Doppel-Bayern in der Elf des Spieltags

Doppel-Bayern in der Elf des Spieltags

Klar, mit Robert Lewandowski und Thomas Müller müssen die beiden Doppel-Torschützen der Bayern in der Elf des Spieltags auftauchen. Dort aber auch vertreten: Gonzalo Castro und Marc Oliver Kempf von Aufsteiger VfB Stuttgart.

Frederik Rönnow

Tor - Frederik Rönnow (FC Schalke 04): Zum ersten Mal in der Schalker Startelf, war Rönnow lange Zeit der starke Rückhalt, den eine verunsicherte Mannschaft braucht. Ob aus kurzer Distanz gegen Prömel oder einen strammen Schuss von Andrich, Schalkes Keeper war auf dem Posten und strahlte Sicherheit aus. Dass er ausgerechnet beim Gegentor den Schritt in die falsche Richtung machte, hatte zum Glück für Schalke nicht die nächste Niederlage zur Konsequenz. Und so war Rönnow (sechs Paraden) eindeutig ein Gewinner bei S04.

Tor - Frederik Rönnow (FC Schalke 04): Zum ersten Mal in der Schalker Startelf, war Rönnow lange Zeit der starke Rückhalt, den eine verunsicherte Mannschaft braucht. Ob aus kurzer Distanz gegen Prömel oder einen strammen Schuss von Andrich, Schalkes Keeper war auf dem Posten und strahlte Sicherheit aus. Dass er ausgerechnet beim Gegentor den Schritt in die falsche Richtung machte, hatte zum Glück für Schalke nicht die nächste Niederlage zur Konsequenz. Und so war Rönnow (sechs Paraden) eindeutig ein Gewinner bei S04.

Abwehr - Marc Oliver Kempf (VfB Stuttgart): Der Stuttgarter Abwehrmann setzte sich gleich zu Beginn der Partie gegen Hertha im Angriff in Szene, als er per Kopf die 1:0-Führung erzielte. In der Abwehr zeigte sich Kempf gewohnt sicher. Er gewann viele Zweikämpfe und Kopfballduelle, war durch seine Zweikampfstärke im Verbund mit Abwehrkollege Stenzel das Fundament in der Defensive der Schwaben. Dank seiner Schnelligkeit sicherte er auch solide gegen den gut aufspielenden Dodi Lukebakio ab, der nach der Halbzeit versuchte, das Blatt über Kempfs linke Abwehrseite zu drehen.

Abwehr - Thomas Delaney (Borussia Dortmund): Eigentlich ist Delaney nun wirklich kein Innenverteidiger. Aber nach der Verletzung von Piszczek kam der Däne für ihn in die Partie und stand hinten wie eine Mauer. Ein ums andere Mal klärte Delaney höchst souverän, nutzte sein gutes Stellungsspiel clever aus und baute mit seinen fußballerischen Qualitäten das Dortmunder Spiel auf. Bis kurz vor Ende gewann er überragende 90 Prozent seiner Zweikämpfe, nur ein unnötiges Foul trübte diese Statistik am Ende. Für die gebeutelte Abwehr ist Delaney eine echte Alternative.

Abwehr - Angelino (RB Leipzig): Der Spanier war beim 2:0 (1:0)-Sieg von RB Leipzig ein echter Aktivposten auf der linken Außenbahn, sorgte stets für Unruhe und interpretierte seine Rolle äußerst offensiv. So besorgte der gerade einmal 1,70 Meter große Flügelspieler auch per Kopf den Führungstreffer für RB. Schon gegen Schalke 04 hatte er ein Kopfballtor erzielt. Fünf Flanken schlug Angelino aus dem Spiel – die meisten aller Akteure.

