"Notnägel" und Derbysieger - die Elf des Spieltags

"Notnägel" und Derbysieger - die Elf des Spieltags

In der Elf des vierten Spieltags finden sich gleich sieben Spieler, die am Wochenende Derbys oder zumindest "Regionen-Duelle" für sich entscheiden konnten. Außerdem dabei: Zwei Akteure, die sonst nicht so oft in der Bundesliga spielen.

Robin Zentner vom 1. FSV Mainz jubelt

Tor - Robin Zentner (FSV Mainz 05): Eigentlich hätte Robin Zentner im Spiel gegen Hertha BSC gar nicht im Mainzer Tor stehen sollen. Aber weil Florian Müller sich bei der U21-Nationalmannschaft verletzte, stand Zentner zwischen den Pfosten. Und der 24-Jährige hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Mainzer ihren ersten Saisonsieg feiern durften. Starke sieben Paraden zeigte Zentner. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Berliner Angriffswellen auf den Mainzer Kasten zurollten, rettete Zentner erst stark gegen Marko Grujic und dann auch gegen Ondrej Duda. Auch einen gefährlichen Freistoß von Marvin Plattenhardt parierte der Keeper stark.

Tor - Robin Zentner (FSV Mainz 05): Eigentlich hätte Robin Zentner im Spiel gegen Hertha BSC gar nicht im Mainzer Tor stehen sollen. Aber weil Florian Müller sich bei der U21-Nationalmannschaft verletzte, stand Zentner zwischen den Pfosten. Und der 24-Jährige hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Mainzer ihren ersten Saisonsieg feiern durften. Starke sieben Paraden zeigte Zentner. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Berliner Angriffswellen auf den Mainzer Kasten zurollten, rettete Zentner erst stark gegen Marko Grujic und dann auch gegen Ondrej Duda. Auch einen gefährlichen Freistoß von Marvin Plattenhardt parierte der Keeper stark.

Abwehr - Nordi Mukiele (RB Leipzig): Als Innenverteidiger lief Mukiele in der ersten Halbzeit mit dem ganzen Team nur hinterher, leitete bei einem Vorstoß auch das 0:1 ein. Als Trainer Julian Nagelsmann ihn dann in Halbzeit zwei auf rechts schickte, drehte der junge Franzose auf. Immer wieder sorgte er mit Vorstößen für Gefahr und Vorlagen, hatte auch einen starken Abschluss. Kein Leipziger war öfter am Ball (59), zog mehr Sprints (30) an oder schlug mehr Flanken (3) als er. Zudem war Serge Gnabry nach der Umstellung fast komplett wirkungslos – und wurde gegen Alphonso Davies ausgetauscht.

Abwehr - Christian Groß (Werder Bremen): Christian Groß lebt gerade einen Traum: Im Alter von 30 Jahren gab er sein Bundesligadebüt, weil in Bremen seit Saisonbeginn die Verteidiger verletzungsbedingt schwinden. Normalerweise ist er der erfahrene Haudegen bei Werders U23, jetzt ist er prägender Faktor der Bundesligamannschaft. Überzeugte in der Bremer Not-Defensive in der Innenverteidigung an der Seite von Not-Innenverteidiger Gebre Selassie. 83 Prozent Passquote, 86 Prozent gewonnene Zweikämpfe - es war auch sein Verdienst, dass Union zu so wenigen klaren Chancen kam.

Abwehr - Dominique Heintz (SC Freiburg): Heintz schien angesichts der starken Konkurrenz seinen Stammplatz in der Freiburger Defensive verloren zu haben. Im badischen Duell mit der TSG Hoffenheim setzte Trainer Christian Streich aber wieder auf den 26-Jährigen. Und der zahlte das nicht nur mit seiner schönen Torvorlage zum Führungstreffer zurück, sondern hielt auch den Laden defensiv zusammen - und seinen Körper hin: Ein Freistoß von Dennis Geiger erwischte den Freiburger mit voller Wucht, der sich aber nach kurzer Benommenheit wieder auf den Rasen schleppte und den Sieg nach Hause verteidigte.

