Bundesliga: Die Sportschau-Elf des 20. Spieltages

Bundesliga: Die Sportschau-Elf des 20. Spieltages

Gleich drei Bayern-Besieger haben den Sprung in die sportschau.de-Elf des 20. Spieltages geschafft. An Augsburgs Knipser Alfred Finnbogason führt natürlich auch kein Weg vorbei.

Wolfburgs Torwart Koen Casteels spielt den Ball

Tor - Koen Casteels (VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger Schlussmann war gegen Hertha wenig gefordert - bis zur Schlussphase. Dann musste er gleich mehrmals ran. Erst entschärfte er einen Kopfball von Marko Grujic und den drauffolgenden Nachschuss von Vladimir Darida reaktionsschnell. In der letzten Minute war er dann aus kurzer Distanz gegen Davie Selke zur Stelle. Die Wolfsburger können sich also bei ihrem Schlussmann bedanken, dass sie den Platz in Berlin als Sieger verlassen haben.

Tor - Koen Casteels (VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger Schlussmann war gegen Hertha wenig gefordert - bis zur Schlussphase. Dann musste er gleich mehrmals ran. Erst entschärfte er einen Kopfball von Marko Grujic und den drauffolgenden Nachschuss von Vladimir Darida reaktionsschnell. In der letzten Minute war er dann aus kurzer Distanz gegen Davie Selke zur Stelle. Die Wolfsburger können sich also bei ihrem Schlussmann bedanken, dass sie den Platz in Berlin als Sieger verlassen haben.

Abwehr - Marcel Halstenberg (RB Leipzig): Fast genau vor einem Jahr hat sich Halstenberg das Kreuzband gerissen und damit vielleicht auch die WM-Teilnahme verpasst. Jetzt setzte sich der Leipziger mit der Aussage "Ich will zurück zu Löw" ordentlich selbst unter Druck - aber er lässt Taten folgen. Beim 3:0 in Hanover machte er richtig Dampf über die Außenbahn und übernahm auch vom Elfmeterpunkt aus erfolgreich Verantwortung.

Abwehr - Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf): Der 24-jährige Verteidiger legte rechts in der Düsseldorfer Dreierkette gegen Hoffenheim einen beachtlichen Auftritt hin. Er gewann 90 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte entscheidenden Anteil daran, dass TSG-Stürmer Andrej Kramaric - bis auf seinen Elfmeter - überhaupt nicht zur Geltung kam und bis zum Ende keinen (!) Zweikampf gewann. Ayhan schaltete sich zudem immer wieder ins Angriffsspiel der Fortunen ein und hätte mit etwas Glück fast sogar einen Treffer erzielt. Mit einem Sprint von 33,2 km/h war er zudem der flinkste Akteur seiner Mannschaft.

Abwehr - Willi Orban (RB Leipzig): So ein bisschen war manchmal zu befürchten, Orban würde den Weg der alten Leipziger Granden Daniel Frahn oder Dominik Kaiser gehen - und mangels Tempo bald nicht mehr mitkommen. In Hanover zeigte er, dass diese Gefahr aktuell nicht droht: 17 Zweikämpfe gewann der Innenverteidiger und erlebte mit seinen beiden Kopfballtreffern nach Standards eine Sternstunde. Dass ihn Coach Ralf Rangnick einen "Musterprofi" nannte, dürfte den Tag abgerundet haben.

Abwehr - Jérôme Roussillon (VfL Wolfsburg): Sechs Torschüsse verzeichnete der VfL Wolfsburg in der ersten Halbzeit gegen Hertha BSC. An vier von diesen war Außenverteidiger Roussillon beteiligt. In der Defensive wenig gefordert, schaltete sich der Franzose immer wieder ins Offensiv-Spiel ein und krönte seine Leistung dann mit der Vorlage auf Wout Weghorst, der den entscheidenden Treffer für den VfL erzielte. Dazu gewann Roussilon auch noch starke 83 Prozent seiner Zweikämpfe - ein echter Aktivposten.

Mittelfeld - Charles Aranguiz (Bayer 04 Leverkusen): König der Zweikämpfe bei Bayer (14 gewonnen), König der intensiven Läufe auf dem Feld (103): Der Chilene stopfte immer wieder die Löcher im zentralen Mittelfeld und war einer der Garanten dafür, dass sich die Bayern nach ihrer 1:0-Führung nicht mehr allzu oft durch die Leverkusener Reihen kombinieren konnten.

Mittelfeld - Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): Rode ist von Dortmund an seinen Ex-Klub Frankfurt ausgeliehen - aber in diesem Duell zeigte er den BVB-Verantwortlichen, dass er dort vielleicht zu Unrecht überhaupt keine Berücksichtigung mehr fand. Überragende Laufleistung mit knapp 13 Kilometern, 96 intensiven Läufen, dazu 14 gewonnenen Zweikämpfen und zahlreichen Balleroberungen - Rode trug maßgeblich dazu bei, dass Eintracht dem Spitzenreiter standhielt.

Mittelfeld - Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen): Keiner auf dem Feld lief mehr als er: 12,61 Kilometer spulte der Antreiber im Mittelfeld ab, setzte immer wieder spielerische Glanzpunkte und war maßgeblich an der Wende für Bayer gegen Bayern beteiligt. Eine Passquote von 92 Prozent war ein weiterer Beleg dafür, dass Brandt inzwischen auch gegen Topteams eine prägende Figur sein kann.

Angriff - Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach): Mit seinen schnellen Tempodribblings zog er oft mehrere Schalker auf sich und schaffte Räume für seine Mitspieler. In Durchgang zwei waren seine eigenen Aktionen dann auch von Erfolg gekrönt. Er provozierte die Rote Karte gegen Schalkes Alexander Nübel und legte beide Tore zum späten Sieg der Gladbacher auf. Zudem führte er mit 32 Zweikämpfen die meisten Duelle bei den Gladbachern und gewann davon starke 69 Prozent.

Angriff - Alfred Finnbogason (FC Augsburg): Der Isländer war bei Dauerschneefall der überragende Mann beim 3:0 des FC Augsburg gegen Mainz. Zwei Handelfmeter verwandelte er entsprechend den Witterungsverhältnissen eiskalt. Bei seinem letzten Treffer demonstrierte er auf dem schwierig zu bespielenden Platz all seine technischen Fähigkeiten, als er das Spielgerät überlegt mit dem Außenrist ins Netz beförderte. Es war bereits der vierte Bundesliga-Dreierpack des Isländers. Als er in der 76. Minute ausgewechselt wurde, wurde er von den FCA-Fans zu Recht gefeiert.

Angriff - Kevin Volland (Bayer Leverkusen): Kapitän Kevin Volland (in Abwesenheit von Lars Bender) gehörte gegen die Bayern zu den Antreibern: aktiv als Stürmer von der ersten Minute an, als Leader auf dem Platz (Rüffel an Bailey wegen zu langsamen Spiels, 48.), als Torschütze (63.). Dazu war er stets mittendrin, wenn es um intensiven Meinungsaustausch mit dem Gegner ging (Kimmich, 84.).

Die sportschau.de-Elf des 20. Spieltags

Stand: 04.02.2019, 09:37 Uhr

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