"Parlez-vous français?" - die Elf des Spieltags

"Parlez-vous français?" - die Elf des Spieltags

Gleich drei Franzosen haben sich in die Elf des 12. Spieltags gespielt. Ein weiterer Akteur in unserer Elf teilt mit ihnen zumindest die Muttersprache.

Robin Zentner pariert aus kürzester Distanz

Tor - Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): Er war der Fels in der Brandung für Mainz: Acht starke Paraden zeigte Torhüter Robin Zentner, am Ende gewann sein Team 5:1 in Hoffenheim - auch dank Zentner fingen sich die 05er nur ein Gegentor. Denn er entschärfte auch drei Flanken geschickt und brachte die Kraichgauer damit an den Rand des Wahnsinns.   

Tor - Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): Er war der Fels in der Brandung für Mainz: Acht starke Paraden zeigte Torhüter Robin Zentner, am Ende gewann sein Team 5:1 in Hoffenheim - auch dank Zentner fingen sich die 05er nur ein Gegentor. Denn er entschärfte auch drei Flanken geschickt und brachte die Kraichgauer damit an den Rand des Wahnsinns.   

Abwehr - Christopher Trimmel (Union Berlin): Überragende Vorstellung des Union-Kapitäns, der zwei Jobs auf einmal bewältigte. In der Defensive fing er zahlreiche Angriffe der Gladbacher ab, bevor es richtig gefährlich wurde - und das mit einer Bierruhe, als würde er schon ewig in der Bundesliga spielen. Dann fand Trimmel aber auch immer wieder Raum und Zeit, das Spiel nach vorn anzukurbeln: mit 63 Ballkontakten war er der fleißigste Berliner, dazu kamen mehr als zwölf Kilometer Laufleistung.

Abwehr - Benjamin Pavard (FC Bayern München): Ob Benjamin Pavard beim 1:0 der Bayern gegen Düsseldorf wirklich noch am Ball und somit der Torschütze war, ist nicht entscheidend für die Bewertung seines Spiels. Der Franzose agierte erneut auf der Rechtsverteidigerposition und war dort immer wieder ins Kombinationsspiel der Münchner eingebunden. Gemeinsam mit Serge Gnabry hielt Pavard die linke Defensivseite der Düsseldorfer dauerhaft auf Trab und war auch hinten der sicherste Akteur seines Teams.

Abwehr - Ozan Kabak (Schalke 04): Kabak wird als großes Abwehrtalent gepriesen. Den Nachweis dafür lieferte er gegen Werder eindrucksvoll. Der türkische Nationalspieler verteidigte gegen Bremens Rashica sehr wirkungsvoll. Räumte hinten sicher ab und stand defensiv stabil, er gewann fast zwei Drittel seiner Zweikämpfe. Dazu glänzte er mit guten Ideen im Spielaufbau, er war auch an der Führung beteiligt. Er brachte dazu mehr als 80 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mann.

Abwehr - Philipp Max (FC Augsburg): Ein Tor vorbereitet, eins erzielt - beide per Freistoß. Philipp Max ist die personifizierte Standard-Gefahr und sorgte mit seinen beiden Freistößen für das 1:0 und das 4:0 gegen Hertha BSC. Dass Max dazu auch defensiv überhaupt nichts anbrennen ließ und auch in den Schlussminuten noch im Vollsprint die Linie entlang fegte, rundete seine hervorragende Vorstellung ab.

Mittelfeld - Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): Der Mittelfeldmann war der Motor des Wolfsburger Spiels. Mit einer Zweikampfquote von mehr als 80 Prozent überzeugte er im starken Defensivverbund des VfL, auch als sein Team in Unterzahl geriet. Gleichzeitig war er auch in der Offensive immer wieder Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Nicht zuletzt bereitete Arnold den Führungstreffer der Wölfe gegen Frankfurt vor.

Mittelfeld - Pierre Kunde-Malong (1. FSV Mainz 05): Was für ein Tag für den Mainzer Mittelfeldspieler Kunde Malong, der das französisch sprechende Quartett in der Elf des Spieltags komplettiert. Gleich mit seinen ersten beiden Torschüssen erzielte der Kameruner seine beiden Treffer. Es waren zugleich seine ersten Bundesligatore. Mit 10,73 Kilometern zeigte Kunde Malong zudem eine starke Laufleistung, und mit seinen langgezogenen Sprints hatte er einen großen Anteil am spektakulären Sieg der Mainzer in Hoffenheim.

Mittelfeld - Moussa Diaby (Bayer Leverkusen): Bei seinem ersten Startelfeinsatz zeigte der Franzose, wie wertvoll er für Leverkusen werden kann. Von Beginn an brachte Diaby die rechte Abwehrseite der Freiburger mächtig ins Schwitzen. Viele Angriffe liefen über den im Sommer von Paris St. Germain verpflichteten Offensivmann. Kein Wunder, dass er auch den Ausgleich erzielte. Mit dem Rücken zum Tor hatte Diaby den Ball angenommen, sich um seinen Gegenspieler gedreht und dann aus 20 Metern unhaltbar mit links abgeschlossen. Der Franzose blieb auch in der zweiten Hälfte gefährlich, konnte seiner Mannschaft aber nicht mehr zum Sieg verhelfen.

Angriff - Thomas Müller (FC Bayern München): Wie schafft es Thomas Müller eigentlich fast immer da zu sein, wo es gefährlich wird? Oder ist es andersherum? Jedenfalls rechtfertigte der "Raumdeuter" seine erneute Startelfnominierung durch Trainer Hansi Flick. An der Entstehung aller vier Tore war Müller beteiligt - eine Spitzenleistung.

Angriff - Christopher Nkunku (RB Leipzig): Als Nkunku in der 76. Minute von Trainer Julian Nagelsmann vom Feld geholt wurde, gab es riesigen Applaus für den jungen Franzosen. Nkunku war erst aufgrund der Rückenprobleme von Yussuf Poulsen in die Startelf gerückt und rechtfertigte das Vertrauen des Trainers mit einer starken Vorstellung. Quirlig, laufstark, trickreich: Der 22-Jährige war ein ständiger Unruheherd in der Leipziger Offensive. Das 1:0 durch Werner bereitete er perfekt vor, den Elfmeter zum 2:0 holte er heraus. Einziger Schönheitsfehler: Nkunku schoss kein Tor an diesem Abend.

Angriff - Streli Mamba (SC Paderborn): Der Paderborner Stürmer machte vieles richtig an diesem Abend gegen Borussia Dortmund. Zweimal schob er die Kugel kaltschnäuzig an BVB-Torwart Roman Bürki vorbei ins Netz. Immer wenn sein Team konterte, war Mamba dabei und enteilte mit seiner Schnelligkeit den Dortmunder Verteidigern. Zudem gewann Mamba bärenstarke 73 Prozent seiner Zweikämpfe. Hätte der 25-Jährige seine einzige große Chance in der zweiten Hälfte auch noch zum 4:1 verwandelt, wäre er wohl der Matchwinner für sein Team geworden.

Die Elf des 12. Spieltags im Überblick

Stand: 25.11.2019, 05:00 Uhr

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