Außenseiter stürmen die Elf des Spieltags

Außenseiter stürmen die Elf des Spieltags

Es ist ungewöhnlich: Zwei Mainzer und ein Freiburger entern die Elf des Spieltags. Aber natürlich finden sich auch etablierte Stammgäste.

Florian Müller SC Freiburg

Tor - Florian Müller (SC Freiburg): In der ersten Halbzeit parierte er vor dem 0:1 super gegen Didavi und hatte Pech, dass Wamangituka richtig stand. Danach hielt er erneut stark gegen Gonzalez und wehrte auch noch dessen - schwach geschossenen - Elfmeter ab. Im zweiten Durchgang sicherte Müller mit herausragenden Paraden gegen Mangala, Castro und Mavropanos den SC-Erfolg. Das "Glück des Tüchtigen" hatte der Schlussmann bei zwei Pfostentreffern auch noch.

Tor - Florian Müller (SC Freiburg): In der ersten Halbzeit parierte er vor dem 0:1 super gegen Didavi und hatte Pech, dass Wamangituka richtig stand. Danach hielt er erneut stark gegen Gonzalez und wehrte auch noch dessen - schwach geschossenen - Elfmeter ab. Im zweiten Durchgang sicherte Müller mit herausragenden Paraden gegen Mangala, Castro und Mavropanos den SC-Erfolg. Das "Glück des Tüchtigen" hatte der Schlussmann bei zwei Pfostentreffern auch noch.

Abwehr - Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach): Der Schweizer Abwehrspieler entdeckt immer mehr seine Torjäger-Qualitäten. Nach seinem Siegtreffer gegen Bremen traf er im Spiel  gegen Dortmund gleich doppelt. Zuerst mit dem Kopf nach einem Freistoß, und danach war er bei einem Abklatscher ebenfalls nach einem Standard hellwach. Auch in der Defensive war Elvedi gewohnt solide: Wenngleich er in der ersten Hälfte mit den schnellen Dortmundern ein paar Probleme hatte, wurde er im Laufe der Partie immer stärker und gewann am Ende 75 Prozent seiner Zweikämpfe.

Abwehr - Moussa Niakathé (1. FSV Mainz 05): Niakathé entdeckte gegen RB Leipzig seine Qualitäten als Torjäger. Gleich zwei Mal stand der Mainzer Innenverteidiger bei Standardsituationen goldrichtig und musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben. Dabei stellte Niakathé seine Reaktionsschnelligkeit zur Schau. Auch hinten stemmte er sich wie das gesamte Team mit Macht dem hochtalentieren Leipziger Angriff.

Abwehr - Ömer Toprak (Werder Bremen): Auch dank Routinier Toprak hat sich Bremen gegenüber der Vorsaison stabilisiert. Der 31-Jährige wird immer mehr zum Organisator und verlässlichen Zweikämpfer. Auch in Berlin hielt Toprak den Laden zusammen und machte zudem das 2:0. Anfang der zweiten Hälfte musste er angeschlagen raus. In Bremen werden sie hoffen, dass Toprak nicht pausieren muss.

Mittelfeld - Danny da Costa (1. FSV Mainz 05): Unter der Woche erst von Eintracht Frankfurt ausgeliehen, stand da Costa gegen RB Leipzig direkt in der Startelf. Und er zeigte, dass es die richtige Entscheidung war, ihn zu verpflichten. Da Costa sorgte auf der rechten Seite für viele Impulse, sowohl defensiv als auch offensiv. Drei Torschussvorlagen lieferte der 27-Jährige. Eine davon führte zum 3:2-Siegtreffer, als er auf der rechten Seite mehrere Gegenspieler stehen ließ und Barreiro bediente.

Mittelfeld - Joshua Kimmich (Bayern München): Wieder einmal war der defensive Mittelfeldspieler Dreh- und Angelpunkt des Bayern-Spiels. Beim 4:0 auf Schalke bereitete er drei Treffer seiner Mannschaft vor. Von allen Akteuren auf dem Platz servierte er zudem die meisten Torschussvorlagen (neun), hatte die meisten Ballbesitzphasen (111) und war mit 12,3 Kilometern auch am lauffreudigsten. Klasse Auftritt.

Mittelfeld - Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): Der Gladbacher Mittelfeldmann spielte extrem abgeklärt. Auch wenn es hektisch wurde, behielt der 29-Jährige die Ruhe. Kramer eroberte viele Bälle und unterband gerade in der zweiten Hälfte viele Dortmunder Angriffe. Der zentrale Mittelfeldmann war zudem extrem passsicher. 88 Prozent seiner Zuspiele kamen an. Dazu spulte er 12,83 Kilometer auf dem Platz ab und damit mehr als jeder andere Spieler an diesem Abend.

Mittelfeld - Filip Kostic (Eintracht Frankfurt): Der Serbe lieferte beim 5:1-Sieg in Bielefeld einen Auftritt ab, den man nur in Superlativen zusammenfassen kann. Es war eine Gala, eine Weltklasseleistung. Kostic erzielte einen Treffer selbst, sammelte zwei Assists und war auch entscheidend an den anderen beiden Treffern beteiligt. Von allen Akteuren auf dem Platz gab er die meisten Torschussvorlagen (fünf) ab, schoss am häufigsten aufs Tor (vier Mal) und schlug die meisten Flanken (sieben). Gemeinsam mit seinem Kollegen André Silva spulte er in seinem Team mit 10,8 Kilometern auch noch die größte Laufdistanz ab. Faszinierende Leistung.

Mittelfeld - Thomas Müller (Bayern München): Ja, der "Raumdeuter" ließ es auch auf Schalke wieder einmal müllern. Bayerns Evergreen trug mit zwei Treffern entscheidend zum Münchner Sieg auf Schalke bei. Mit dem Führungstreffer leitete er den 4:0-Erfolg ein, mit seinem Treffer zum 3:0 machte er den Sack zu. Der Ex-Nationalspieler hat nun neun Bundesliga-Treffer und zehn Assists auf dem Konto - das bedeutet den zweiten Platz in der Scorerliste hinter Robert Lewandowski.

Mittelfeld - Leonard Bittencourt (Werder Bremen): Die meisten Ballkontakte hatte Bittencourt in Berlin nicht (38). Aber Angriffsaktionen mit ihm hatten Hand und Fuß. An den meisten guten Abschlüssen der Bremer war er beteiligt (drei von sieben) und machte mit einer feinen technischen Leistung nach einem langen Eggestein-Ball in den Strafraum auch noch das vorentscheidende 3:1.

Angriff - Florian Niederlechner (FC Augsburg): Es war ein Urschrei, der sicher bis in die Innenstadt von Augsburg zu hören war. Nach 1.013 Minuten ohne Treffer erzielte Niederlechner sein erstes Saisontor zur 1:0-Führung gegen Union Berlin. Weil ihm das offensichtlich so guttat, ließ er gleich noch einen zweiten Treffer folgen und tütete damit den Sieg für die Augsburger ein. Drei Torschüsse gab Niederlechner insgesamt ab und traf doppelt - sehr effizient. Sicher wird er seinem Sturmpartner André Hahn am Abend das eine oder andere Getränk ausgegeben haben. Hahn legte Niederlechner beide Treffer auf.

Die Elf des 18. Bundesliga-Spieltags von sportschau.de

Stand: 25.01.2021, 06:30 Uhr

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