Elf des Spieltages - die Stunde der Torjäger

Elf des Spieltages - die Stunde der Torjäger

Natürlich Robert Lewandowski, aber auch Erling Haaland und Bas Dost - die Torjäger der Liga haben ihrem Ruf wieder alle Ehre gemacht. Und auch auf anderen Positionen haben Spieler am 3. Spieltag der Bundesliga überzeugt.

Gregor Kobel mit einer Parade gegen Leverkusen

Tor - Gregor Kobel (VfB Stuttgart): Vier Millionen Euro hat sich Stuttgart vor der Saison die Verpflichtung des zuvor ausgeliehenen Kobel kosten lassen. Gegen Leverkusen zeigte der junge Schweizer, weshalb. Mit nahezu perfektem Stellungsspiel rettete er stark gegen Aranguiz aus kurzer Distanz, gegen einen Alario-Kopfball und gleich zwei Mal gegen freie Versuche von Diaby. Von sieben Schüssen auf sein Tor musste Kobel nur einen hereinlassen - und da war er machtlos.

Tor - Gregor Kobel (VfB Stuttgart): Vier Millionen Euro hat sich Stuttgart vor der Saison die Verpflichtung des zuvor ausgeliehenen Kobel kosten lassen. Gegen Leverkusen zeigte der junge Schweizer, weshalb. Mit nahezu perfektem Stellungsspiel rettete er stark gegen Aranguiz aus kurzer Distanz, gegen einen Alario-Kopfball und gleich zwei Mal gegen freie Versuche von Diaby. Von sieben Schüssen auf sein Tor musste Kobel nur einen hereinlassen - und da war er machtlos.

Abwehr - Stefan Lainer (Bor. Mönchengladbach): Er trifft selten - und noch seltener mit dem Kopf. Lainers Treffer nach Hofmanns Ecke war schon nach einer Viertelstunde die Vorentscheidung im Derby. Der Österreicher machte über die komplette Spieldauer als Verteidiger Dampf über die rechte Seite, ließ aber auch in der Rückwärtsbewegung kaum etwas zu.

Abwehr - Marvin Friedrich (Union Berlin): Der Union-Innenverteidiger lieferte gegen Mainz ein blitzsauberes Spiel ab. Wenn er in der Defensive gefordert war, löste er die Aufgabe souverän. 86 Prozent seiner Zweikämpfe konnte Friedrich für sich entscheiden. Auch seine Passquote war überragend (ebenfalls 86 Prozent). Und dann machte er vorne auch noch eine Bude. Bei einem Freistoß nahm er sieben, acht Meter Anlauf, sprang am höchsten und wuchtete den Ball ins Mainzer Tor.  

Abwehr - Marco Friedl (Werder Bremen): Starker Auftritt des Bremer Innenverteidigers. Friedl behielt bei den zahlreichen Hereingaben der Bielefelder stets die Übersicht und klärte resolut mit Kopf und Fuß. Bielefelds Stoßstürmer Fabian Klos hielt er zusammen mit Nebenmann Milos Veljkovic über 90 Minuten weitestgehend in Schach. Dazu leitete Friedl mit seinem präzisen langen Ball auf Jean-Manuel Mbom das Siegtor der Bremer ein. Mit 61 Ballbesitzphasen war der Österreicher darüber hinaus mit Abstand der Bremer mit den meisten Aktionen am Ball.

Abwehr - Angelino (RB Leipzig): Auf der linken Seite sorgte Angelino unaufhörlich für Torgefahr vor dem Schalker Kasten. Seine bärenstarke Leistung krönte er mit dem Tor zum zwischenzeitlichen 2:0, als er eine Flanken von Christopher Nkunku ins Tor köpfte. 

Mittelfeld - Jonas Hofmann (Bor. Mönchengladbach): Perfekte Woche für den Gladbacher Dauerläufer: Erst nominierte ihn Bundestrainer Joachim Löw erstmals für die Nationalmannschaft, dann leitete er den Sieg in Köln als rechter Außenbahnspieler mit den beiden Torvorbereitungen zum 1:0 und 2:0 maßgeblich mit ein. Auch in der Defensive und als Pressingspieler zeigte er eine Top-Leistung.

Mittelfeld - Dani Olmo (RB Leipzig): Leipzig spielte ohne nominellen Stürmer - Dani Olmo machte das im Verbund mit Emil Forsberg und Christopher Nkunku aber völlig vergessen. Das Trio erzeugte mit starkem Passspiel und wechselnden Positionen riesigen Druck auf Schalkes Defensive. Auch wenn Olmo an keinem der vier Leipziger Tore direkt beteiligt war, blieb sein Beitrag zur Offensivleistung des Teams riesig. Er leitete das 1:0 ein, beim Handelfmeter zum 4:0 war es sein Schuss, der zum Handspiel von Schalkes Matija Nastasic führte.

Mittelfeld - Giovanni Reyna (Borussia Dortmund): Nicht der hochgelobte Zugang Jude Bellingham war der überragende Akteur gegen den SC Freiburg, sondern Eigengewächs Reyna. Selbst in den ersten 30 Minuten, in denen Dortmund noch nicht zielstrebig genug spielte, stach Reyna heraus. Nach einer halben Stunde drehte er richtig auf: Erst legte er Erling Haaland die Führung auf, dann hätte er selbst treffen können. In Halbzeit zwei führte seine Ecke zum 2:0. Und auch das 3:0 ging von ihm aus, als er einen Fehlpass erlief, seinen Gegenspieler umkurvte und erneut Haaland auf die Reise schickte.

Angriff - Erling Haaland (Borussia Dortmund): Der Norweger ist eine wahre Angriffsmaschine! Mit seinem Doppelpack gegen den SC Freiburg kommt Haaland auf die traumhafte Quote von 17 Toren in 18 Spielen für den BVB. Doch nicht nur seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor beeindruckt, sondern auch, dass er bis Spielende hungrig bleibt und nie nachlässt. Selbst in der 93. Minute zog er gegen die Breisgauer noch einen Vollsprint für den Konter an und behielt bei seinem Querpass auf Torschütze Felix Passlack zudem noch die Übersicht. Wie sehr er bis zum Abpfiff brennt, belegt seine Laufleistung von 11,3 Kilometern – die beste beim BVB.

Angriff - Robert Lewandowski (FC Bayern): Was soll man über den Polen noch sagen was nicht längst gesagt wurde? Lewandowski war gegen Hertha mal wieder die Lebensversicherung der Bayern. Ob technisch anspruchsvoll aus der Drehung, mit starkem Riecher aus kurzer Distanz und per Nachschuss oder nervenstark per Elfmeter in der Nachspielzeit - vier Tore und die individuelle Klasse ihres Neuners bescherten den Münchnern den Sieg gegen tapfer kämpfende Berliner.

Angriff - Bas Dost (Eintracht Frankfurt): Dost ist zusammen mit Sturmkollege André Silva im Frankfurter Angriff gesetzt. Viel lief über den Niederländer bei den Angriffen der Eintracht. Legte Kamada die Kugel mustergültig beim Ausgleich auf und drückte das Leder nach den Zuspiel von Sturmpartner Silva zum Siegtreffer über die Linie. Damit schon fünf Tore in den jüngsten sieben Bundesliga-Spielen. Dazu saisonübergreifend in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen immer ein Scorer-Punkt. Gewann zudem starke 69 Prozent seiner Duelle. Bestwert der gesamten Partie. Dazu noch 83 Prozent Passquote. 

Die Elf des 3. Spieltags:

Stand: 04.10.2020, 20:09 Uhr

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