Tore ohne Ende - die Elf des Spieltages

Tore ohne Ende - die Elf des Spieltages

Die Elf des 24. Bundesliga-Spieltages ist gespickt mit Akteuren, die entweder selber trafen oder direkt an Torerfolgen ihres Teams beteiligt waren - der Torhüter natürlich ausgenommen.

Leipzigs Torwart Peter Gulacsi

Tor - Péter Gulácsi (RB Leipzig): Der Leipziger Schlussmann machte gegen Bayer Leverkusen eine ganz starke Partie. Schon nach fünf Minuten hielt er seine Mannschaft im Spiel, als er einen feinen Schlenzer von Kerem Demirbay mit einem Übergreifer sensationell noch zur Ecke lenkte. Gulácsi wirkte in jeder Szene hellwach und wehrte insgesamt fünf Torschüsse ab. Der Ungar war ein uneingeschränkt sicherer Rückhalt seines Teams und beim Gegentor machtlos.

Tor - Péter Gulácsi (RB Leipzig): Der Leipziger Schlussmann machte gegen Bayer Leverkusen eine ganz starke Partie. Schon nach fünf Minuten hielt er seine Mannschaft im Spiel, als er einen feinen Schlenzer von Kerem Demirbay mit einem Übergreifer sensationell noch zur Ecke lenkte. Gulácsi wirkte in jeder Szene hellwach und wehrte insgesamt fünf Torschüsse ab. Der Ungar war ein uneingeschränkt sicherer Rückhalt seines Teams und beim Gegentor machtlos.

Abwehr - Christopher Trimmel (Union Berlin): In dem wenig ansehnlichen Spiel gegen Wolfsburg waren die Standards des Rechtverteidigers mitentscheidend für den einen Punkt, den die "Eisernen" holten. Sowohl den Kopfballtreffer von Sebastian Andersson als auch den von Marvin Friedrich bereite er mit ruhenden Bällen perfekt vor. Damit hat er schon sechs Assists in dieser Saison gesammelt. Zudem war er mit 25 Sprints der zweitfleißigste Berliner in dieser Kategorie.

Abwehr - Philipp Lienhart (SC Freiburg): Als die Freiburger mit aller Macht auf den Ausgleich in Dortmund drängten, rettete Philipp Lienhart in höchster Not erst gegen Erling Haaland und stoppte dann auch noch Achraf Hakimi. Dass Freiburg in Dortmund verlor, lag sicher nicht an Lienhart. Er gewann knapp 67 Prozent seiner Zweikämpfe, hatte 70 Ballaktionen und kam auf eine Passquote von fast 97 Prozent. Für Lienhart war es das erste Spiel in Freiburgs Startelf im Jahr 2020 – gut möglich, dass er dort künftig wieder häufiger auftaucht.

Abwehr - Sebastiaan Bornauw (1. FC Köln): Als die Kölner Sebastiaan Bornauw im Sommer von Anderlecht holten, gab es viel Skepsis. Der Belgier spielte zunächst nicht fehlerfrei, manchmal flogen seine Pässe quer über den Platz. Heute ist er aus Kölns Startelf nicht wegzudenken. Wie wichtig Bornauw für das FC-Spiel ist, sah man auch gegen Schalke: Er traf per Kopf zur Führung, es war bereits sein fünfter Saisontreffer. Im Zweikampf ist er ohnehin geschickt und auch seine Pässe finden immer öfter ihr Ziel. Gegen Schalke brachte er 87 Prozent seiner Zuspiele an den Mitspieler.

Mittelfeld - Florian Kainz (1. FC Köln): Womöglich erlebt Florian Kainz die bis dato beste Zeit seiner Karriere. Gegen Schalke bereitete Kölns Flügelspieler zwei Treffer vor. Er war damit in den vergangenen drei Spielen an sechs Toren direkt beteiligt. Beinahe geht dabei unter, wie wichtig Kainz im Spiel gegen den Ball ist. Gegen Schalke sah man das besonders gut an seiner Zweikampfquote: 70 Prozent der Mann-gegen-Mann-Duelle entschied er für sich.

