Silvan Widmer (v.l.), Serge Gnabry, Masaya Okugawa und Anthony Modeste haben es in die Elf des Spieltags geschafft.

Fußball | Bundesliga Elf des Spieltags - Kantersieger und Kopfballungeheuer in der Fußball-Bundesliga

Stand: 16.12.2021 07:35 Uhr

Zwei Mainzer, drei Bayern-Spieler - und jede Menge Profis, die für ihre Mannschaft per Kopf trafen. Daraus besteht der Großteil der Sportschau-Elf des 16. Spieltags der Fußball-Bundesliga.

Tor - Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): Trotz der beiden Gegentore (bei denen er machtlos war) war der Keeper Frankfurts Sieggarant. Vor allem nach dem Platzverweis für Tuta war Trapp immer wieder gefordert und löste alle Aufgaben souverän. Bei Fernschüssen und Kopfbällen war er auf der Linie zur Stelle, wehrte sechs Versuche auf sein Tor ab und fing eine Vielzahl von Flanken sicher ab.

Frankfurter Torwart Kevin Trapp

Frankfurter Torwart Kevin Trapp

Abwehr - Silvan Widmer (Mainz 05): Der Schweizer Nationalspieler findet sich bei seinem neuen Team immer besser zurecht, Widmer wechselte im Sommer vom FC Basel nach Mainz. Er steigert gerade offensiv jede Woche seinen Wert für die Mannschaft. Gegen Hertha war er zum ersten Mal gleich an zwei Toren beteiligt, bereitete das 1:0 durch Jae-Sung Lee vor und traf selbst zum 3:0 - beides per Kopf. Und defensiv ist Widmer sowieso eine Bank, gegen Berlin gewann er knapp 85 Prozent seiner Zweikämpfe.

Silvan Widmer vom FSV Mainz 05 jubelt nach seinem Treffer zum 3:0

Abwehr - Alexander Hack (Mainz 05): Mit seinem Tor zum 2:0 gegen Hertha BSC hat der Verteidiger in einem wichtigen Moment seiner Mannschaft offensiv geholfen. Auch in der Defensive zeigte Hack seine Klasse und war als zentraler Spieler der Dreierkette hauptverantwortlich dafür, dass das eigene Tor so gut wie gar nicht in Gefahr geriet. Der 28-Jährige gewann fast 70 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte mit fast 90 Prozent angekommenen Pässen auch Sicherheit ins Aufbauspiel.

Alexander Hack vom FSV Mainz 05 jubelt nach seinem Treffer gegen Hertha BSC

Abwehr - Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund): Aufgrund einer Knie-Operation kam der Franzose erst zu seinem zweiten Startelfeinsatz. Und doch zeigte er schon, dass er dem BVB sehr fehlte. An der Seite des ebenfalls starken Mats Hummels überzeugte Zagadou in jeder Hinsicht. Er gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 88 von 92 Pässe (fast 96 Prozent) an den Mann. Fürth forderte die Dortmunder Defensive zwar nur selten, Zagadous Form nach so einer langen Ausfallzeit beeindruckte dennoch.

Dortmunds Dan-Axel Zagadou im Zweikampf mit Jeremy Dudziak (Greuther Fürth, links)

Dortmunds Dan-Axel Zagadou im Zweikampf mit Jeremy Dudziak (Greuther Fürth, links)

Abwehr - Jonas Hector (1. FC Köln): Wie der 31-Jährige in Wolfsburg aufgetreten ist, wünscht es sich Trainer Steffen Baumgart von seinem Kapitän. Er war der Antreiber beim 3:2-Sieg nach 1:2-Rückstand. Mit seinem sicheren Passspiel (90 Prozent angekommen) war er dafür verantwortlich, dass die Kölner immer wieder über die linke Seite in gefährliche Räume vorstoßen konnten. Hector bildete dort ein starkes Duo mit Louis Schaub.

