Viel Offensivpower in der Elf des Spieltags

Viel Offensivpower in der Elf des Spieltags

Hertha BSC, der VfL Wolfsburg und - seit langem mal wieder - der FC Bayern prägen die Elf des Spieltags. Aber auch der SC Freiburg ist mit Offensivpower vertreten.

Torchance von Luka Jovic (Eintracht Frankfurt, Nr. 8), Rune Jarstein (l., Hertha BSC Berlin) pariert

Tor - Rune Jarstein (Hertha BSC): Hertha war von Beginn an wach und aufmerksam. Als Frankfurts Ante Rebic im Strafraum einmal frei zum Schuss kam, war Jarstein zur Stelle (26. Minute). Auch Jovic scheiterte in guter Position an Jarstein (52.), der so den Grundstein zum Sieg für die Berliner legte.

Tor - Rune Jarstein (Hertha BSC): Hertha war von Beginn an wach und aufmerksam. Als Frankfurts Ante Rebic im Strafraum einmal frei zum Schuss kam, war Jarstein zur Stelle (26. Minute). Auch Jovic scheiterte in guter Position an Jarstein (52.), der so den Grundstein zum Sieg für die Berliner legte.

Abwehr - Jérôme Roussillon (VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger Linksverteidiger machte gegen die TSG Hoffenheim viele Läufe und setzte so auch vorne viele Akzente. Unermüdlich schlug er Flanken in den Strafraum, die immer wieder für Gefahr sorgten. Aber auch defensiv zeigte Roussillon eine tadellose Leistung. So entwickelte Hoffenheim über Roussillons Seite kaum Gefahr. Bezeichnend, dass beide Hoffenheimer Tore von der rechten Seite eingeleitet wurden.

Abwehr - Jérôme Boateng (Bayern München): Der Nationalspieler kommt langsam zurück zu alter Form. Schon sein siebtes Spiel in Serie, allesamt über 90 Minuten. Wirkte sicher, abgeklärt und selbstverständlich. Verzog einmal, als er nach Ablage von Süle zum Torschuss kam.

Abwehr - Abdou Diallo (Borussia Dortmund): 77 Ballkontakte, aber nur drei Fehlpässe. Dazu auch bärenstark im Zweikampf, so dass die Schalker in der gesamten Partie so gut wie keine herausgespielte Torchance hatten: Diallo war bei den Dortmundern ein Fels in der Brandung.

Abwehr - Marco Friedl (Werder Bremen): Mit Düsseldorfs Dodi Lukebakio hatten schon einige Spieler in dieser Saison ihre Probleme - Friedl gehört nicht dazu. Der 20-Jährige hatte den unangenehmen und schnellen Stürmer richtig gut im Griff und lieferte eine blitzsaubere Leistung in Bremens Abwehrzentrum ab. Kaum Fehler im Spielaufbau, ein solides Stellungsspiel und ein rundum starkes Bundesligaspiel.

Mittelfeld - Arne Maier (Hertha BSC): Auch wenn Marko Grujic im Spiel gegen Eintracht Frankfurt der goldene Torschütze für Hertha BSC war, bester Mann auf dem Platz war sein Nebenmann im zentralen Mittelfeld – Arne Maier. Der 19-Jährige war nicht immer auffällig, leistete aber wichtige Arbeit gegen den Ball, fing Frankfurter Angriffe früh ab und war mit 75 Prozent gewonnener Zweikämpfe bester Herthaner in dieser Kategorie. Außerdem spielte keiner so viele Pässe (40) wie Maier. Dazu lief er über zehn Kilometer.  

Mittelfeld - Luca Waldschmidt (SC Freiburg): Als der SC Freiburg im Sommer fünf Millionen Euro zahlte, um Luca Waldschmidt aus dem hektischen Hamburg in den beschaulichen Breisgau zu locken, schaute mancher Fan zunächst skeptisch. Schließlich hatte Waldschmidt zwar den Ruf eines großen Talents, aber in 50 Bundesligaspielen auch erst zwei Tore erzielt. Jetzt, gut sechs Monate später, ist Waldschmidt der Mann der Stunde beim Sport-Club: An sieben der jüngsten zehn Tore war er direkt beteiligt, auch gegen Leipzig spielte er groß auf und traf zum vorentscheidenden 2:0. So schnell kann man seine Kritiker eines Besseren belehren.

Mittelfeld - Thomas Müller (Bayern München): Spielt meist stark, wenn er auf der Zehner-Position ran darf. Kann in die Spitze stoßen, aber auch mit den Außen kombinieren. Müller harmonierte toll mit Lewandowski und Gnabry. War immer gefährlich, riss Lücken und war an vielen Aktionen beteiligt. Spulte fast zwölf Kilometer ab.

Mittelfeld - Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim): Der Kroate war dank seines Treffers gegen den VfL Wolfsburg nun in vier Bundesligaspielen in Folge erfolgreich. Zudem leitete er den Führungstreffer von Ishak Belfodil ein. Kramaric hat gezeigt, wie wichtig er als Motor für das Hoffenheimer Angriffsspiel ist.

Angriff - Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg): Der bullige Stürmer der Wolfsburger trumpfte gegen Hoffenheim vor allem in der ersten Halbzeit auf – vor allem durch seinen Kampfgeist. So war er maßgeblich für den Treffer zum 1:1 verantwortlich, als er einen verloren geglaubten Ball noch von der Torauslinie kratzte und damit Hoffenheims Bicakcic zum Eigentor zwang. Das 2:1 erzielte er schließlich selbst und zeigte dort seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Angriff - Robert Lewandowski (Bayern München): Lewandowski traf zum 42. Mal in der Bundesliga mehr als einmal. Fünf seiner jüngsten sechs Tore in Pflichtspielen erzielte er mit dem Kopf. Insgesamt waren seine beiden Tore gegen Nürnberg seine Treffer 18 und 19 im 20. Einsatz in dieser Saison. Der Höchstwert in Europas Top 5-Ligen. Überragende Passquote von fast 90 Prozent. Wer behauptet, der Pole habe eine durchwachsene Saison?

Die Elf des Tages in der Übersicht.

Stand: 10.12.2018, 08:58 Uhr

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