Drei Fortunen stürmen die Elf des Spieltags

Drei Fortunen stürmen die Elf des Spieltags

Der erste Verein, der in dieser Bundesliga-Saison Borussia Dortmund besiegt hat, ist Fortuna Düsseldorf. Logisch, dass sportschau.de diesen Coup in der Elf des 16. Spieltags würdigt. Auch die beiden Doppelpacker aus dem Rhein-Main-Derby sind natürlich dabei.

Gladbachs Torwart Yann Sommer faustet den Ball aus der Gefahrenzone

Tor - Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): Der Gladbacher Keeper musste beim 2:0 gegen Nürnberg nun wirklich nicht allzuviel halten. Aber allein wie er beim Stand von 0:0 nach fünf Minuten gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Adam Zrelak noch zur Ecke klärte, war überragend. Auch sonst war der Schweizer souverän in der Strafraumbeherrschung und im Aufbau oft der elfte Feldspieler.

Tor - Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): Der Gladbacher Keeper musste beim 2:0 gegen Nürnberg nun wirklich nicht allzuviel halten. Aber allein wie er beim Stand von 0:0 nach fünf Minuten gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Adam Zrelak noch zur Ecke klärte, war überragend. Auch sonst war der Schweizer souverän in der Strafraumbeherrschung und im Aufbau oft der elfte Feldspieler.

Abwehr - Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen): Der Rechtsverteidiger schoss beim 1:1 gegen Hoffenheim insgesamt viermal auf das Tor und besorgte den Ausgleich für Werder. Aber er überzeugte auch defensiv. Oft hatte er den sonst so antrittsstarken Nico Schulz unter Kontrolle. Mit knapp zwölf Kilometern Laufleistung und den meisten geführten Zweikämpfen aller Bremer (30) bestach er auch in anderen Statistiken.

Abwehr - Jordan Louis Beyer (Borussia Mönchengladbach): Der gerade mal 18-Jährige durfte wegen der Verletzungen von Matthias Ginter und Tony Jantschke ran - und machte es hervorragend. Wie schon in Hoffenheim half er auch gegen Nürnberg mit einer konzentrierten Vorstellung und sauberem Passspiel, die Null zu halten. Dazu war er mit 106 Ballkontakten (Bestwert auf dem Platz) immer anspielbereit.

Abwehr - Aleksandar Dragovic (Bayer 04 Leverkusen): Der Verteidiger war einer der wenigen Bayer-Spieler, die überzeugten: Der Österreicher entschied nicht nur 70 Prozent seiner Zweikämpfe für sich, sondern staubte auch konsequent einen Pfostenschuss von Leon Bailey zur 1:0-Führung ab.

Mittelfeld - Jean Zimmer (Fortuna Düsseldorf): Was Zimmer in der 56. Minute im Spiel gegen Borussia Dortmund veranstaltete, hat beste Chancen, unser "Tor des Monats" zu werden. Der ohnehin starke und sehr aktive rechte Flügelspieler fasste sich ein Herz, zog aus knapp 25 Metern in halbrechter Position ab und traf perfekt in den oberen rechten Winkel – ein Traumtor.

Mittelfeld - Marcel Sobottka (Fortuna Düsseldorf): Sobottka stach im starken Düsseldorfer Defensivverbund gegen den BVB besonders heraus. Er stand den Dortmunder Angreifern, allen voran Marco Reus, ständig auf den Füßen, lief insgesamt fast zwölf Kilometer und überzeugte mit einer Passquote von über 72 Prozent. Dabei kam Sobottka mit nur einem einzigen Foul aus.

Mittelfeld - Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): Viel im Wolfsburger Spiel lief über Arnold, auch die Vorlage zum wichtigen 1:0 durch Joshua Guilavogui. Hatte Pech, das er zwei Mal selbst an VfB-Keeper Ron-Robert Zieler scheiterte, aber im Mittelfeld räumte er mit einer starken Zweikampfquote von 73 Prozent sehr viel weg.

Angriff - Robin Quaison (1. FSV Mainz 05): Zwei Mal brachte Robin Quaison den FSV Mainz 05 im Spiel gegen Eintracht Frankfurt in Führung. Während er beim ersten Treffer die pure Gewalt, gepaart mit Präzision, auspackte, stand er beim zweiten Tor goldrichtig nach toller Vorarbeit von Jean-Paul Boëtius. Quaison tauchte anschließend etwas ab, blieb aber für die Eintracht-Abwehr ein ständiger Unruheherd. Für den Schweden war es der zweite Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere.

Angriff - Luka Jovic (Eintracht Frankfurt): Die Bundesliga-Hinrunde kann sich aus Sicht von Jovic durchaus sehen lassen. Der Stürmer von Eintracht Frankfurt erzielte nicht nur einen Fünferpack gegen Fortuna Düsseldorf, sondern schloss mit seinem Doppelpack im Spiel gegen Mainz 05 und den Saisontoren elf und zwölf zu Dortmunds Paco Alcácer auf. Die beiden führen gemeinsam die Torjägerliste an.

Angriff - Dodi Lukebakio (Fortuna Düsseldorf): Die Top-Teams liegen Lukebakio. Der pfeilschnelle Angreifer der Fortuna beschäftigte die Verteidiger des BVB von der ersten Minute an und sorgte mit seiner Agilität und Schnelligkeit dafür, dass Abdou Diallo und Manuel Akanji keine ruhige Minute hatten. Als er von Kevin Stöger mustergültig bedient wurde, rannte Lukebakio einmal mehr allen davon und erzielte eiskalt seinen siebten Saisontreffer.

Angriff - Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): Haute sich rein, arbeitete, rackerte. Der Niederländer durfte sich auch mal wieder über einen eigenen Treffer freuen, weil er gegen den VfB einfach nie aufsteckte. Vorbildlicher Einsatz mit einer Passquote von 81 Prozent und einer Laufleistung von zwölf Kilometern.

Die Elf des Tages in der Übersicht.

Stand: 19.12.2018, 23:23 Uhr

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