Kämpfer und Siegertypen in der Elf des Spieltags

Kämpfer und Siegertypen in der Elf des Spieltags

Im Bundesliga-Endspurt geht es auch um den unbedingten Willen, sein Ziel zu erreichen. Am vorletzten Spieltag gab es gleich mehrere solcher "Mentalitätsspieler" wie Dortmunds Delaney, die ihre Mannschaft im Rennen hielten.

Bundesliga-Spielszene 33. Spieltag

Tor - Peter Gulacsi (RB Leipzig): Dass die Bayern (noch) kein Meister sind, lag unter anderem auch an einer starken Leistung von Leipzigs Keeper. Gulacsi hielt fünf Schüsse. Gegen Serge Gnabry parierte er im ersten Durchgang gleich doppelt stark. Gegen David Alaba reagierte er im zweiten Durchgang mit dem Fuß und hielt somit gegen die Münchner seinen Kasten sauber. Das war in der Rückrunde noch keinem anderen Schlussmann gelungen. 

Tor - Peter Gulacsi (RB Leipzig): Dass die Bayern (noch) kein Meister sind, lag unter anderem auch an einer starken Leistung von Leipzigs Keeper. Gulacsi hielt fünf Schüsse. Gegen Serge Gnabry parierte er im ersten Durchgang gleich doppelt stark. Gegen David Alaba reagierte er im zweiten Durchgang mit dem Fuß und hielt somit gegen die Münchner seinen Kasten sauber. Das war in der Rückrunde noch keinem anderen Schlussmann gelungen. 

Abwehr - Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): Viel kam nicht von Nürnbergs Offensive: Aber was durchkam, räumte der Nationalspieler gut weg. Sinnbildlich für seinen Einsatz war die Szene, als sich Ginter kurz vor der Pause beim Stand von 0:0 mit vollem (Unter-) Körpereinsatz in den Schuss von Hanno Behrens warf.

Abwehr - Niklas Süle (Bayern München): Obwohl Niklas Süle von den Angreifern aggressiv angelaufen wurde, hatte er gegen Leipzig die meisten Ballkontakte (115) und leistete sich dabei kaum einmal einen Wackler. Defensiv blockte Süle mehrfach in wichtigen Situationen und war mit seiner Schnelligkeit (34,8 km/h) eigentlich immer Herr der Lage.

Abwehr - Willi Orban (RB Leipzig): Willi Orban verteidigte, was zu verteidigen war. Der Leipziger Kapitän sorgte dafür, dass Robert Lewandowski aus dem Spiel heraus keine einzige Torchance hatte. Mit seinem Stellungsspiel unterband er viele Bayern-Aktionen frühzeitig. Am Ende stand für die Bayern erst zum dritten Mal in dieser Saison auf der Habenseite eine Null - auch ein Verdienst von Orban.

Mittelfeld - Thomas Delaney (Borussia Dortmund): Der Däne hatte großen Anteil daran, dass der BVB auch nach der Partie gegen Fortuna Düsseldorf weiter vom Titel träumen darf. Thomas Delaney bereitete beim 3:2-Zittersieg den ersten Treffer vor und erzielte das 2:1 selbst. Der Mittelfeldspieler wirkte zuweilen omnipräsent und spulte bei seinem willensstarken Auftritt 13,2 Kilometer ab. So viele, wie kein anderer Akteur auf dem Platz. Eine beeindruckende Vorstellung.

Mittelfeld - Edgar Prib (Hannover 96): Fast zwei Jahre hatte Edgar Prib aufgrund von zwei Kreuzbandrissen gefehlt. Gegen Freiburg stand er erstmals wieder in der Startelf. Mit elf Kilometern lief er so viel wie sonst keiner aus seinem Team. Die Folge war, das Prib dem Spiel sowohl offensiv als auch defensiv seinen Stempel aufdrücken konnte. Vorne glänzte Prib mit satten sechs Torschussvorlagen und der Torvorlage zum 1:0 durch Waldemar Anton. In der Verteidigung gewann er 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Auch emotional gab Prib immer wieder die Richtung vor und trieb seine Kollegen an.

Mittelfeld - Daniel Didavi (VfB Stuttgart): Die Stuttgarter können sich vor allem bei Joker Daniel Didavi für den klaren Sieg gegen Wolfsburg bedanken. In der 53. Minute eingewechselt, belebte der Mittelfeldspieler das Offensivspiel der Schwaben entscheidend. Erst setzte er von der linken Seite den punktgenauen Pass auf Donis, der zum 2:0 traf. Dann beseitigte er mit dem Treffer zum 3:0 selbst die letzten Zweifel am Sieg des VfB.

Mittelfeld - Maximilian Eggestein (Werder Bremen): Am Bremer Arbeitssieg hatte Maximilian Eggestein entscheidenden Anteil. Er eroberte Bälle, er behauptete sie und lief unermüdlich. Zwölf Kilometer hatte Eggestein am Ende auf dem Tacho, dazu kommen eine überragende Zweikampfquote von 75 Prozent und eine starke Passquote von 76 Prozent. Das Fehlen von Kruse und Klaasen kompensierte Eggestein fast im Alleingang.

Angriff - Josip Drmic (Borussia Mönchengladbach): Dass ausgerechnet Josip Drmic Gladbach im Endspurt einen Europaplatz sichert, ist fast schon verrückt. Zwei Mal wollte die Borussia ihn schon abschieben. Trainer Dieter Hecking gönnte ihm ganze 39 Minuten in dieser Saison. In Nürnberg zeigte er mit seinem Führungstor und zwei weiteren mit eingeleiteten Treffern, was er für einen Wert für die Mannschaft haben kann.

Angriff - Salomon Kalou (Hertha BSC): Herthas Flügelstürmer wurde durch seinen Doppelpack zum Matchwinner. In der dritten Minute der Nachspielzeit verwandelte Salomon Kalou einen Foulelfmeter eiskalt, zuvor hatte er per Kopf FCA-Torhüter Gregor Kobel keine Chance gelassen. Gegen eine nachlässige Augsburger Abwehr präsentierte er sich immer wach und anspielbar.

Angriff - Ihlas Bebou (Hannover 96): Nach Sehnenanriss und Muskelverletzung stand Ihlas Bebou erstmals wieder in der Startformation. Und der Angreifer zeigte, warum Hannover ihn in dieser Saison so schmerzlich vermisst hatte. Mit seinem Tempo wirbelte der Togolese die Freiburger Abwehr gerade in der ersten Halbzeit gehörig durcheinander. Bebou brachte seine Mitspieler immer wieder in gefährliche Abschluss-Situationen. So war er gegen Freiburg an sechs Torschüssen beteiligt. Bebou selbst krönte seine Leistung mit dem Tor zum vorentscheidenden 2:0.

Die Sportschau-Elf des 33. Bundesliga-Spieltags.

Stand: 13.05.2019, 07:33 Uhr

Darstellung: