Sechs Klubs - zehn Tore - die Elf des Spieltages

Sechs Klubs - zehn Tore - die Elf des Spieltages

Es stehen zwar wie gewohnt elf Spieler in der Elf des Spieltages, die zusammen zehn Treffer erzielten - die Akteure verteilen sich aber auf nur sechs Vereine.

Frankfurts Torwart Kevin Trapp

Tor - Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): Die Spieler von Eintracht Frankfurt wussten, dass der knappe Erfolg über den VfL Wolfsburg ein ganz wichtiger, ein hart erarbeiteter - und auch ein etwas glücklicher war. Ein Faktor, der am Ende das Pendel zugunsten der Hessen ausschlagen ließ: Kevin Trapp. Gerade im ersten Durchgang war der Keeper in einigen Szenen extrem reaktionsschnell auf dem Posten - gefährliche Abschlüsse von Josip Brekalo und Wout Weghorst entschärfte der 29-Jährige überragend.

Tor - Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): Die Spieler von Eintracht Frankfurt wussten, dass der knappe Erfolg über den VfL Wolfsburg ein ganz wichtiger, ein hart erarbeiteter - und auch ein etwas glücklicher war. Ein Faktor, der am Ende das Pendel zugunsten der Hessen ausschlagen ließ: Kevin Trapp. Gerade im ersten Durchgang war der Keeper in einigen Szenen extrem reaktionsschnell auf dem Posten - gefährliche Abschlüsse von Josip Brekalo und Wout Weghorst entschärfte der 29-Jährige überragend.

Abwehr - Peter Pekarik (Hertha BSC): Pekarik war in der ersten Halbzeit defensiv von den Augsburgern kaum gefordert und nutzte den Freiraum, um den rechten Flügel zu beackern. Erreichte mit 31,6 km/h die zweithöchste Maximalgeschwindigkeit aller Akteure auf dem Feld. Immer wieder sorgten seine Flanken für Gefahr im Augsburger Strafraum, und sein Schuss auf Andreas Luthe leitete das 1:0 von Dilrosun ein. Entschied fast drei Viertel seiner Zweikämpfe für sich, dazu kommt eine herausragende Passquote von 81 Prozent.  

Abwehr - Sven Bender (Bayer Leverkusen): Bender machte wie schon in Mönchengladbach ein starkes Spiel als Mittelmann der Leverkusener Dreierkette und war mit 70 Prozent gewonnenen Duellen zweikampfstärkster Spieler in der Partie gegen Freiburg. Spulte dazu noch 11,4 Kilometer ab und engagierte sich in der Offensive, indem er zwei Torschüsse abgab.

Abwehr - Mats Hummels (Borussia Dortmund): Die schnellen Paderborner Angreifer kamen gerade im ersten Durchgang immer mal wieder mit hohem Tempo auf die Dortmunder Defensive zugelaufen. Doch obwohl Streli Mamba, Gerrit Holtmann und Co. wohl allesamt im Hundert-Meter-Sprint gegen Hummels gewinnen würden, gewannen sie an diesem Tag kaum einmal einen Zweikampf. Das Stellungsspiel und die Physis, mit der Hummels augenscheinlich ohne große Mühe immer wieder die Endstation von schnellen Angriffsversuchen war, war wirklich beeindruckend.

Abwehr - Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund): 13 Bundesligaminuten hatte Schmelzer für Borussia Dortmund vor der Partie gegen den SC Paderborn auf dem Konto. Gegen den SCP kamen zehn dazu - und die sorgten beim BVB kollektiv für mehr Jubel als der letztendliche Kantersieg: "Schmelle" bereitete zunächst das 4:1 von Achraf Hakimi vor und erzielte vier Minuten später das 5:1 selbst. Bei beiden Toren zeigte der Mann, der schon 365 Mal für die Borussia auflief, große Entschlossenheit und warf sich bei seinem eigenen Treffer auch dahin "wo es wehtut". Nicht unbedingt selbstverständlich in dieser für ihn schwierigen Situation. Sportsmann Schmelzer wurde jedenfalls von seinen Kollegen ausgiebig gefeiert - und war, was Scorerpunkte pro Minute angeht, der effektivste Spieler des Spieltages.