Jonas Hector vom 1. FC Köln feiert den Schlusspfiff beim Spiel gegen Wolfsburg

Mittelfeld - Serge Gnabry (Bayern München): Mit fünf Torbeteiligungen war der Nationalspieler beim 5:0 in Stuttgart unbestritten der Mann des Tages. Zu keiner Zeit konnte der VfB ihn kontrollieren, insgesamt kam Gnabry zu acht Torschüssen, von denen drei im Tor landen. Als er unmittelbar nach seinem dritten Treffer in der 75. Minute ausgewechselt wurde, dürfte das für Stuttgart eine Erlösung gewesen sein.

Serge Gnabry vom FC Bayern München jubelt nach einem seiner drei Treffer gegen den VfB Stuttgart

Mittelfeld - Marc Roca (Bayern München): Beim Spanier hat Julian Nagelsmann eine Ausnahme gemacht. "Ich habe Marc heute in der Kabine gelobt, das mache ich selten bei Einzelspielern vor der Mannschaft", sagte der Bayern-Trainer nach dem 5:0 in Stuttgart. Roca stand aufgrund der angespannten Personalsituation erstmals unter Nagelsmann in der Startelf und zeigte im zentralen Mittelfeld eine starke Leistung. Der Trainer gestand: "Heute hat er mir gezeigt, dass es ein Fehler war, ihn so wenig zu bringen."

Marco Roca von FC Bayern München

Marco Roca von FC Bayern München

Mittelfeld - Masaya Okugawa (Arminia Bielefeld): Der Japaner war im zentralen Mittelfeld der Chef. Mit 11,46 Kilometern war der 25-Jährige einer der lauffreudigsten Spieler, konnte so immer wieder Löcher stopfen und ließ die Bochumer im Zentrum nicht zur Entfaltung kommen. Dazu bewies Okugawa erneut seine Torgefahr, erzielte per Kopf das wichtige 1:0 beim 2:0-Erfolg. Es war schon sein vierter Saisontreffer - damit ist er der erfolgreichste Bielefelder in dieser Saison.

Masaya Okugawa von Arminia Bielefeld bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen den VfL Bochum

Angriff - Anthony Modeste (1. FC Köln): Kein Spieler in der Bundesliga ist in dieser Saison in der Luft so gefährlich wie der 33-Jährige. Beim 3:2 der Kölner in Wolfsburg erzielte Modeste bereits seien Kopfballtreffer Nummer sechs und sieben. Das zweite Tor kurz vor Schluss ermöglichte seinem Team sogar den Sieg - und ihm persönlich die Genugtuung gegen seinen Ex-Manager in Köln und heutigen Wolfsburg-Macher Jörg Schmadtke.

Anthony Modeste vom 1. FC Köln während dem Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg

Angriff - Robert Lewandowski (Bayern München): Der Fast-Weltfußballer steht kurz vor dem nächsten Rekord. Ihm fehlt nur noch ein Tor, um die Marke von Gerd Müller zu übertreffen, der wie 1972 wie Lewandowski nun 42 Treffer in einem Kalenderjahr erzielen konnte. In Stuttgart erzielte er seinen vierten Doppelpack in den vergangenen neun Spielen, nur der Pfosten verhinderte ein weiteres Tor. Acht Torschüsse gab der Pole gegen den VfB ab.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München während dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart

Angriff - Patrik Schick (Bayer Leverkusen): Der Tscheche ist der tragische Held der vergangenen Tage. Gegen Frankfurt brachte er die Werkself am Wochenende in Frankfurt per Doppelpack mit 2:0 in Führung, sein Team verlor dennoch 2:5. Auch gegen Hoffenheim erzielte Schick die ersten beiden Tore, wieder gab Leverkusen den Vorsprung ab und spielte 2:2. Am 25-Jährigen, der in 13 Einsätzen nun schon 16 Saisontore erzielte, lag das aber nicht.

Leverkusens Torschütze Patrik Schick jubelt

Leverkusens Torschütze Patrik Schick jubelt

Die Elf des 16. Bundesliga-Spieltags im Überblick

Die Sportschau-Elf des 16. Spieltags

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