Mittelfeld - Gonzalo Castro (VfB Stuttgart): Castro war ein wichtiger Ruhepol und Stabilisator im Stuttgarter Mittelfeld. Der Stuttgarter Kapitän spulte insgesamt 11,85 Kilometer ab und erzielte mit einem sehenswerten Weitschuss das wichtige 2:0, als der Druck der Hertha immer größer wurde. Brachte starke 77 Prozent seiner Pässe zu seinen Mitspielern und war präsent in den Zweikämpfen.

Mittelfeld - Thomas Müller (Bayern München): Müller war der dominierende Taktgeber im souveränen Spiel der Bayern. Auf der 10er-Position spulte er 11,5 Kilometer ab und war für die braven Bielefelder Defensivleute nie zu fassen. An beinahe jedem Münchner Angriff war Müller beteiligt (sechs von 16 Torschüssen) und traf dazu doppelt.

Mittelfeld - Ondrej Duda (1. FC Köln): Mit einem beherzten Schuss rettete Duda dem 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt den ersten Punkt der Saison. Der Slowake, der im Sommer von Hertha BSC an den Rhein wechselte, war Dreh- und Angelpunkt im Kölner Mittelfeld und veredelte das durch seinen Treffer zum 1:1. Fast hätte er sein Team sogar zum Sieg geschossen, doch seinen spektakulären Kopfball entschärfte Nationaltorwart Kevin Trapp ebenso grandios. Für Duda war es das erste Bundesliga-Tor seit 17 Monaten.

Mittelfeld - Felix Passlack (Borussia Dortmund): Der junge gelernte Außenverteidiger stand wegen der Rotation beim BVB dieses Mal auf der linken Seite in der Startelf und zeigte ein starkes Spiel. Er beackerte seine Räume fast unermüdlich, führte die meisten Duelle gegen den Mann (27) auf dem Feld. Davon gewann er über 60 Prozent. Dazu hatte er mit 80 Ballaktionen die meisten auf dem Platz. Ach ja: Mit 11,7 Kilometern zeigte er auch noch die beste Laufleistung. Eine Empfehlung für weitere Einsätze.

Angriff – Dani Olmo (RB Leipzig): Gegen den FC Augsburg spielte RB Leipzig wieder ohne einen klassischen Stürmer. Stattdessen bildeten Emil Forsberg, Christopher Nkunku und Olmo beim 2:0 (1:0)-Sieg die Offensivabteilung. Olmo glänzte nicht nur bei seiner ersten punktgenauen Vorlage zu Angelinos Kopfballtreffer mit einer feinen Einzelaktion, sondern bewies außerdem bei seinem zweiten Assist des Tages blitzschnelles Reaktionsvermögen: Mit einem Ballkontakt ließ er Marcel Halstenbergs Pass klatschen auf Yussuf Poulsen, der ein Volley-Traumtor erzielte.

Angriff - Robert Lewandowski (Bayern München): Eigentlich trat Lewandowski nicht so oft in Erscheinung, hatte lediglich 36 Ballkontakte. Aber immer, wenn es gefährlich wurde, war der Stürmer zur Stelle (an neun von 16 Torschüssen beteiligt) und dann eiskalt wie immer vor dem Tor. Zwei Treffer runden eine hochkonzentrierte, effektive Leistung von Europas Fußballer des Jahres ab.

Angriff - Yussuf Poulsen (RB Leipzig): Zwar saß der dänische Stürmer beim 2:0 (1:0)-Erfolg von RB Leipzig auch wegen der Belastung in der Länderspielpause erstmal 65 Minuten auf der Bank, sorgte nach seiner Einwechselung aber für ein absolutes Highlight des Spieltages: Poulsen ließ gleich mit seinem ersten Ballkontakt FCA-Torhüter Rafal Gikiewicz keine Chance und traf volley aus spitzem Winkel ins Netz. Der Angreifer hatte als Joker einen erheblichen Einfluss auf das Spiel und eröffnete auch seinen Kollegen in der Folge viele Räume in der Offensive.

Die Elf des 4. Spieltags:

Stand: 18.10.2020, 19:33 Uhr

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