Viel Offensivpower in der Elf des Spieltags

Viel Offensivpower in der Elf des Spieltags

Rouwen Hennings hat drei Tore für Düsseldorf erzielt - und seine Fortuna damit trotzdem nicht zum Sieg geschossen. Robert Lewandowski hat noch Größeres geschafft: Der Pole knackte einen Uralt-Rekord von Bayern-Ikone Gerd Müller.

Yann Sommer von Mönchengladbach

Tor - Yann Sommer (Bor. Mönchenglabach): Der Gladbacher Keeper war Garant dafür, dass die Borussia das Spiel gegen Werder Bremen gewinnen konnte. Schon nach drei Minuten war der Schweizer gegen den flinken Milot Rashica zur Stelle. Wenige Minuten vor der Pause machte er sich erneut gegen Rashica lang und verhinderte zwei Minuten später mit einem schnellen Reflex bei einem Kopfball von Eggestein aus sechs Metern den Anschlusstreffer. Bei seinem gehaltenen Elfmeter von Klaassen in der zweiten Halbzeit hatte Sommer dann auch das verdiente Quäntchen Glück.

Tor - Yann Sommer (Bor. Mönchenglabach): Der Gladbacher Keeper war Garant dafür, dass die Borussia das Spiel gegen Werder Bremen gewinnen konnte. Schon nach drei Minuten war der Schweizer gegen den flinken Milot Rashica zur Stelle. Wenige Minuten vor der Pause machte er sich erneut gegen Rashica lang und verhinderte zwei Minuten später mit einem schnellen Reflex bei einem Kopfball von Eggestein aus sechs Metern den Anschlusstreffer. Bei seinem gehaltenen Elfmeter von Klaassen in der zweiten Halbzeit hatte Sommer dann auch das verdiente Quäntchen Glück.

Abwehr - Philipp Max (FC Augsburg): Sein gezirkelter Freistoß war der Siegbringer für den FC Augsburg. Ein wahrer Geniestreich. Der Linksverteidiger interpretierte seine Rolle gegen den SC Paderborn offensiv. Drei Torschüsse, eine Torschussvorlage, brachte 71 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mann. Blockte dazu zwei gegnerische Schüsse.

Abwehr - Alphonso Davies (FC Bayern München): Interimstrainer Hansi Flick hatte Davies auch im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund als Linksverteidiger aufgeboten, und der junge Kanadier war nicht etwa ein Risikofaktor, sondern eine Bereicherung für das Spiel der Bayern. Er gewann 73,68 Prozent seiner Zweikämpfe, Gegenspieler Jadon Sancho wurde noch vor der Pause ausgewechselt. Davies schaltete sich auch immer wieder geschickt in die Offensive ein. Wenn er gemeinsam mit Kingsley Coman über die linke Seite nach vorne sprintete, drohte dem BVB oft genug Gefahr.

Mittelfeld - Rani Khedira (FC Augsburg): Khedira war beim Arbeitssieg gegen Paderborn vor allem als Stabilisator und Zerstörer im defensiven Mittelfeld gefragt. Gewann 83 Prozent seiner Zweikämpfe. Das war der Bestwert aller Spieler auf dem Platz. Dazu spulte er fast elf Kilometer ab und brachte fast 70 Prozent seiner Pässe zum eigenen Mitspieler.

Mittelfeld - Thomas Müller (FC Bayern München): Unter Hansi Flick feiert Müller gerade ein kaum noch für möglich gehaltenes Comeback als "Raumdeuter". Flick hat erkannt, dass Müllers Stärken im Zentrum besser zur Geltung kommen als auf dem rechten Flügel. Seitdem darf sich Müller wieder als Freigeist hinter Angreifer Robert Lewandowski austoben. Ein gelungener Schachzug von Flick: Gegen den BVB tauchte Müller mal hier und dann wieder dort auf. Und zwei Tore legte er auch noch auf.

Mittelfeld - Patrick Herrmann (Bor. Mönchengladbach): Der Gladbacher Offensivmann ist in dieser Saison so stark wie lange nicht mehr. Mit seinem Doppelpack hatte er wesentlichen Anteil am Gladbacher Sieg gegen Werder. Herrmann fiel aber nicht nur durch seine beiden Treffer auf. Er arbeitete auch viel auf der rechten Seite nach hinten. Dabei spulte er starke 11,4 Kilometer ab. Herrmann hat mit seinen vier Treffern und zwei Torvorlagen schon jetzt mehr Scorerpunkte als in der ganzen vergangenen Saison (5). Ein perfekter Tag für den frischgebackenen Vater.

Mittelfeld - Sargis Adamyan (TSG 1899 Hoffenheim): Die Einwechslung des Angreifers zur zweiten Hälfte brachte die Wende für Hoffenheim. Adamyan erzielte nicht nur mit einem sehenswerten Treffer den Ausgleich beim 1. FC Köln und verbreitete auch danach immer wieder Torgefahr – sondern holt am Ende auch noch den entscheidenden Elfmeter raus.

Angriff - Sebastian Andersson (1. FC Union Berlin): Der Stürmer von Union Berlin bestach zunächst natürlich durch seine beiden Kopfballtreffer, die den Berlinern den ersten Auswärtssieg in der Bundesliga bescherten. Doch Anderssons Engagement beschränkte sich nicht nur aufs Toreschießen: Der Schwede war enorm engagiert und gewann mit 26 die meisten Zweikämpfe aller Spieler auf dem Platz. Außergewöhnlich für einen Stürmer.

Angriff - Robert Lewandowski (FC Bayern München): Sechzehn Tore nach elf Bundesligaspielen – die Bilanz von Lewandowski ist beeindruckend. Eine solche Statistik hat noch nie zuvor ein Bundesligaspieler geschafft, nicht einmal Gerd Müller. Der hatte in der Saison 1968/69 nach elf Spielen 15 Tore erzielt. Weil Lewandowski gegen den BVB gleich zweimal traf, hat er den Rekord von Müller nun überboten. Es war wieder einmal ein richtig gutes Spiel von Lewandowski, der auch als Anspielstation wichtig war und mit dem hinter ihm spielenden Thomas Müller hervorragend harmonierte.

Angriff - Timo Werner (RB Leipzig): Timo Werner bleibt der Hertha-Schreck - gegen die Berliner trifft der Leipziger Stürmer immer. Diesmal auch wieder doppelt: einmal vom Elfmeterpunkt, einmal nach einem perfekt vorgetragenen Konter. Immer wieder entwischte Werner den Berliner Verteidigern und es sieht ganz danach aus, als würde Robert Lewandowski diese Saison einen echten Konkurrenten im Kampf um die Torjäger-Krone bekommen. Obwohl Werner sogar schon eine kleine Krise hatte und von seinem Trainer Julian Nagelsmann öffentlich kritisiert wurde, steht er nach elf Partien bereits bei elf Saisontoren.

Angriff - Rouwen Hennings (Fortuna Düsseldorf): Sechsmal hatte er zuvor in dieser Saison für Düsseldorf das 1:0 erzielt. Hennings kann aber auch anders. Der Stürmer-Oldie drehte mit seinen 32 Jahren auf Schalke groß auf und bescherte seiner Mannschaft mit drei Treffern jeweils nach Rückstand das 3:3-Unentschieden. Und das machte er auch noch sehr effektiv: Für seinen Dreierpack benötigte er nur vier Torschüsse. Lauffreudig präsentierte er sich dazu mit 10,7 Kilometern, die in seinem Team nur Nico Gießelmann (12,2) und Matthias Zimmermann (11,1) überboten. In seiner aktuellen Form könnte der Stürmer zu einer Art Lebensversicherung der Düsseldorfer im Abstiegskampf werden.

Die Elf des 11. Spieltags im Überblick

Stand: 04.11.2019, 08:18 Uhr

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