Doppeltorschützen satt in der Elf des Spieltags

Doppeltorschützen satt in der Elf des Spieltags

Dani Olmo hat's getan, Andrè Silva, Wout Weghorst und Davy Klaassen auch: Alle vier haben am 31. Spieltag zwei Treffer erzielt. Gründe genug, das Quartett für die Elf des Spieltags zu nominieren!

Hoffenheims Christoph Baumgartner (l) in Aktion gegen Leipzigs Torwart Peter Gulacsi

Tor - Peter Gulacsi (RB Leipzig):
Einmal mehr war Peter Gulacsi ein starker Rückhalt für RB Leipzig. Er hielt nicht nur in Hoffenheim bei Chancen der TSG (5., 39., 57.) seinen Kasten sauber. Er hatte auch Glück, dass eine Gelbe Karte in der Anfangsphase gegen ihn plus Elfmeter nach seinem Foul an Munas Dabbur wegen vorheriger Abseitsstellung des Hoffenheimers zurückgenommen wurde. Überragend: Mit seinen 75 Ballkontakten eine wichtige Station im Spielaufbau der Sachsen.

Tor - Peter Gulacsi (RB Leipzig):
Einmal mehr war Peter Gulacsi ein starker Rückhalt für RB Leipzig. Er hielt nicht nur in Hoffenheim bei Chancen der TSG (5., 39., 57.) seinen Kasten sauber. Er hatte auch Glück, dass eine Gelbe Karte in der Anfangsphase gegen ihn plus Elfmeter nach seinem Foul an Munas Dabbur wegen vorheriger Abseitsstellung des Hoffenheimers zurückgenommen wurde. Überragend: Mit seinen 75 Ballkontakten eine wichtige Station im Spielaufbau der Sachsen.

Abwehr - Nordi Mukiele (RB Leipzig):
Auf der rechten Außenbahn war Mukiele ein großer Aktivposten (77 Ballaktionen). Der Franzose ging keinem Zweikampf aus dem Weg (31) und schaltete sich immer wieder stark nach vorne ein, gab unter anderem eine Torvorlage.

Abwehr - Marvin Friedrich (Union Berlin):
Abwehrchef Marvin Friedrich brachte die Köpenicker mit seinem wuchtigen Kopfball gegen den 1. FC Köln auf die Siegerstraße. Es war sein zweiter Saisontreffer. Beide Male war er dabei mit dem Kopf nach Ecken von Christopher Trimmel erfolgreich. Hatte in der Verteidigung die Kölner Stürmer rund um Jhon Cordoba und Anthony Modeste zu jederzeit im Griff. Es lag mit an ihm, dass die Kölner Offensive gegen Union kaum einen Stich setzen konnte.

Abwehr – Mats Hummels (Borussia Dortmund):
Sie haben ihn auch geholt, um die Schwäche bei Standardsitutionen zu beheben. Es hat gewirkt, denn Borussia Dortmund kassiert nur noch ganz selten Tore nach Eckstößen oder Freistößen des Gegners. Auch in Düsseldorf klärte Mats Hummels mehrere Situationen. Nur sechs Prozent seiner Pässe (bei 109 Aktionen am Ball) kamen beim Gegner an, dabei spielte der Innenverteidiger auch gegen die Fortuna wieder ein paar Chipbälle hinter die letzte Kette des Gegners. Zum Ende des Spiels rückte Hummels mit nach vorne und verdeutlichte so seinen Kollegen, dass ein Unentschieden bei einem Abstiegskandidaten zu wenig ist für eine Mannschaft mit den Ansprüchen des BVB.

Mittelfeld - Leon Goretzka (FC Bayern): Lauf- und zweikampfstarker Auftritt des Bayern-Strategen, der unter Hansi Flick eine enorme Entwicklung genommen hat. Dass er nach der hohen Belastung der Münchener bis zuletzt sogar die Wege in die Spitze suchte, wurde mit dem späten Siegtreffer gegen Gladbach belohnt. Es war bereits das sechste Tor des Nationalspielers in der Rückrunde, nach der Vorrunde stand bei ihm noch die Null.

Mittelfeld - Christian Gentner (Union Berlin):
Gegen keinen anderen Verein spielt Christian Gentner in der Bundesliga so gerne wie gegen Köln. Mit Union Berlin baute er seine Tor-Serie auf sechs Treffer gegen die Rheinländer aus, außerdem hat er gegen Köln bisher noch keine Bundesliga-Partie verloren. Sein Abschluss zum zwischenzeitlichen 2:0 war technisch absolut sehenswert. Arbeitete intensiv und engagiert im defensiven Mittelfeld, nahm alle Zweikämpfe an und spulte 11,6 Kilometer ab.

Mittelfeld - Davy Klaassen (Werder Bremen):
Dass Werder nach langer Zeit endlich einmal wieder über einen Sieg jubeln konnte, lag auch und besonders an Davy Klaassen: Doppeltorschütze, Vorlagengeber, Anführer, immer anspielbar, Denker und Lenker. So einer ist unverzichtbar im Abstiegskampf.

Mittelfeld - Dani Olmo (RB Leipzig):
Der Doppelpack alleine war schon stark. Mit zwei technisch sauberen Abschlüssen zeigte Olmo in Hoffenheim seine Klasse. Aber der Spanier war auch immer dabei, wenn Leipzig das Spiel schnell machte. Kluge Pässe und technisch hochwertige Aktionen machen Olmo immer mehr zu einer zentralen Figur bei RB.

Mittelfeld: Vicenzo Grifo (SC Freiburg): Grifo zeigte eine engagierte Leistung und war an allen gefährlichen Freiburger Angriffen beteiligt. Seine Flanke zum Anschlusstreffer kam punktgenau, die Großchance von Lienhart im zweiten Durchgang bereitete er herausragend vor. Der italienische Nationalspieler zeigte oft, was er alles am Ball kann. Manchmal allerdings war er etwas zu verspielt – dennoch eine starke Partie des Mittelfeldspielers.

Angriff - André Silva (Eintracht Frankfurt):
Der Frankfurter Stürmer wurde bei Hertha BSC erst zum zweiten Durchgang eingewechselt und zeigte dann eindrucksvoll, dass sein Trainer Adi Hütter ein goldenes Händchen dabei bewiesen hatte. Silva erzielte beim 4:1 seiner Mannschaft zwei Treffer und bereitete einen weiteren vor. Herausragend war sein Tor zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der SGE. Nachdem sein Kollege Daichi Kamada drei Herthaner im Strafraum ausgespielt hatte, verwertete Silva dessen Zuspiel mit dem Rücken zum Tor per Hacke.

Angriff - Wout Weghorst (VfL Wolfsburg):
Die Saisontreffer 13 und 14 von Weghorst hatten den VfL schon mehr oder minder von Europa träumen lassen. Der Niederländer überzeugte mit seiner üblichen Spielweise. Viele gewonnene Kopfbälle, viel Laufbereitschaft, viel Einsatz. Er haute sich wirklich in jeden Zweikampf. Bezeichnend, dass er vor dem 2:0 ohne Rücksicht auf Verluste in den Kopfball ging und damit den Elfmeter, aber auch einen Cut im Gesicht provozierte. Er spielte weiter, verwandelte den Strafstoß sicher und ist beim VfL nicht wegzudenken.

Die Elf des 31. Spieltags:

Stand: 14.06.2020, 20:42 Uhr

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