Hattrick in der Elf des Spieltages

Hattrick in der Elf des Spieltages

Ein Platz in der Elf des Spieltages ist aktuell für einen extrem formstarken Nationalspieler fest reserviert - die dritte Nominierung in Serie. Neben unserem "Hattricker" ist die Elf des 21. Spieltages eine bunt gemischte Tüte.

Tor - Jiri Pavlenka (Werder Bremen): Im Spiel gegen den FC Augsburg erwies sich Pavlenka wie immer als starker Rückhalt für seine Mannschaft. Der Bremer Torhüter avancierte schon vergangene Woche im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund zum Matchwinner und rettete auch gegen Augsburg einige Male in höchster Not – sowohl auf der Linie, als auch im Strafraum. Nach seiner Rettungstat gegen Alfred Finnbogason am Ende der ersten Halbzeit bekam der Tscheche Szenenapplaus vom Bremer Publikum.

Abwehr - Jérôme Roussillon (VfL Wolfsburg): Bei einem torreichen Unentschieden einen Abwehrmann zu nominieren, erscheint auf den ersten Blick seltsam. Doch bei genauerem Hinsehen muss man sagen, dass Roussillon erneut durchweg überzeugend agierte. Vorne zeigte er bei der ersten "Wölfe"-Führung seine Torjägerqualitäten, hinten hielt er seine Seite größtenteils sauber. 71 Prozent der Duelle Mann gegen Mann gingen an ihn.

Abwehr - Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): Der Österreicher war bester Mann auf dem Feld. Der Verteidiger wehrte in der ersten Halbzeit gleich dreimal mit großem Einsatz eine Leipziger Führung ab. War mit dafür verantwortlich, dass Timo Werner und Yussuf Poulsen Schwierigkeiten hatten, sich in Szene zu setzen.  Dabei wurde Hinteregger bei jedem Ballkontakt von den Leipziger Fans ausgepfiffen, weil er vor zwei Jahren einen Wechsel von Bruderklub Red Bull Salzburg nach Leipzig mit drastischen Worten verweigert hatte. Er antwortete auf dem Platz.

Abwehr - Ludwig Augustinsson (Werder Bremen): Der linke Verteidiger von Werder Bremen ist bei den Grün-Weißen für die Standardsituationen zuständig. Dadurch kommt er in der aktuellen Spielzeit schon auf vier Torvorlagen. Die gelang dem Schweden auch im Spiel gegen den FC Augsburg, als einer seiner brandgefährlichen Freistöße letztlich bei Johannes Eggestein landete, der eiskalt verwandelte. Gegen den FCA wurde es nach nahezu jeder Ecke und jedem Freistoß für Werder gefährlich – zudem musste Augsburgs Dong-Won Ji immer wieder ins Zentrum rücken, weil auf der linken Seite gegen Augstinsson kein Durchkommen war.

Mittelfeld - Dennis Geiger (1899 Hoffenheim): Der lange verletzte Youngster war in Halbzeit zwei Hoffenheims großer Stabilisator. Vor allem seine Ecken und Freistöße (Vorlage zum 3:3) brachten Gefahr. An über der Hälfte der TSG-Torschüsse (7 von 13) war Geiger in Durchgang zwei beteiligt und gewann in der Schlussphase viele wichtige Zweikämpfe. Ohne seine Einwechslung hätten die Kraichgauer das Spiel nicht gedreht.

Mittelfeld - Oliver Fink (Fortuna Düsseldorf): Der Routinier im Mittelfeld von Fortuna Düsseldorf ist eigentlich vor allem dafür bekannt, unauffällig, aber konsequent seine Arbeit zu verrichten. Das tat er auch gegen den VfB Stuttgart lange Zeit hervorragend: Fink lief Räume zu, schaltete sich offensiv immer wieder mit ein und dirigierte sein Mittelfeld. In der 49. Minute trat er aber kurzzeitig ins Rampenlicht - und wie: Bei einem Konter ließ der 36-Jährige seinen Gegenspieler Santiago Ascacibar ganz lässig ins Leere grätschen und schlenzte den Ball dann wunderbar zum 2:0 in den Winkel. Sein Tor bedeutete letztendlich die Vorentscheidung, die Stuttgarter erholten sich von diesem formschönen Rückschlag nicht mehr.

Mittelfeld - Vincenzo Grifo (SC Freiburg): Umtriebig, spielfreudig, oft kaum zu stoppen: Grifo bot alles in dieser Partie. Ein Tor selbst erzielt, eines per Standard vorbereitet. 12,5 Kilometer Laufleistung und eine Zweikampfqoute von 57 Prozent. Das sind die überzeugenden Werte des Mittelfeldspielers. Er half vor allem auch defensiv immer wieder aus - der Rückkehrer ist an alter Wirkungsstätte sofort wieder eine tragende Säule geworden.

Mittelfeld - Jadon Sancho (Borussia Dortmund): Der englische Teenie-Turbo spielte Hoffenheim 60 Minuten lang schwindelig. Im Dribbling war Sancho nicht zu halten und an allen BVB-Toren beteiligt. Das 1:0 erzielte er selbst, dem 2:0 ging sein Schuss voraus, das 3:0 leitete er per Hacke ein. Danach traf er noch den Pfosten. Zumindest bis dahin hatte wohl keiner über das Fehlen von Marco Reus nachgedacht. Erst in der Schlussphase verlor er wie seine Mitspieler etwas den Faden.

Mittelfeld - Nicolai Müller (Hannover 96): Sein Team hat den Ernst der Lage verstanden, sagte Müller im ARD-Hörfunk. "Jeder wusste, was für ein Spiel das heute war. Wir mussten gewinnen, um dranzubleiben." Und Müller ging dabei voran: Er zeigte zwar kein brillantes Spiel und lieferte zahlreiche ungefährliche Standards - dann schoss er aber zwei der wohl wichtigsten Tore seiner Mannschaft in dieser Saison. Sein Kopfball zum 1:0 im Kellerduell gegen das neue Schlusslicht 1. FC Nürnberg und sein Rechtsschuss zum 2:0 brachten wieder richtig Leben in Hannovers Abstiegskampf.

Angriff - Julian Brandt (Bayer Leverkusen): Zwei Tore und zwei Vorlagen vom Nationalspieler, der der überragende Mann für Leverkusen beim 5:1 in Mainz war. Fast jeder Angriff lief über ihn - eine herausragende Vorstellung vom 22-Jährigen, der dadurch zum dritten Mal hintereinander in unserer Elf des Spieltages steht. Hattrick!

Angriff - Davie Selke (Hertha BSC): Es war ein überragender Auftritt von Davie Selke beim souveränen Auswärtssieg seiner Hertha bei Borussia Mönchengladbach. Der Angreifer gehörte von Beginn an zu den Aktivposten im Berliner Spiel und war für Gladbachs Abwehr nur schwer zu bändigen. Mal rechts, mal links, mal im Zentrum – wo Selke auftauchte, kam Gefahr auf. Fast 800 Sprintmeter legte Selke zurück und war fast folgerichtig an den ersten beiden Treffern beteiligt. Dudas Tor zum 2:0 gehörte nach herausragender Einzelleistung zu 90 Prozent Selke. Eine Viertelstunde vor Schluss belohnte sich der Stürmer dann mit einem Kopfballtor – in seinem 100. Bundesligaspiel.

Die sportschau.de-Elf des 21. Spieltags

Stand: 11.02.2019, 08:34 Uhr

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