Rheinisches Derby - für viele Akteure Neuland

Kölns Trainer Achim Beierlorzer

Rheinisches Derby - für viele Akteure Neuland

  • Für beide Trainer ist es das erste Derby
  • Auch viele Spieler erstmals dabei
  • Statistik spricht für die Borussia

Achim Beierlorzer ist waschechter Franke. Er stammt aus Erlangen und ist mit der rheinischen Mentalität erst seit kurzem vertraut. Seit dem Sommer ist der 51-Jährige Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, zuvor war er in Regensburg. Jetzt steht Beierlorzer vor seinem ersten rheinischen Derby. Am Samstag (14.09.2019, 15.30 Uhr) ist Borussia Mönchengladbach in Köln zu Gast.

"Vorfreude ganz, ganz groß"

Dass die Brisanz enorm und die Stimmung aufgeheizt ist, hat er aber schon mitbekommen. "Die Vorfreude ist ganz, ganz groß. Die Fans, die ganze Stadt - alle freuen sich darauf", sagt der Coach. Köln gegen Gladbach - das elektrisiert die Massen im Rheinland, für die Fans beider Lager sind die Derbys die wichtigsten Spiele der Saison. In dieser Spielzeit ist die Vorfreude besonders groß, denn im vergangenen Jahr mussten die Anhänger auf die Duelle verzichten. Der FC war in der zweiten Liga, so ist es das erste Derby seit Januar 2018.

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Statistik spricht für Gladbach

Vom Papier her ist die Borussia beim Aufsteiger Favorit. Vor allem die Statistik spricht für die "Fohlen". Von 88 Bundesliga-Duellen gewann Mönchengladbach 48, Köln nur 24. So sind die Gäste der erklärte Angstgegner der "Geißböcke". Überbewerten will Beierlorzer das alles nicht. "Wir dürfen das Derby nicht in den Himmel heben. Die Spieler wissen auch so, wie wichtig ein Derby-Sieg für unsere Fans ist", sagte Beierlorzer. Die Vorbereitung werde er daher "so gestalten wie vor jedem anderen Spiel auch".

Auch für die meisten Spieler ist das Derby Neuland. So für die Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw und Rafael Czichos, Mittelfeldmann Ellyes Skhiri oder die Stürmer Dominik Drexler und Kingsley Schindler -  alles Neuzugänge seit dem Abstieg 2018. "Ich freue mich riesig drauf. Ich habe schon viel darüber gehört, wie es da stimmungstechnisch abgeht und wie prestigeträchtig das für die Fans ist", sagt Czichos.

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Erstes Derby auch für Rose

Rund 45 Kilometer Luftlinie weiter sieht es nicht anders aus. Auch für den neuen Gladbach-Trainer Marco Rose ist es das erste Derby. Und auch für viele Spieler: Unter anderem für Verteidiger Stefan Lainer und das neue Sturm-Trio Marcus Thuram, Alassane Plea und Breel Embolo.

Doch bei der Borussia sorgen die "alten Hasen" für die nötige Stimmung. "Das Derby ist für mich nach wie vor eine ganz große Nummer und wird es auch immer bleiben. Und nach einer Saison ohne rheinisches Derby ist die Vorfreude nun natürlich noch größer als sonst", sagt Patrick Herrmann.

Vor dem Spiel in Köln hoffen alle, dass es ruhig bleibt. "Ich hoffe, dass es ein tolles Fußballspiel wird, und dass es gewaltfrei bleibt", sagt Beierlorzer.

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dpa/sid | Stand: 12.09.2019, 14:00

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