Elf des Spieltags - Leverkusen dominiert die Liga

Elf des Spieltags - Leverkusen dominiert die Liga

Vor allem die erste Leverkusener Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt gehörte zu den überzeugendsten 45 Minuten dieser Saison - das schlägt sich auch in der Elf des 32. Spieltags nieder.

Yann Sommer

Tor - Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): Sommer, immer wieder Sommer: Der Torhüter von Borussia Mönchengladbach demonstrierte in der Partie gegen 1899 Hoffenheim nachdrücklich, warum ihn der FC Barcelona laut spanischer Zeitung "Marca" als Ersatzkeeper verpflichten will. Der Schweizer Nationaltorhüter stand gegen die TSG unter Dauerbeschuss, wehrte dabei sechs von acht Torschüssen teilweise in sensationeller Manier ab. Es war ein überragender Auftritt, ohne den die "Fohlen" niemals das glückliche 2:2-Remis eingefahren hätten.

Tor - Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): Sommer, immer wieder Sommer: Der Torhüter von Borussia Mönchengladbach demonstrierte in der Partie gegen 1899 Hoffenheim nachdrücklich, warum ihn der FC Barcelona laut spanischer Zeitung "Marca" als Ersatzkeeper verpflichten will. Der Schweizer Nationaltorhüter stand gegen die TSG unter Dauerbeschuss, wehrte dabei sechs von acht Torschüssen teilweise in sensationeller Manier ab. Es war ein überragender Auftritt, ohne den die "Fohlen" niemals das glückliche 2:2-Remis eingefahren hätten.

Abwehr - Joshua Kimmich (Bayern München): Unermüdlich bearbeitete Kimmich die rechte Seite vorne wie hinten (12,1 Kilometer Laufleistung), wobei er defensiv fast nichts zu tun hatte. Also lieferte er vor allem nach vorne: 34 Sprints, sechs Flanken, darunter die zum 1:0, und mit 124 die mit Abstand meisten Ballkontakte machten ihn zu einem der Garanten des Bayern-Sieges.

Abwehr - Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): Zugegeben, es gab schon schwierigere Aufgaben für den Leverkusener Defensivmann als die gegen Eintracht Frankfurt. Zu schwach waren die Frankfurter Räume besetzt, zu unkreativ das Offensivspiel der Hessen. Trotzdem: Jonathan Tah war in einer herausragenden Leverkusener Elf der beste Abwehrspieler. Und ist obendrein einer der Garanten dafür, dass die Werkself nach einer lange nicht überzeugenden Saison nun doch beste Chancen hat, in die Champions League einzuziehen.

Abwehr - Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim): Kaderabek war gegen Borussia Mönchengladbach so viel unterwegs, dass er bei uns auf der linken Abwehrseite spielt, obwohl er eigentlich auf dem rechten Flügel zuhause ist. Der Tscheche hatte großen Anteil daran, dass die Offensive von Mönchengladbach über weite Strecken der Partie so gut wie nicht zum Zuge kam. 83 Prozent gewonnener Zweikämpfe sprechen da eine deutliche Sprache. Kaderabek verdichtete geschickt die Räume und setzte nach vorne immer wieder starke Akzente. Nicht von ungefähr brachte er mit einem wuchtigen Kopfballaufsetzer sein Team in Führung. Dass er die Hereingabe vor dem 1:1 unglücklich zu Torschütze Matthias Ginter abfälschte, war Künstlerpech.

Mittelfeld - Charles Aranguiz (Bayer Leverkusen): Besser geht kaum: Der Chilene war gegen Frankfurt Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, er eroberte und verteilte Bälle, und ganz nebenher erzielte er ein Tor selbst und bereitete zwei weitere vor. Die herausragende Leistung seiner Vorderleute war auch und vor allem sein Verdienst. Die Leverkusener sollten alles daran setzen, Aranguiz noch lange am Rhein zu halten.

Mittelfeld - Lukas Klostermann (RB Leipzig): Der Mittelfeldmann zeigte sowohl defensiv als auch offensiv eine ganz starke Leistung – insbesondere in der ersten Hälfte. Mit einem Doppelpack brachte er Leipzig in Führung, wobei er den ersten Treffer auch noch selbst durch eine Balleroberung einleitete.

Mittelfeld - Julian Brandt (Bayer Leverkusen): Genau wie sein Kollege Kai Havertz war er permanent in Bewegung, ungemein passsicher und mit einem enormen Zug zum Tor unterwegs. Das 2:0 erzielte Brandt selbst, und es war noch einiges mehr möglich für ihn. 28 Sprints und 70 intensive Läufe dokumentieren seinen Einsatz, es war eine Freude, dem angeblich von Dortmund umworbenen Nationalspieler zuzusehen.

Mittelfeld - Kai Havertz (Bayer Leverkusen): Schon nach gut einer Minute leitete dieser geniale Techniker das Eintracht-Desaster mit seinem Führungstor ein, glänzte dabei einmal mehr bei der Ball-An- und -mitnahme. Auch in der Folge an fast jedem Angriff beteiligt, am Ende hatte er 143 Ballkontakte, 95 Prozent seiner Pässe an den Mann gebracht, vier Torschüsse und 11,5 Kilometer Laufleistung: überragend.

Mittelfeld - Jean-Paul Boetius (1. FSV Mainz 05): Der Niederländer war die Schaltzentrale im Angriffsspiel der Mainzer und an fast jeder gefährlichen Szene vor dem Leipziger Tor beteiligt. Mit einem klugen Pass auf Jean-Philippe Mateta bereitete er am Ende auch den Ausgleichstreffer vor.

Angriff - Lucas Alario (Bayer Leverkusen): Atletico Madrid und weitere spanische Klubs sollen Interesse an Bayers argentinischem Stürmer haben - warum, sah man in der ersten Halbzeit der Partie gegen Eintracht Frankfurt. Alario traf doppelt - einmal per Kopf, einmal mit links - und reihte sich nahtlos in die überragende Leverkusener Offensive ein. Die spanischen Scouts dürften interessiert zugeschaut haben.

Angriff - Claudio Pizarro (Werder Bremen): "Ein neues Element kommt rein. Diese Präsenz ist einfach da, und das hilft uns weiter", sagt Werders Kapitän Max Kruse über den Peruaner. Der 40-Jährige wurde nach einer Stunde bei Werder eingewechselt - und belebte das Spiel emotional wie sportlich. Folgerichtig erzielte er den Ausgleich. Seine Erklärung klang später gewohnt nüchtern. "Ich versuche immer Tore zu machen gegen jeden Gegner".

Die Elf des 32. Spieltags im Überblick

Stand: 06.05.2019, 07:00 Uhr

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