Wundersturm in der Elf des Spieltages

Wundersturm in der Elf des Spieltages

Wolfsburgs Wout Weghorst führt nach seiner Gala die Elf des Spieltages an - gemeinsam mit seinen beiden Sturmkollegen in unserer Auswahl bringt der Niederländer es auf stolze zehn Scorerpunkte.

Frankfurts Torwart Kevin Trapp (r.) schreitet gegen Nürnbergs Edgar Salli (Mitte) ein

Tor - Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt):
Über weite Strecken der Partie gegen den 1. FC Nürnberg war der Frankfurter Schlussmann beschäftigungslos. Doch wenn es darauf ankam, war er zur Stelle. Mit zwei ganz starken Paraden rettete er seiner Mannschaft am Ende sogar den knappen 1:0-Sieg und bewahrte sich selbst vor dem 200. Gegentreffer seiner Bundesliga-Karriere.

Tor - Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt):
Über weite Strecken der Partie gegen den 1. FC Nürnberg war der Frankfurter Schlussmann beschäftigungslos. Doch wenn es darauf ankam, war er zur Stelle. Mit zwei ganz starken Paraden rettete er seiner Mannschaft am Ende sogar den knappen 1:0-Sieg und bewahrte sich selbst vor dem 200. Gegentreffer seiner Bundesliga-Karriere.

Abwehr - Jonathan Schmid (FC Augsburg):
Der Außenverteidiger des FC Augsburg war mit seinen Vorstößen und Flanken ein Aktivposten seiner Mannschaft. Die Bilanz gegen Hannover 96: Ein Tor vorbereitet, eins selbst erzielt – und wie: Von der linken Außenbahn zirkelte er den Ball aus 25 Metern ins kurze Toreck.

Abwehr - Keven Schlotterbeck (SC Freiburg):
Beim Startelf-Profidebüt der Feldspieler zu sein, der am gesamten Spieltag die beste Zweikampfquote hat, ist aller Ehren wert. Genau das gelang dem 21-Jährigen Keven Schlotterbeck gegen Borussia Mönchengladbach. Es fiel überhaupt nicht auf, dass Schlotterbeck vor eineinhalb Jahren noch in der Verbandsliga kickte. Im Gegenteil: Topspieler wie Lars Stindl und Alassane Pléa hatten gegen Schlotterbeck und Dominique Heintz große Schwierigkeiten. Eine Passquote von 95 Prozent bei 80 Ballbesitzphasen rundete die tolle Leistung ab.

Abwehr - Ibrahima Konaté (RB Leipzig):
Ibrahima Konaté ist die große Konstante in der Abwehr von RB Leipzig. Der Franzose ist maßgeblich daran beteiligt, dass RB die beste Defensive der Liga stellt. Warum das so ist, zeigte Konaté wieder einmal im Spiel gegen Schalke. Er gewann knapp 64 Prozent seiner Zweikämpfe. Insgesamt kam er mit nur zwei Fouls aus und rettete zweimal in höchster Not überragend im Strafraum. Auch bei Eckbällen immer gefährlich.

Abwehr - Jerome Roussillon (VfL Wolfsburg):
Obwohl er von all seinen Mitspielern die wenigsten Kilometer (9,6) abspulte, bestach der Wolfsburger Linksverteidiger gegen Fortuna Düsseldorf durch Effektivtät - insbesondere im Spiel nach vorne. Jerome Roussillon kurbelte immer wieder die Angriffe der "Wölfe" mit an. Kein Zufall also, dass er beim 5:2 an drei Treffern seiner Mannschaft beteiligt war. Pech hatte er auch noch mit einem Torschuss, den Fortunas Schlussmann Michael Rensing mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte.

Mittelfeld - Thomas Delaney (Borussia Dortmund):
Ganz starkes Spiel von Delaney, der den Belgier Axel Witsel ersetzen sollte – und das mit Bravour auch tat. Das 1:1 selbst erzielt, eine Laufdistanz von 12,6 Kilometern und eine überragende Passquote von 97 Prozent. Dazu 61 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Der Däne zeigte insgesamt eine seiner besten Leistungen der gesamten Saison.

Mittelfeld - Steven Zuber (VfB Stuttgart):
Die Hoffenheimer Leihgabe brauchte gegen seine alten und womöglich auch wieder zukünftigen Kollegen keine Extra-Motivation. Viel unterwegs, umtriebig, aber nicht immer effektiv. Die Kraichgauer hatten ihn auch gut in Beschlag genommen. Als die Hoffenheimer dann in der 2. Halbzeit dem zweiten Tor immer näher kamen, schlug er aus dem Nichts zu und verwandelte Becks Vorlage zum umjubelten Stuttgarter Ausgleich. Es war sein fünfter Saisontreffer. Alle Treffer erzielte er in der Rückrunde für den VfB.

Mittelfeld - James Rodríguez (FC Bayern München):
Der Kolumbianer, der sich beim Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool noch so sehr über seine Auswechslung geärgert hatte, schoss sich und dem gesamten FC Bayern gegen Mainz den Frust von der Seele. Drei Tore gelangen dem Mittelfeldmann mit seinen sechs Abschlüssen: Zwei Flachschüsse und ein Lupfer waren drin, dazu legte er seinen Kollegen fünf weitere Torschüsse auf. Eine Glanzleistung, für die er bei seiner Auswechslung stehende Ovationen gespendet bekam. Darüber dürfte er sich weniger geärgert haben.

Angriff - Max Kruse (Werder Bremen):
Nach einem Spiel wie in Leverkusen fragt man sich, warum Kruse kein Nationalspieler mehr ist. An allen drei Treffern (zwei Tore, eine Vorlage) war Werders Kapitän beteiligt. Aber damit nicht genug. Kruse lief immer wieder an (11,7 Kilometer), schleppte und behauptete Bälle, dirigierte und feuerte dazu an. Überragend.

Angriff - Wout Weghorst (VfL Wolfsburg):
Historisches gelang dem Niederländer beim 5:2-Sieg des VfL Wolfsburg gegen Fortuna Düsseldorf. Wout Weghorst ist der erste Bundesliga-Spieler des VfL, der in einem Spiel an fünf Toren beteiligt war. Fünf Torschüsse benötigte der Angreifer für seine drei Treffer, für die beiden anderen Tore durfte er sich zwei Assists gutschreiben. Insgesamt war Weghorst an neun der 19 Wolfsburger Torschüsse beteiligt. Eine sensationelle Bilanz!

Angriff - Salomon Kalou (Hertha BSC):
Kalou dürfte die Niederlage gegen Dortmund zwar weh tun, mit seinem eigenen Auftritt kann er aber durchaus zufrieden sein. Beide Tore seines Teams erzielte der Ivorer und spielte oft kluge Pässe in die Spitze. Das belegt auch seine für einen Offensivspieler sehr starke Passquote von 91 Prozent. Dazu gewann er über die Hälfte seiner Zweikämpfe. Erst nach seiner Auswechslung hatte die Hertha vorne keine Durchschlagskraft mehr.

Die Elf des 26. Spieltags im Überblick

Stand: 18.03.2019, 07:00 Uhr

Darstellung: