Elf des Spieltags mit Highspeed und Kaltschnäuzigkeit

Elf des Spieltags mit Highspeed und Kaltschnäuzigkeit

Eiskalte Torschützen und ein Mainzer Trio aus der Elf der Bayern-Besieger bilden den Kern der Elf des Spieltags.

Gregor Kobel bei einer seiner Paraden gegen RB Leipzig

Tor - Gregor Kobel (VfB Stuttgart): Entwickelte sich in der dezimierten Stuttgarter Mannschaft zum Fels in der Brandung, an dem die Leipziger Angreifer phasenweise verzweifelten. Es war sicher ein halbes Dutzend Großchancen, die der reaktionsschnelle Keeper gegen frei vor ihm auftauchende Leipziger vereitelte.

Tor - Gregor Kobel (VfB Stuttgart): Entwickelte sich in der dezimierten Stuttgarter Mannschaft zum Fels in der Brandung, an dem die Leipziger Angreifer phasenweise verzweifelten. Es war sicher ein halbes Dutzend Großchancen, die der reaktionsschnelle Keeper gegen frei vor ihm auftauchende Leipziger vereitelte.

Abwehr - Jeremiah St. Juste (1. FSV Mainz 05): St. Juste war genau der richtige Gegenspieler für die pfeilschnelle linke Offensivseite der Bayern: Mit 35,8 km/h wurde der Verteidiger "geblitzt" und war damit sogar minimal schneller als Kingsley Coman, der sonst immens von seiner Schnelligkeit profitiert und diesmal ein ums andere Mal hängen blieb. St. Juste bestach gegen die Bayern mit der niedrigsten Mainzer Fehlpassquote über die gesamte Spielzeit.

Abwehr - Manuel Akanji (Borussia Dortmund): Gemeinsam mit Nebenmann Emre Can schaltete der Schweizer Wolfsburgs 20-Tore-Stürmer Wout Weghorst weitestgehend aus und ließ so das Fehlen von Abwehrchef Mats Hummels beinahe vergessen. Akanji überzeugte mit der besten Zweikampfquote auf dem Platz (75 Prozent) und hätte in der 52. Spielminute beinahe ein Kopfballtor nach einem Eckstoß erzielt – Maximilian Arnold rettete auf der Torlinie.

Abwehr - Moussa Niakhaté (1. FSV Mainz 05): Dass Bayern München nur vier Schüsse aufs Tor bringt, kommt auch nicht oft vor. Aber die Mainzer Abwehr ließ eben fast nichts zu. Im Verbund mit St. Juste meldete Niakhaté Torjäger Robert Lewandowski ab, stand immer wieder richtig, ging energisch dazwischen. Auch als eine der ersten Stationen im Mainzer Aufbau (50 Ballkontakte) war der Franzose ein wichtiger Faktor.

Mittelfeld - Robert Andrich (1. FC Union Berlin): Der "Sechser" von Union Berlin war gegen Bremen über 90 Minuten Chef im Mittelfeld der Partie. Zweikampfstark im defensiven Aufgabenbereich und einfallsreich im Aufbau eigener Angriffe. Andrich hat sich bei Union zu einem enorm starken Bundesligaprofi entwickelt.

Mittelfeld - Ondrej Duda (1. FC Köln):  Überragende Partie des 26-jährigen Slowaken, der mit zwei Treffern der Matchwinner in der Partie gegen Augsburg war - besonders sein Volleyschuss zum 1:0 war ein sicherer Kandidat für das Tor des Monats. Aber Duda glänzte auch als Spielgestalter, leitete viele Angriffe ein, verteilte die Bälle und war immer in Bewegung: Mit 13,1 Kilometern war er der laufstärkste Akteur auf dem Platz, mit fünf Abschlüssen auch der Aktivste.

Mittelfeld - Leon Bailey (Bayer 04 Leverkusen): Der Jamaikaner war auffälligster Spieler der Werkself. Sehr agil, sehr schnell, sehr trickreich und oft die Flügel wechselnd. Und er war entscheidend beteiligt, dass sein Team gegen Frankfurt den Weg Richtung Heimsieg einschlug. Bei der 1:0-Führung ließ er einen langen Flankenball von Diaby geschickt abtropfen. Das 2:0 leitete er sehenswert im Zusammenspiel mit Lucas Alario ein. Es waren seine Torbeteiligungen 16 und 17 in dieser Saison. Bailey - Matchwinner für Bayer.

Angriff - Erling Haaland (Borussia Dortmund): Mit seinem zehnten Doppelpack der laufenden Saison schoss der Norweger den BVB zum extrem wichtigen Sieg beim VfL Wolfsburg. Bei beiden Treffern zeigte Haaland wieder einmal, was ihn auszeichnet: Jeweils im Vollspeed stürmte der Norweger auf das gegnerische Tor zu und blieb beide Male im Abschluss eiskalt.

Angriff - Jonathan Burkardt (1. FSV Mainz 05): Sein Tor brachte den Mainzer Sieg auf den Weg. Eigentlich stand Burkardt nur eine Halbzeit auf dem Platz. Aber was der U21-Nationalspieler da machte, war richtig gut. Bei den Mainzer Umschaltangriffen war er eigentlich immer beteiligt. Oft konnte Burkardt nur durch Fouls gestoppt werden und musste hart einstecken. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wurde er ausgewechselt, stand beim Jubeln aber wieder in vorderster Reihe.

Angriff - Breel Embolo (Bor. Mönchengladbach): Seine Serie von 16 Spielen ohne Bundesligator beendete Embolo gegen Bielefeld eindrucksvoll. Der Schweizer war extrem beweglich, leitete viele Angriffe ein, legte Torschüsse auf, war insgesamt an sieben Abschlüssen beteiligt. Außerdem ging er keinem Zweikampf aus dem Weg (22). Und natürlich machte er zwei blitzsaubere Tore. Vor allem das zweite mit doppeltem Doppelpass in der Entstehung war richtig schön anzusehen.

Angriff - Joel Pohjanpalo (1. FC Union Berlin): Hattrick des Finnen in der zweiten Hälfte zwischen der 50. und 67. Minute. Viel mehr muss man zur Vorstellung Pohjanpalos nicht sagen, denn er hatte nur diese drei Chancen. Torausbeute: 100 Prozent. Das führt unweigerlich in die Elf des Tages!

Die Elf des 31. Spieltags in der Übersicht:

Stand: 26.04.2021, 08:00 Uhr

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