreich am Samstag (19.05.2018) sein. Dass es Favre sein soll, wird kaum noch in Zweifel gezogen. Im Gegenteil: Viel mehr gibt es schon jetzt Berichte über die Einflussnahme des früheren Gladbacher und Berliner Trainers auf die Kaderplanung.

Denn der sich abzeichnende Wechsel des Schweizer Nationalspielers Stephan Lichtsteiner zum BVB zerschlug sich. "Ich gehe nicht zum BVB. Wir haben uns nicht gefunden", sagte der 34 Jahre alte Rechtsverteidiger der Schweizer Zeitung "Blick". Zuvor hatte der Kicker gemeldet, Lucien Favre habe sein Veto gegen eine Verpflichtung Lichtsteiners eingelegt. Seine Arbeit hat also offenbar schon begonnen.

nch/dpa | Stand: 17.05.2018, 10:58

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