Elf des Spieltags - Top-Qualität über die ganze Tabelle verteilt

Elf des Spieltags - Top-Qualität über die ganze Tabelle verteilt

Es geht aufs Saisonende zu! Und das spürte man am 30. Bundesliga-Spieltag ganz deutlich: Denn bei Mannschaften aus allen Tabellenzonen gab es Topleistungen - egal ob in Angriff, Mittelfeld, Abwehr oder im Tor.

Elf des Spieltags -  Koen Casteels

Tor - Koen Casteels (VfL Wolfsburg): Der VfL konnte sich in der ersten Halbzeit bei seinem Torhüter bedanken, dass man nicht gleich mehrere Gegentore kassierte. In der 9. Minute parierte er freistehend gegen Sasa Kalajdzic, dann hielt er den Elfmeter von Philipp Förster und seine Fußabwehr kurz vor der Pause gegen Tanguy Coulibaly war absolute Extraklasse. Auch im weiteren Spielverlauf blieb der Torwart stets souverän, spielte sogar bei langen Bällen gut mit. Er führte übrigens genau einen Zweikampf beim Herauslaufen – den er gewann.

Tor - Koen Casteels (VfL Wolfsburg): Der VfL konnte sich in der ersten Halbzeit bei seinem Torhüter bedanken, dass man nicht gleich mehrere Gegentore kassierte. In der 9. Minute parierte er freistehend gegen Sasa Kalajdzic, dann hielt er den Elfmeter von Philipp Förster und seine Fußabwehr kurz vor der Pause gegen Tanguy Coulibaly war absolute Extraklasse. Auch im weiteren Spielverlauf blieb der Torwart stets souverän, spielte sogar bei langen Bällen gut mit. Er führte übrigens genau einen Zweikampf beim Herauslaufen – den er gewann.

Abwehr - Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim): Der Tscheche lieferte gegen Mönchengladbach eine bärenstarke Leistung ab. Vor allem in der zweiten Halbzeit war er in der Offensive kaum zu halten. Zwei Mal düpierte er Gladbachs Linksverteidiger Ramy Bensebaini und legte für Ihlas Bebou und Andrej Kramaric auf. Damit war der Rechtsverteidiger maßgeblich am Erfolg der TSG beteiligt. Auch in der Defensive wurde er im Spielverlauf immer stärker und gewann einige wichtige Zweikämpfe. 

Abwehr - Stefan Bell (1. FSV Mainz 05): Stefan Bell war überragend im Kampfspiel gegen Werder Bremen. Der Mainzer gewann 24 von 30 Zweikämpfen. Bell war der zentrale Kopf in der Dreierkette der Mainzer und warf sich gegen Werder in jeden Zweikampf. Dabei ist der Verteidiger der Erfolgsgarant der Rheinhessen, mit Bell von Beginn an gewann 05 bisher sieben von 14 Spielen, ohne ihn in der Startelf gab es nur einen Sieg in 15 Spielen. Für einen Abwehrmann hatte er mit 10,24 Kilometern Laufdistanz auch ordentlich Strecke auf der Uhr.

Abwehr - Amos Pieper (Arminia Bielefeld): Die langen Bälle, die Flanken und die vereinzelten Dribblings, mit denen Schalke 04 es gegen die Arminia probierte, hatten ihre Endstation oft bei Amos Pieper. Pieper rückte immer wieder aus der Innenverteidigung heraus und unterband das Schalker Passspiel schon in der Entstehung. Als er dann einmal im Gegenpressing sogar tief in der gegnerischen Hälfte aushalf, bereitete seine energische Balleroberung den Siegtreffer von Fabian Klos vor. Eine starke Vorstellung.

Mittelfeld - Joshua Kimmich (Bayern München): Joshua Kimmich war der Motor im Spiel der Bayern gegen Leverkusen. Sein Treffer zur 2:0-Führung zeugte von seiner enormen Entschlossenheit. Ansonsten zog er wie gewohnt die Zügel im Bayern-Mittelfeld, kümmerte sich federführend um den Spielaufbau und spielte viele kluge Pässe, davon kamen 87 Prozent bei seinen Mitspielern an. Gewohnt starke Laufdistanz von 12,64 Kilometern.

Mittelfeld - Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim): Der Hoffenheimer Rekordtorschütze schraubte seinen nächsten Doppelpack und damit sein Gesamttorekonto für die TSG auf 76 Treffer. Der Kroate zeigte gegen Mönchengladbach wieder einmal, wie unentbehrlich er für die Hoffenheimer ist. Ließen seine Kollegen in der ersten Halbzeit noch gute Gelegenheiten liegen, zeigte er sofort nach Wiederanpfiff, wie man ins Netz trifft. Mit zwei Treffern war er der Matchwinner im Team von Trainer Sebastian Hoeneß.

Mittelfeld - Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg): Im ungewohnten linken Mittelfeld aufgeboten machte Gerhardt ein ganz starkes Spiel. Zusammen mit Jerome Roussillon brachte er immer wieder gefährliche Hereingaben in den Strafraum und tauchte bei Flanken von der anderen Seite dazu noch gefährlich in diesem auf. Er hatte die meisten Ballkontakte der Wolfsburger (57), siegte in knapp 60 Prozent seiner Zweikämpfe und lief 11,4 Kilometer. Dazu war er an den meisten Torschüssen beteiligt, von denen er einen selbst in den linken Winkel verwandelte. 

Mittelfeld - Jonas Hector (1. FC Köln): Bei der Niederlage gegen Bayer Leverkusen vergab Kölns Kapitän noch die beiden besten Chancen seiner Mannschaft, nun blieb Hector zweimal eiskalt: Mit seinen Toren nach der Halbzeit schoss der Mittelfeldmann die Kölner zum eminent wertvollen Sieg gegen Leipzig. Hector war zudem überall auf dem Platz zu finden, führte die meisten Zweikämpfe (37) und zog 27 Sprints an - Spitzenwert auf dem Platz.

Mittelfeld - Filip Kostic (Eintracht Frankfurt): Der Mittelfeldspieler auf der linken Außenbahn war der agilste Frankfurter. Fast immer, wenn der schnelle Serbe zum Flanken kam, wurde es gefährlich vor dem Augsburger Tor. Einen Treffer bereitete Kostic selbst vor und auch am zweiten war er beteiligt.

Angriff - Thomas Müller (FC Bayern München): Thomas Müller stellte beim Sieg gegen Leverkusen einen neuen Vorlagen-Serienrekord auf. Im neunten Bundesliga-Spiel in Folge bereitete der Bayer ein Tor vor. Das hat es seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1992 noch nicht gegeben. Fleißig, wuselig und auch im Zusammenspiel mit Lewandowski-Ersatz Choupo-Moting gut aufgelegt, sorgte er stets für Gefahr und Überraschungsmomente. Dazu kamen 80 Prozent seiner Pässe bei den Mitspielern an.

Angriff - Eric-Maxim Choupo-Moting (FC Bayern München): Eric-Maxim Choupo-Moting lieferte als Lewandowski-Ersatz eine vorbildliche Leistung ab. Hat in vier der vergangenen fünf Partien getroffen, zuletzt sogar drei Mal in Serie. War gegen Leverkusen an neun Torschüssen beteiligt und gab sieben Torschussvorlagen.

Die Elf des 30. Spieltags in der Übersicht:

Stand: 22.04.2021, 05:00 Uhr

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