Königsblaue Power - die Elf des Spieltags

Königsblaue Power - die Elf des Spieltags

Schalke hat den bisherigen Tabellenführer RB Leipzig von der Spitze gestürzt. Der königsblaue Coup schlägt sich deutlich in der Elf des Tages nieder.

Pavao Pervan

Tor - Pavao Pervan (VfL Wolfsburg): Der Österreicher war beim Auswärtssieg des VfL in Mainz der große Rückhalt seiner Mannschaft. Insgesamt vier Torschüsse entschärfte er meisterlich, darunter einen rasanten Flugkopfball von Jean-Paul Boetius und einen Kopfball von Robin Quaison aus der Nahdistanz.

Tor - Pavao Pervan (VfL Wolfsburg): Der Österreicher war beim Auswärtssieg des VfL in Mainz der große Rückhalt seiner Mannschaft. Insgesamt vier Torschüsse entschärfte er meisterlich, darunter einen rasanten Flugkopfball von Jean-Paul Boetius und einen Kopfball von Robin Quaison aus der Nahdistanz.

Abwehr - Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach): Der Österreicher entwickelt sich immer mehr zu einer Säule in der "Fohlen"-Elf. Defensiv stabil präsentierte sich der Rechtsverteidiger auch offensiv spielfreudig mit gefährlichen Hereingaben. Lainer zog 32 Sprints an und damit die meisten in seinem Team. Bei besserer Chancenverwertung der Angreifer hätten es statt einer auch vier Torvorlagen werden können. Per Traumpass auf Marcus Thuram leitete er den Führungstreffer ein.

Abwehr - Salif Sané (Schalke 04): Er erhielt in Leipzig den Vorzug vor Matija Nastasic und zahlte Trainer David Wagner das Vertrauen zurück. Sané hatte mit guter Zweikampfquote (71 Prozent) und starkem Stellungsspiel großen Anteil daran, dass Leipzigs Sturmduo Yussuf Poulsen (kein Torschuss) und Timo Werner (zwei Torschüsse) abgemeldet war. Und dann war da ja auch noch Sanés Kopfball zum 1:0 – es war bereits sein zweiter Saisontreffer.

Abwehr - Marcel Tisserand (VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger Abwehrspieler war der Matchwinner in der Partie beim 1. FSV Mainz 05. Tisserand erzielte nicht nur das einzige Tor des Spiels, sondern stellte in der Schlussminute mit einer Abwehraktion auf der Linie auch sicher, dass sein Treffer zum Sieg reichte. Darüber hinaus erledigte er seine Defensivaufgaben fehlerfrei und war auch bei weiteren Offensivaktionen gefährlich. Stark auch seine Passquote von über 85 Prozent.

Mittelfeld - Vladimir Darida (Hertha BSC): Mit zwei Assists hatte Darida entscheidenden Anteil am Berliner Sieg in Köln. Der Tscheche wirkte phasenweise omnipräsent auf dem Platz, weil er alle in Grund und Boden lief. Auf seine abgespulten 13 Kilometer kam kein anderer Akteur.

Mittelfeld - Milot Rashica (Werder Bremen): Vier Ligaspiele lang hat der 23-Jährige Werder verletzungsbedingt gefehlt. Gegen Dortmund konnte Rashica dann wieder von Beginn an ran und zeigte gleich nach sieben Minuten seine Extraklasse: perfekte Ballannahme, satter Abschluss, Führungstreffer für Werder. Viermal schoß er aufs Tor, so oft wie keiner seiner Kollegen. Auch darüber hinaus war Rashica ein Aktivposten. In der 74. Minute ging er entkräftet vom Feld.

Mittelfeld - Amine Harit (Schalke 04): Der Spielgestalter bestätigte seine Topform und führte die Schalker zum überraschenden 3:1-Sieg bei RB Leipzig. Harit sprühte vor Spielfreude, bereitete drei Torschüsse vor (Schalker Bestwert), holte den Elfmeter zum 2:0 heraus und verwandelte diesen sicher. Außerdem bediente er Matondo vor dessen 3:0 genau im richtigen Moment. Starker Auftritt!

Mittelfeld - Philippe Coutinho (Bayern München): In kürzester Zeit hat sich der brasilianische Starzugang zum Dreh- und Angelpunkt des Münchner Spiels entwickelt. Auch beim SC Paderborn bestach Coutinho mit Traumpässen in Serie. Sein dritter führte zur Führung, das zweite Tor erzielte er selbst. Es war sein erster Bundesliga-Treffer aus dem Spiel heraus. Pech hatte er noch mit einem fein gezirkelten Ball auf die Latte. Auch seine starke Zweikampfquote von 79 Prozent spricht Bände über seinen Stellenwert im Bayern-Team. Oder um es mit Münchens Trainer Niko Kovac zu sagen: "Das sieht teilweise aus wie Tanzen mit dem Ball."

Angriff - Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach): Wie schon in der Vorwoche als Joker zeigte Thuram diesmal von Beginn an im Sturm ein hervorragendes Spiel. Der Neuzugang war gegen Hoffenheim stets anspielbar, zweikampfstark und traf die richtigen Entscheidungen. Das Führungstor legte er mit einer feinen Einzelleistung auf rechts klasse auf, beim 2:0 zog er willensstark in den Strafraum und schloss wuchtig ab. Dieser Neuzugang ist ein absoluter Gewinn für die Borussia.

Angriff - Vedad Ibisevic (Hertha BSC): Was für eine Show! 53 Sekunden nach seiner Einwechslung traf der Berliner Joker bei seinem ersten Ballkontakt erstmals gegen Köln, vier Minuten später mit dem dritten Ballkontakt zum zweiten Mal. Ibisevic war der Matchwinner der Hertha, und Köln ist mit Sicherheit sein Lieblingsgegner. In 15 Bundesligaspielen gegen den FC ließ er es insgesamt zwölfmal klingeln.

Angriff - Rabbi Matondo (Schalke 04): Trainer David Wagner zauberte den 19 Jahre jungen Winter-Zugang von Manchester Citys U23 in Leipzig aus dem Hut. Es war Matondos erster Startelf-Auftritt in dieser Saison. Der pfeilschnelle Waliser presste die Leipziger, wann immer möglich. Das tat er beeindruckend, gab dazu noch vier Torschüsse ab (Schalker Bestwert) und schloss beim 3:0 einen Konter eiskalt ab.

Die Elf des 6. Spieltags im Überblick:

Stand: 30.09.2019, 06:00 Uhr

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