Abwehr - Christian Günter (SC Freiburg): Christian Günter ist die ganz große Konstante im Freiburger Defensivspiel und mischt auf seiner linken Seite eigentlich jede Partie über die vollen 90 Minuten mit. Torvorlagen gelingen ihm dabei immer mal wieder, eigene Treffer aber so gut wie nie: Ganze zwei Bundesligatore standen in 170 Spielen auf seinem Konto. Standen. Denn gegen Hoffenheim traf Günter mit einem gar nicht so leichten Linksschuss nach starkem Antritt zum 1:0. Beim Stande von 2:0 wollte er dann nachlegen und zog erneut ab - der Schuss missglückte ihm komplett, landete aber bei Teamkollege Nils Petersen, der sich bedankte und die Partie entschied.

Mittelfeld - Thomas Delaney (Borussia Dortmund): Delaney agierte im NRW-Duell gegen Leverkusen zwar meist unterhalb des Wahrnehmungsradars, verdiente sich beim BVB aber trotzdem das Prädikat als wertvollster Spieler. Ob Laufdistanz (12,24 km), gewonnene Zweikämpfe (18), Ballbesitzphasen (62) oder angekommene Pässe (34) - in all diesen Kategorien lag der dänische Mittelfeldspieler ganz weit oder ganz vorne. Im Mittelfeld war an Delaney fast kein Vorbeikommen - ein maßgeblicher Faktor dafür, dass Leverkusen im Angriff nie richtig ins Rollen kam.

Mittelfeld - Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach): Denis Zakaria war vor der Saison als Achter eingeplant, half aber auf der Sechs aus, weil Christoph Kramer und Tobias Strobl ausfielen. Die beiden sind wieder fit - aber Zakaria ist aus der Zentrale nicht mehr wegzudenken. In Köln war der Schweizer erneut bester Borusse, lief 11,15 Kilometer, kurbelte vorne an, räumte hinten ab und war mit drei Torschüssen auch noch einer der Gefährlichsten auf dem Platz.

Mittelfeld - Amine Harit (FC Schalke 04): In der Vorsaison stand er wegen fortdauernder Disziplinlosigkeit noch auf dem Abstellgleis, aber Amine Harit hat die Kurve gekriegt. In Paderborn lieferte er ein Top-Spiel ab, nicht nur wegen seiner beiden Tore. Der Offensivmann gewann mit 22 Zweikämpfen die meisten, absolvierte 29 Sprints, 77 intensive Läufe und spielte in 90 Minuten nur drei Fehlpässe - brillant.

Angriff - Paco Alcácer (Borussia Dortmund): Seinen Wert für den BVB demonstrierte Alcácer nicht nur durch den wichtigen Führungstreffer - es war sein fünfter im vierten Saisonspiel. Vor dem 2:0 brachte der Spanier die Leverkusener Deckung durcheinander, als er Sanchos Pass für Reus durchließ, der dann zum vorentscheidenden 2:0 vollendete. Uneigennützig auf den ersten Blick, ziemlich abgezockt auf den zweiten.

Angriff - Florian Niederlechner (FC Augsburg): Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt sorgte er mit einem traumhaften Distanzschuss für die zwischenzeitliche 2:0-Führung. Niederlechner lief die Frankfurter Abwehr energisch an, riss über zwölf Kilometer ab. Doch auch hinten kämpfte der Angreifer gegen die Schlussoffensive, blockte zwei wichtige Bälle im Strafraum. Der 28-Jährige war maßgeblich beteiligt am ersten Augsburger Saisonsieg.

Angriff - Marco Reus (Borussia Dortmund): Marco Reus sorgte beim Sieg über Leverkusen nicht für die ganz großen Glanzlichter - dafür aber für gnadenlose Effektivität. Seine beiden Treffer waren eher leichtere Übungen, allerdings hatte der BVB-Kapitän sich auch jeweils perfekt in Position gelaufen. Reus war aber trotzdem enorm präsent - fast zwölf gelaufene Kilometer, eine beeindruckende Körpersprache und eben echte Torjäger-Qualitäten. Stark.

Die Elf des 4. Spieltags im Überblick

Stand: 16.09.2019, 08:30 Uhr

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