Elf des Spieltags: Das Rheinland dominiert die Auswahl

Elf des Spieltags: Das Rheinland dominiert die Auswahl

Drei Kölner und zwei Mönchengladbacher - das Rheinland gibt diesmal den Ton an in der Elf des Spieltags. Ein Kölner schaffte es sogar bei seinem Bundesliga-Debüt in die Auswahl.

Robin Zentner gegen Hoffenheim

Tor - Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): Es war ein fast perfekter Tag für den Torhüter des 1. FSV Mainz 05. Der 26-Jährige vereitelte mit Hand, Fuß, Oberschenkel und auch mit dem Gesicht gleich mehrfach gute Einschussmöglichkeiten der Hoffenheimer. Er warf sich furchtlos den Gegenspielern entgegen und war nahezu unbesiegbar, wenn diese vor ihm direkt auftauchten. Nur gegen die Direktabnahme von Ilhas Bebou war er machtlos. In dieser Form ist er ein absoluter Leistungsträger seines Teams.

Tor - Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): Es war ein fast perfekter Tag für den Torhüter des 1. FSV Mainz 05. Der 26-Jährige vereitelte mit Hand, Fuß, Oberschenkel und auch mit dem Gesicht gleich mehrfach gute Einschussmöglichkeiten der Hoffenheimer. Er warf sich furchtlos den Gegenspielern entgegen und war nahezu unbesiegbar, wenn diese vor ihm direkt auftauchten. Nur gegen die Direktabnahme von Ilhas Bebou war er machtlos. In dieser Form ist er ein absoluter Leistungsträger seines Teams.

Abwehr - Oscar Wendt (Borussia Mönchengladbach): Der Schwede schoss das wichtige 2:1 für die Mönchengladbacher, das sie auf die Siegerstraße brachte. Besonderheit für Wendt: Erstmals in seiner langen Gladbacher Zeit - 285 Pflichtspiele für die Borussia - erzielte er in zwei aufeinanderfolgenden Spielen jeweils ein Tor. Defensiv agierte der routinierte Abwehrmann zudem fehlerlos.

Abwehr - John Anthony Brooks (VfL Wolfsburg): Der Abwehrchef der Wolfsburger organisierte sowohl das defensive als auch das offensive Spiel seiner Mannschaft. Kein Wolfsburger hatte mehr Ballkontakte, keiner hatte eine bessere Zweikampfquote. Eine Gesamtleistung, die selbst das unglückliche Eigentor verblassen lässt.

Abwehr - Sava-Arangel Cestic (1. FC Köln): Es war schon eine Überraschung, dass Kölns Trainer Markus Gisdol Sava-Arangel Cestic in seine Startelf für das Dortmund-Spiel berief. Cestic, 19, trainiert schon länger mit den Profis, gespielt hat er allerdings für die Regionalliga-Mannschaft. Gegen den BVB feierte Cestic sein Bundesliga-Debüt - und spielte gleich mal so, dass man ihn dort wohl noch öfter sehen wird. Stark im Zweikampf, sauber im Aufbauspiel und so unaufgeregt als hätte er nie etwas anderes getan.

Mittelfeld - Marius Wolf (1. FC Köln): Wolf ist ja ein Dortmunder, zumindest steht er beim BVB unter Vertrag. Dort hatte man zuletzt aber nur selten Verwendung für ihn, weshalb Wolf nun auf Leihbasis für Köln spielt. Sein bislang bestes Spiel machte er nun ausgerechnet gegen Dortmund: Beide Tore bereitete er vor, als er jeweils nach einer Ecke von Ondrej Duda mit dem Kopf zu Ellyes Skhiri verlängerte. Und auch sonst war Wolf kaum zu stoppen: Die rechte Seite beackerte er alleine, gewann viele Zweikämpfe und war da, wenn er gebraucht wurde.

Mittelfeld - Ellyes Skhiri (1. FC Köln): Eigentlich gehört das Toreschießen ja gar nicht unbedingt zu den Aufgaben des defensiven Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri. Doch gerade trifft und trifft und trifft er - die jüngsten drei Bundesligatreffer des 1. FC Köln hat er nun erzielt. Gegen den BVB war er zweimal erfolgreich und ermöglichte den Kölnern somit den ersten Sieg seit März. Eine erfolgreiche Bewerbung für die Elf des Spieltags.

Mittelfeld - Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach): Der Neu-Nationalspieler tritt schon seit Wochen in starker Verfassung auf - so auch diesmal wieder gegen Schalke. Neuhaus besorgte mit einem Distanzschuss die Gladbacher Führung, auch wenn er dabei etwas Glück hatte. Wie er den erneuten (und wichtigen!) Gladbacher Führungstreffer durch Wendt zum 2:1 vorbereitete, das war schon gehobene Fußballkunst.

Mittelfeld - Angelino (RB Leipzig): Der Spanier überragt auf Leipzigs linker Seite schon während der gesamten Hinrunde. Auch gegen Arminia Bielefeld zeigte sich Angelino wieder außerordentlich offensivfreudig. Sein Laufweg sowie der Abschluss zum Leipziger Führungstreffer waren klasse, doch der Mann auf links gab fünf weitere Torschüsse ab - Spitzenwert der Partie. Mit seiner aktiven Spielweise ist Angelino momentan für Leipzig unverzichtbar.

Angriff - Max Kruse (Union Berlin): Der Ex-Nationalspieler wird für Union Berlin immer wichtiger. Schon beim Elfmeter in der 6. Minute übernahm er Verantwortung und traf sicher. Und mit seinem  Traumtor zum 3:3 sicherte er den Berlinern einen Punkt. Doch nicht nur die Tore machen den 32-Jährigen so wertvoll. Kruse ist extrem ballsicher - 83 Prozent seiner Pässe kamen an - und er bereitet mit klugen Zuspielen viele Offensivaktionen seines Teams vor. Gegen die Eintracht gewann er zudem 80 Prozent seiner Zweikämpfe.

Angriff - André Silva (Eintracht Frankfurt): Frankfurts Angreifer schnürte einen Doppelpack gegen Union Berlin. Insgesamt sieben Mal hat er in dieser Saison schon für die Eintracht getroffen. Gegen die "Eisernen" machte es Silva zuerst mit dem Fuß, dann mit dem Kopf. Als sich die Frankfurter nach der katastrophalen Anfangsphase gefangen hatten, war er der gefährlichste Offensivmann der Eintracht. Seit dem Re-Start der Liga im Mai hat der Portugiese bereits 15 Mal getroffen.

Angriff - Wout Weghorst (Vfl Wolfsburg): Nicht nur wegen seines Doppelpacks war der Niederländer der gefährlichste Angreifer der Wolfsburger. Weghorst riss auch immer wieder geschickt Lücken in die Abwehr und verschaffte so seinen Mitspielern Raum für gute Abschlussmöglichkeiten. 

Die Elf des 9. Spieltags im Überblick

Stand: 30.11.2020, 08:00 Uhr

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