Caligiuri beruhigt die Nerven bei Schalke 04

Schalkes Daniel Caligiuri (2.v.l.) jubelt über seinen Treffer zum 2:1 mit seinem Teamkollegen Alessandro Schöpf

Schalke 04 - VfL Wolfsburg 2:1

Caligiuri beruhigt die Nerven bei Schalke 04

Nach der schlechtesten Hinrunde seit 20 Jahren hofft Schalke 04 auf eine große Aufholjagd. Gegen den VfL Wolfsburg wurde ein Anfang gemacht - dank Daniel Caligiuri.

Die Schalker bezwangen zum Rückrundenauftakt den VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:1). Ex-VfL-Profi Daniel Caligiuri per Doppelpack (8. Minute/Foulelfmeter und 78.) erzielte am Sonntag (20.01.2019) die Treffer für "Königsblau", Elvis Rexhbecaj (20.) glich für die "Wölfe" zwischenzeitlich aus. "Das ist eine riesige Erleichterung, vor allem, weil wir nach dem Ausgleich so zurückgekommen sind", sagte Matchwinner Caligiuri. Schalke rückte durch den Erfolg auf den zwölften Tabellenplatz vor. Nach fünf Siegen und einem Remis aus den sechs Ligaspielen zuvor ging die Erfolgsserie der Wolfsburger zu Ende.

Nübel statt Fährmann im Schalker Tor

Gesprächsstoff gab es schon vor dem Anpfiff. Schalkes Trainer Domenico Tedesco setzte Kapitän und Torwart Ralf Fährmann, der in der Hinrunde häufig unsicher wirkte und drei Gegentore verschuldete, auf die Bank. "Wir hatten das Gefühl, dass Ralle nicht frei im Kopf ist", sagte Tedesco. Die Maßnahme sei "eine Momentaufnahme" und "nichts Endgültiges". Für Fährmann kam U21-Nationaltorhüter Alexander Nübel. Der 22-Jährige führte sich beeindruckend ein, als er einen Kopfball von Admir Mehmedi (4.) aus zwei Metern mit einem Klasse-Reflex über die Latte lenkte und vom Anhang mit Sprechchören gefeiert wurde.

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Vier Minuten später durften die Schalker Fans wieder jubeln. Nachdem William im Strafraum Allessandro Schöpf auf den Fuß gestiegen war, gab es Elfmeter. VfL-Torhüter Koen Casteels ahnte zwar die Ecke, hatte aber gegen Caligiuris platziert geschossenen Ball keine Chance.

Elvis rockt den VfL

Die Wolfsburger beeindruckte das wenig. Nahtlos knüpften sie zunächst an die guten Leistungen der Hinrunde an, die auswärts die beste ihrer Vereinsgeschichte war. Nach Flanke von Renato Steffen setzte Mehmedi den Ball aus spitzem Winkel an den Pfosten. Den Abpraller staubte Elvis Rexhbecaj zum Ausgleich ab. Der Treffer zeigte Wirkung, Schalke verfiel in Schockstarre. Nübel verhinderte den Rückstand, als Yannick Gerhardt (27.) nach feinem Pass in die Abwehrschnittstelle frei vor ihm auftauchte, Schalkes Schlussmann aber erneut stark parierte.

In der Folge kontrollierten die Wolfsburger das Spiel. Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe die viel zu passiven Schalker wieder einmal gefährlich vors VfL-Tor kamen. Nach einem Freistoß von Caligiuri brachte Matija Nastasic frei vor Casteels den Ball aber aus fünf Metern nicht aufs Tor.

Rudy im Pech

Nach dem Seitenwechsel modifizierte Tedesco sein System: Benjamin Stambouli agierte als dritter Innenverteidiger, die Außen Caligiuri und Bastian Oczipka rückten weiter nach vorne. Und plötzlich lief's spielerisch und offensiv bei Schalke besser. Nach einer Flanke von Weston McKennie scheiterte Mark Uth (50.) mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am glänzend aufgelegten Casteels. Nach der folgenden Ecke setzte Sebastian Rudy die Kugel per Kopf an die Latte.

Caligiuri sorgt für Ekstase

Erst in der 66. Minute wurde Wolfsburg wieder einmal gefährlich. Nach einem riskanten Rückpass von Nastasic knöpfte Wout Weghorst im Schalker Strafraum Salif Sané den Ball ab, setzte die Kugel aber aus spitzem Winkel neben den langen Pfosten. Als die Partie zu verflachen schien, sorgte Caligiuri für Schalker Ekstase: Nach Zuspiel von McKennie schlenzte er die Kugel rechts im Strafraum ins lange Eck, Casteels war machtlos.

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Labbadia: "Haben den Gegner aufgebaut"

Wolfsburg tat unterm Strich zu wenig, um Schalke noch einmal richtig in Verlegenheit zu bringen. "In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner mit einfachen Ballverlusten aufgebaut. Es ist total schade, weil wir hier mehr Möglichkeiten hatten", ärgerte sich VfL-Trainer Bruno Labbadia. In der Nachspielzeit vergab der eingewechselte Haji Wright freistehend sogar noch das 3:1. Und so stand am Ende der geglückte Schalker Start in die Rückrunde, der den Traum von der Aufholjagd lebendig hält.

Schalke spielt zum Start des 19. Spieltags am Freitag (25.01.2019) um 20.30 Uhr bei Hertha BSC. Wolfsburg empfängt tags darauf um 15.30 Uhr Bayer Leverkusen.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 18. Spieltag 2018/2019

Sonntag, 20.01.2019 | 18.00 Uhr

Wappen FC Schalke 04

FC Schalke 04

Nübel – D. Caligiuri, Salif Sané, Nastasic, Oczipka – Rudy, Stambouli – Schöpf, McKennie (90.+1 Serdar), Uth (90. Wright) – Skrzybski (90.+3 Kutucu)

2
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold – Gerhardt (87. Malli), Rexhbecaj (72. Brekalo) – Steffen (84. Klaus), Mehmedi – Weghorst

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 D. Caligiuri (8./Foulelfmeter)
  • 1:1 Rexhbecaj (20.)
  • 2:1 D. Caligiuri (78.)

Strafen:

  • gelbe Karte McKennie (5 )

Zuschauer:

  • 58.827

Schiedsrichter:

  • Manuel Gräfe (Berlin)

Stand der Statistik: Sonntag, 20.01.2019, 19:57 Uhr

red | Stand: 20.01.2019, 21:07

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