Zu Null - Die Elf des Spieltags

Zu Null - Die Elf des Spieltags

Neun der zehn Feldspieler in unserer Elf des Spieltages gewannen ihre Bundesligapartie zu Null. Der Torwart kassierte drei Treffer, war aber trotzdem herausragend.

Tor - Leopold Zingerle (SC Paderborn): Der Keeper des SC Paderborn glänzte mit tollen Reflexen, starken Paraden und viel Übersicht beim Stellungsspiel. Dank Zingerle durfte der SCP lange auf eine Überraschung in München hoffen. Bei den Gegentreffern war er chancenlos.

Abwehr - André Hoffmann (Fortuna Düsseldorf): Der Düsseldorfer Abwehrchef glänzte mit viel Übersicht und einer Zweikampfquote von 70 Prozent. Mit seinem ersten Tor seit sieben Jahren brachte er sein Team gegen den SC Freiburg zudem auf die Siegerstraße.

Abwehr - Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund): Am Ende, als der BVB in Bremen 2:0 gewonnen hatte, sagte der Blick auf die Statistik einiges aus über die Leistung von Dan-Axel Zagadou. Er war fast elf Kilometer gelaufen, hatte eine Passquote von knapp 94 Prozent und 114 Ballaktionen. Ach ja, den Führungstreffer hatte Zagadou auch noch erzielt. Man konnte dann auch leicht zu einer ähnlichen Einschätzung kommen wie Dortmunds Trainer Lucien Favre: "Er macht das momentan sehr, sehr gut."

Abwehr - Marcel Halstenberg (RB Leipzig): 100 Prozent gewonnene Zweikämpfe, dazu ein schönes Kopfballtor erzielt und mehr als zehn Kilometer gelaufen. Marcel Halstenberg lieferte gegen den FC Schalke 04 eine schnörkellose Glanzleistung ab.

Mittelfeld - Exequiel Palacios (Bayer Leverkusen): Was für brillante Zahlen für den Leverkusener Winter-Einkauf, der sich für weitere Einsätze in der Schaltzentrale nachdrücklich empfahl. Mit 23 Zweikämpfen gewann er mit Abstand die meisten auf dem Platz, er war mit 11,7 Kilometern der laufstärkste Leverkusener und mit 110 Ballkontakten auch die prägende Figur im Offensivbereich. Bockstarkes Debüt in der Bundesliga.

Mittelfeld - Elvis Rexhbecaj (1. FC Köln): Der Winter-Neuzugang wurde von Trainer Markus Gisdol beim 5:0-Spektakel gegen Hertha BSC spontan ins Aufgebot berufen, weil sich Kapitän Jonas Hector beim Aufwärmen verletzte. Bei seinem Startelfdebüt überzeugte der quirlige Sechser als Aktivposten, bereitete das zwischenzeitliche 4:0 durch Florian Kainz nach einer schnellen Umschaltsituation mustergültig vor und zeigte gemeinsam mit Ellyes Skhiri vor der Abwehr ein hervorragendes Stellungsspiel. Außerdem riss er 12,1 Kilometer an Laufleistung ab und brachte 83 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Mittelfeld - Christopher Nkunku (RB Leipzig): Der Franzose ist in den vergangenen Wochen endgültig im System von Julian Nagelsmann angekommen und liefert neben schön anzusehenden Highlights auch echte Effektivität. Gleich vier Torvorlagen steuerte Nkunku gegen Schalke 04 bei und hatte darüber hinaus noch viele weitere starke Szenen - insgesamt zehn Schüsse legte er auf, feuerte selbst vier ab. Eine herausragende Leistung.

Mittelfeld - Serge Gnabry (FC Bayern München): Der Außen-Angreifer bereitete mit wunderschönen Flanken nicht nur beide Treffer von Robert Lewandowski vor - er traf zudem selbst und sammelte so insgesamt drei Scorer-Punkte. Mit seinen schnellen Antritten und guten Pässen war er neben Stürmer Lewandowski der gefährlichste Spieler der Bayern gegen Paderborn.

Mittelfeld - Florian Kainz (1. FC Köln): Mit zwei Toren begünstigte Kainz den spektakulären 5:0-Sieg der Kölner in Berlin wesentlich. Erst wurde er von Stürmer Jhon Cordoba bedient, später dann von Elvis Rexhbecaj. Beide Chancen nutzte Kainz, der mit insgesamt fünf Torschüssen die meisten aller Spieler abgab, eiskalt.

Angriff - Jhon Cordoba (1. FC Köln): Es war ein goldener Tag für den Kölner Mittelstürmer. Cordoba traf gegen Hertha BSC erst zum 1:0 und besorgte wenig später per sehenswertem Flugkopfball auch den zweiten Kölner Treffer der Partie. Außerdem bewies er eine gute Übersicht und legte Florian Kainz das 3:0 auf. Insgesamt kam er auf sieben Torschussbeteiligungen und führte die meisten Zweikämpfe aller Akteure (30), von denen er 50 Prozent gewann. Hertha BSC bekam den physisch starken Kölner nie unter Kontrolle.

Angriff - Renato Steffen (VfL Wolfsburg): Der Flügelspieler überzeugte beim 4:0-Kantersieg über Mainz 05 als Aktivposten in der Offensive, der mit seinem Tempo (Spitzengeschwindigkeit: 33,1 km/h) stetig für Unruhe sorgte. Steffen erzielte gleich zwei Treffer selbst: Bei seinem ersten Tor bewies er gutes Gespür und verwertete die unfreiwillige Vorlage von Moussa Niakhaté per Kopf. Ein Ausrufezeichen setzte der Schweizer Nationalspieler außerdem bei seinem zweiten Treffer, bei dem er ein bärenstarkes Solo durch den Mainzer Strafraum vollendete.

Die Elf des Spieltags von sportschau.de im Überblick.

Stand: 24.02.2020, 22:30 Uhr

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