Mittelfeld - Per Skjelbred (Hertha BSC): Der Norweger machte ein bärenstarkes Spiel gegen Augsburg. Schaltete sich immer wieder in die Offensive ein und stopfte Löcher. Seine Leistung war mitverantwortlich, dass Augsburg offensiv in der ersten Halbzeit kaum einen Stich setzen konnte. Viele kluge, kleine Aktionen, er holte und verteilte Bälle. War das Rückgrat der Mannschaft. Als er nach 59. Minuten das Feld verließ, bekam das Spiel der Hertha auch einen Knick und wurde instabil. Gewann bis dahin starke 73 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 81 Prozent seiner Pässe zum eigenen Mitspieler.

Mittelfeld - Kai Havertz (Bayer Leverkusen): Havertz entschied mit seinem Geistesblitz die Partie zugunsten der Leverkusener. Zeigte starkes Durchsetzungsvermögen und seine technische Klasse, als er Freiburgs Keeper das Leder durch die Beine spitzelte. Durch das Tor ist er der erste Spieler, der unter 21 Jahren die Marke von 35 Bundesliga-Toren durchbrochen hat. Zeigt sich zudem in Topform: In den jüngsten fünf Bundesligaspielen netzte er gleich sechs Mal ein.

Mittelfeld - Jadon Sancho (Borussia Dortmund): "Sancho ist mit einem Bein schon bei seinem neuen Klub. Er ist außer Form. Er hat mit Borussia Dortmund abgeschlossen." Alles Behauptungen, die in den vergangenen Tagen und Wochen über Sancho in verschiedenen sozialen Medien zu lesen waren. Gegen Paderborn war davon nichts zu sehen. Der Engländer schoss sich den Frust von der Seele, wirkte gerade in den zweiten 45 Minuten genauso agil wie eh und je, traf dreifach, sprintete auch in der Schlussphase noch und nahm beim Jubel eine Gelbe Karte in Kauf, um ein Statement gegen Rassismus zu setzen.

Angriff - Alassane Pléa (Borussia Mönchengladbach): Auf 20 Scorerpunkte bringt es Pléa in dieser Saison jetzt - damit liegt er im teaminternen Ranking der Borussia vorn. Der Franzose bereitete zunächst zwei Tore seines Landsmannes Marcus Thuram mit maßgenauen Flanken vor und vollendete dann gegen Union Berlin auch noch eine Hereingabe technisch anspruchsvoll zu seinem zehnten Saisontor.

Angriff - Robert Lewandowski (FC Bayern München): Was soll man zu Lewandowski noch sagen? Durch seine zwei Tore gegen Fortuna Düsseldorf hat der Pole jetzt gegen jeden der 18 Bundesligisten getroffen. 29 Saisontore stehen auf seinem Konto, Nummer 28 leitete er selbst ein, Nummer 29 erzielte er mit der Hacke. Die Dominanz, mit der der FC Bayern aktuell agiert, manifestiert sich in seinem Mittelstürmer.

Angriff - Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach): Seit dem Re-Start ist Thuram in blendender Verfassung: Der 22-Jährige erzielte im vierten Spiel seit Wiederaufnahme des Ligabetriebs seine Tore Nummer drei und vier. Zwar waren seine Treffer diesmal eher "leichtere" Übungen, aber wie sehr der Angreifer zuvor arbeitete, und wie fleißig er immer wieder in die Räume ging - das war schon beeindruckend. Dazu ebenfalls das Bild des Spieltages: seine "Knie-Pose" nach seinem ersten Tor als Statement gegen Rassismus.

Die Elf des 29. Spieltages von sportschau.de.

Stand: 01.06.2020, 22:51 Uhr

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