Zirkzees Blitz-Debüt in der Elf des Spieltages

Zirkzees Blitz-Debüt in der Elf des Spieltages

Ganze 104 Sekunden benötigte ein 18-jähriger No-Name-Stürmer des FC Bayern, um sich in die Elf des Tages zu spielen. Andere Akteure mussten für ihre Nominierung schon etwas länger auf dem Platz stehen.

Mark Flekken

Tor - Mark Flekken (SC Freiburg): Der Freiburger Schlussmann bot gegen den FC Bayern eine große Partie. Sechs Torschüsse wehrte er ab und brachte die Münchner phasenweise zur Verzweiflung, ob in Eins-gegen-eins-Situationen oder mit starken Reflexen. Darüber hinaus kurbelte er das Angriffsspiel des SC immer wieder mit weiten Abwürfen an. Hatte an allen drei Gegentreffern überhaupt keine Schuld.

Tor - Mark Flekken (SC Freiburg): Der Freiburger Schlussmann bot gegen den FC Bayern eine große Partie. Sechs Torschüsse wehrte er ab und brachte die Münchner phasenweise zur Verzweiflung, ob in Eins-gegen-eins-Situationen oder mit starken Reflexen. Darüber hinaus kurbelte er das Angriffsspiel des SC immer wieder mit weiten Abwürfen an. Hatte an allen drei Gegentreffern überhaupt keine Schuld.

Abwehr - Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim): Der Innenverteidiger der Hoffenheimer warf sich in jeden Zweikampf - und mehr als zwei Drittel beendete er auch als Sieger. Hübner entschärfte vor allem die Situationen, aus denen sich für Union Berlin gute Möglichkeiten hätten entwickeln können. So auch in der 67. Minute, als Hübner Ujah den Ball in letzter Sekunde vom Fuß grätschte. Der Kapitän marschierte voran und war in Sachen Einsatz Vorbild für sein Team. Gemeinsam mit Stefan Posch machte Hübner die in den vergangenen Spielen so anfällige Verteidigungszentrale dicht.  

Abwehr - Tin Jedvaj (FC Augsburg): Dass Fortuna-Goalgetter Rouwen Hennings kaum einen Stich machen konnte und die Düsseldorfer insgesamt sehr harmlos waren, lag auch an Jedvaj. In der Defensive räumte er alles ab. Gewann 77 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte genauso viele Zuspiele zum eigenen Mann. Belohnte sich mit einem sehenswerten Kopfballtreffer zum 2:0.

Abwehr - Ozan Kabak (Schalke 04): Der erst 19-jährige Schalker verteidigte nicht nur kompromisslos und mit viel Übersicht – aus der Defensive heraus beteiligte er sich auch am Spielaufbau seiner Mannschaft. Mit seinem Treffer zum 1:0 krönte der Innenverteidiger seine Leistung an diesem Tag.

Mittelfeld - Florian Kainz (1. FC Köln): 30 Minuten Spielzeit reichten Kainz, um der Partie einen anderen Dreh zu geben. Von da an war jeder Kölner Standard brandgefährlich und zwei davon führten auch zu den Siegtreffern. Dazu war Kainz präsent in den Zweikämpfen. Viel mehr kann man aus einem Einsatz als Einwechselspieler nicht rausholen.

Mittelfeld - Jean-Paul Boetius (Mainz 05): Das zentrale Mittelfeld gehörte an diesem Abend im Weserstadion Boetius. Der Niederländer war ununterbrochen unterwegs, spulte 12,39 Kilometer ab. Aber er hatte auch noch die Kraft, zwei Mainzer Treffer mit sehenswerten Pässen in die Tiefe vorzubereiten. Boetius bestimmte das Geschehen auf dem Platz - und lenkte die Mainzer zielsicher zum Sieg.

Mittelfeld - Philipp Max (FC Augsburg): Max war der Spieler des Spiels gegen Düsseldorf und an allen drei Toren direkt beteiligt. Das 1:0 und das 3:0 erzielte er selbst, beim 2:0 servierte er Jedvaj das Leder genau auf den Kopf. Der Augsburger ist momentan in einer unfassbaren Verfassung. Es war seine neunte Torbeteiligung in den jüngsten sechs Partien - sechs Treffer, drei Assists. Die Rufe nach einer Berufung für die Nationalmannschaft dürften mal wieder lauter werden.

Mittelfeld - Serge Gnabry (Bayern München): Der Angriffsspieler war quasi der Matchwinner der Bayern in Freiburg. Das vorentscheidende 2:1 leitete er ein, mit seinem 3:1 machte er den Sack zu. Gnabry kurbelte unermüdlich das Offensivspiel der Münchner an. Kein Wunder, dass er sechs Torschüsse abgab und damit so viele wie kein anderer Akteur auf dem Platz.

Angriff - Joshua Zirkzee (Bayern München): Dieser Tweet des FC Bayern nach dem 3:1 gegen Freiburg beschreibt es treffend: "Bundesliga-Debüt. Eine Minute auf dem Platz. Entscheidet das Spiel mit dem ersten Ballkontakt. Was für ein Abend für Joshua #Zirkzee!" Wer ihn noch nicht kennt: Zirkzee ist 18 Jahre jung, niederländischer U19-Nationalspieler, Mittelstürmer, seit Sommer 2017 in München. Und jetzt auch ein bisschen berühmt.

Angriff - Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): Stindl brauchte - fast wie die gesamte Gladbacher Mannschaft - annähernd 45 Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Kurz vor der Pause vergab er noch die Riesenchance zur Führung, legte dann aber 13 Sekunden nach Wiederanpfiff mit Übersicht für Pléa das 1:0 auf und verwandelte den Elfer extrem souverän. Dazu brachte er fast 80 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mitspieler.  

Angriff - Robin Quaison (Mainz 05): Das war ein Abend, von dem Stürmer träumen. Der Schwede traf in der ersten Hälfte gleich dreimal, besiegelte die Werder-Pleite fast im Alleingang. Mit fünf Torschüssen drei Treffer zu erzielen, gelingt nur äußerst selten und zeigt eine außerordentliche Effektivität. Dass Quaison in der gesamten Partie nur vier Zweikämpfe gewinnen musste und trotzdem so erfolgreich war, hatte allerdings mehr mit der außerordentlichen Schwäche der Bremer zu tun. Das dürfte dem 26-Jährigen aber herzlich egal sein.

Die Sportschau-Elf des 16. Spieltags im Überblick:

Stand: 19.12.2019, 08:30 Uhr

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