Mittelfeld - Julian Brandt (Borussia Dortmund): Die Geschichte des BVB-Erfolgs gegen Freiburg kann man nicht erzählen, ohne Julian Brandt zu loben. Am Siegtreffer von Jadon Sancho war Brandt entscheidend beteiligt, und auch sonst machte der Nationalspieler ein gutes Spiel. Er gewann 62,5 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 91 Prozent seiner Pässe an den Mann. Nach gut einer Stunde holte Trainer Lucien Favre Brandt vom Platz – Schonung war angesagt für 23-Jährigen.

Mittelfeld - Thomas Müller (FC Bayern): In der Nationalmannschaft unter Joachim Löw out, aus der Bayern-Elf unter Hansi Flick nicht mehr wegzudenken. Das unterstrich der 30-Jährige auch gegen die TSG Hoffenheim. Von der ersten Minute an präsentierte sich Müller extrem zielstrebig und bereitete schon in der zweiten Minute den Führungstreffer durch Serge Gnabry vor. Müller war zudem der erste Verteidiger im Bayern-Spiel und brachte immer wieder Unruhe in den Spielaufbau des Gegners. So eroberte er auch zu Beginn der zweiten Halbzeit direkt einen Ball am Hoffenheimer Strafraum, den er auf Coutinho zum zwischenzeitlichen 5:0 weiterleitete.

Mittelfeld - Philippe Coutinho (FC Bayern): Der Brasilianer rückte bei 1899 Hoffenheim für den verletzten Kingsley Coman in die Startelf und brauchte ein bisschen, um im Spiel anzukommen. Nach einer guten halben Stunde war er voll da. Coutinho schnappte sich den Ball im Strafraum und haute ihn kompromisslos in die obere rechte Ecke zum 4:0. Von da an zeigte er eine bärenstarke Leistung, die er mit seinem zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 5:0 krönte.

Angriff - Serge Gnabry (FC Bayern): Es läuft aktuell bei ihm. Gegen Hoffenheim erzielte Gnabry sein elftes Saisontor zum zwischenzeitlichen 1:0. Dazu kommen acht Assists. So viele Torbeteiligungen hatte Gnabry noch nie in einer Saison. Die TSG-Verteidiger bekamen ihn überhaupt nicht in den Griff. Immer wieder setzte er sich über seine Seite durch und brachte den Ball gefährlich vor das Tor. Der Sieg der Bayern hätte bei mehr Effektivität der Kollegen noch höher als 6:0 ausfallen können.

Angriff - Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): Der Kapitän der Gladbacher hat bislang keine leichte Saison. Angesichts der großen Konkurrenz vorne mit Alassane Pléa und Marcus Thuram fand er sich oft auf der Ersatzbank wieder. Mit seinem Doppelpack zuletzt beim 4:1 in Düsseldorf hatte er sich bei Trainer Marco Rose in Erinnerung gebracht - und legte jetzt in Augsburg einen Doppelpack nach. Dazu bereitete er beim 3:2-Sieg das dritte Tor durch Ramy Bensebaini perfekt vor. Wer Stindl nach zwei schweren Verletzungen schon abgeschrieben hatte, muss einen Fehler eingestehen.

Angriff - Robin Quaison (1. FSV Mainz 05): Der Schwede im Dress des FSV war eine gute halbe Stunde lang nicht zu sehen, dann schlug er gnadenlos zu. Quaison bekam den Ball an der Strafraumgrenze, ließ seinen Paderborner Gegenspieler aussteigen und zog mit rechts trocken ins kurze Eck ab. Es war bereits sein zwölftes Saisontor. Kurz danach legte er Karim Onisiwo mit einem "No-Look-Pass" das 2:0 mustergültig auf. Quaison könnte die Mainzer Lebensversicherung im Abstiegskampf sein.

Die Elf des 24. Spieltags von sportschau.de im Überblick:

Stand: 02.03.2020, 08:17 Uhr

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