Elf des Spieltags - Ein Youngster-Trio sticht hervor

Elf des Spieltags - Ein Youngster-Trio sticht hervor

Drei Youngster bestimmen die Elf des 28. Spietags. Alle drei schossen wichtige Tore: Leandro Barreiro für Mainz 05, Ansgar Knauff für Borussia Dortmund und Jamal Musiala für den FC Bayern. Bester Torwart der Spielrunde ist dagegen ein Routinier.

Elf des Tages: Fährmann klatscht mit Trainer Grammozis ab

Tor - Ralf Fährmann (FC Schalke 04): Der Schlussmann erwischte bei seinem Comeback nach einem Rippenbruch einen Sahnetag. Er machte den Unterschied in der Partie gegen den FC Augsburg. Während sein Kontrahent Rafal Gikiewicz durch einen Patzer die Niederlage des FCA verschuldete, war Fährmann stets auf dem Posten und rettete mit vier, fünf starken Paraden den ersten Schalker Sieg nach zwölf Spielen ohne Dreier - zum Beispiel, als er einen spektakulären Fallrückzieher von Marco Richter entschärfte.

Tor - Ralf Fährmann (FC Schalke 04): Der Schlussmann erwischte bei seinem Comeback nach einem Rippenbruch einen Sahnetag. Er machte den Unterschied in der Partie gegen den FC Augsburg. Während sein Kontrahent Rafal Gikiewicz durch einen Patzer die Niederlage des FCA verschuldete, war Fährmann stets auf dem Posten und rettete mit vier, fünf starken Paraden den ersten Schalker Sieg nach zwölf Spielen ohne Dreier - zum Beispiel, als er einen spektakulären Fallrückzieher von Marco Richter entschärfte.

Abwehr - Moussa Niakhaté (1. FSV Mainz 05): Der Franzose agierte gewohnt souverän und umsichtig in der Mainzer Dreier-Defensivreihe mit Stefan Bell und Jeremiah St. Juste. Immer wieder schaltete sich der Kapitän vor allem bei Standardsituationen nach vorne ein und sorgte auch für Gefahr vor dem Kölner Tor.

Abwehr - Joakim Nilsson (Arminia Bielefeld): Der Schwede war im Verbund mit seinem Nebenmann Amos Pieper wichtige Säule in der Bielefelder Deckung. Immer wieder klärte er vor allem per Kopf die vielen Flanken der Freiburger. Dass die Arminia in den jüngsten vier Begegnungen (Leverkusen, Leipzig, Mainz und Freiburg) nur drei Gegentore kassierte, ist auch ein großer Verdienst des Innenverteidigers.

Abwehr - Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg): Der Niederländer machte auf Schalke trotz der Niederlage eine starke Partie. Kein Akteur auf dem Platz war häufiger am Ball als er (94-mal), keiner sprintete schneller (33 km/h). Mit Augenmaß und Einsatzbereitschaft unterband er nach dem frühen Gegentor so manchen Schalker Angriff, der hätte gefährlich werden können. Knapp zwei Drittel seiner Zweikämpfe gewann er.

Abwehr - Erik Durm (Eintracht Frankfurt): Der ehemalige Nationalspieler sorgte beim 4:3-Torspektakel gegen den VfL Wolfsburg auf der rechten Außenbahn für mächtig viel Wirbel. Den wichtigen Treffer zum 1:1 bereitete er vor, das vorentscheidende 4:2 erzielte er selbst, als er nach einem Pfostenschuss von André Silva im Strafraum zwei Wolfsburger ins Leere laufen ließ und mit Übersicht einnetzte. Die "Wölfe" brachten den 28-Jährigen nie richtig unter Kontrolle. Starker Auftritt.

Mittelfeld - Ridle Baku (VfL Wolfsburg): Beim Torspektakel in Frankfurt war der Rechtsaußen einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz. Baku war an zwei der drei Wolfsburger Treffer beteiligt. Das erste Tor seiner Mannschaft schoss er selbst, das zweite von Kollege Wout Weghorst bereitete er vor. Baku ging viele Wege, trieb seine Mannschaft unermüdlich an und präsentierte sich in Gala-Form.

Mittelfeld - Jamal Musiala (FC Bayern): Es war kein Zufall, dass der offensive Mittelfeldspieler den einzigen Bayern-Treffer erzielte. Mit vier Tor-Abschlüssen war er der emsigste aller seiner Kollegen in der gegnerischen Hälfte. Musiala zeigte bei seinem Treffer seine besondere Begabung, als er auf engstem Raum gleich zwei Union-Spieler "ausstanzte" und eiskalt verwandelte. Der 18-Jährige ist eine echte Bereicherung für das Bayern-Spiel, weil er stets unberechenbar ist und enormen Zug zum Tor hat.  

Mittelfeld - Marcel Sabitzer (RB Leipzig): Der Österreicher war Ruhepol und ordnende Hand im Spiel von RB. Sabitzer war in der Zentrale sehr präsent und laufstark. Mit einem klugen Pass auf Olmo leitete der 27-Jährige das 1:0 ein und markierte kurz nach dem Bremer Elfmetertreffer das 4:1. Es war schon sein siebter Saisontreffer. Damit ist er aktuell der Leipziger Toptorjäger der Saison.

Mittelfeld - Leandro Barreiro (1. FSV Mainz 05): Der 20-Jährige hatte großen Anteil am so wichtigen Sieg seiner Mainzer beim direkten Konkurrenten aus Köln. Das frühe Führungstor durch Jean-Paul Boetius bereitete der wendige Mittelfeldmann toll vor, noch wichtiger sein - wie er sagte "geiles" - Tor in der Nachspielzeit. "Davon träumt man, das entscheidende Tor zu erzielen", sagte Barreiro. Dabei war es gar nicht so leicht, den Flankenball von Philipp Mwene zu verarbeiten. Barreiro machte es vorzüglich.

Angriff - Alexander Sörloth (RB Leipzig): Der Norweger schnürte gegen Bremen seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga. Allerdings machte Werder dem 1,93 großen Angreifer das Toreschießen auch recht einfach. Beim ersten Treffer stand Sörloth völlig frei und konnte sich bei seinem Kopfball aus elf Metern die Ecke aussuchen. Beim zweiten Treffer hatte er den richtigen Riecher. Schneller als alle Abwehrspieler Bremens war er vor dem Kasten von Werder-Keeper Jiri Pavlenka aufgetaucht und musste dann nach einer Flanke von Willi Orban nur noch den Fuß reinhalten.

Angriff - Ansgar Knauff (Borussia Dortmund): Was für eine Woche für den nächsten BVB-Youngster. Erst sein Startelf-Debüt gegen Manchester City in der Champions League, dann sein erstes Bundesligator in Stuttgart - und das war auch noch das entscheidende beim Sieg der Dortmunder in Stuttgart. "Ich hoffe, dass es so weitergeht", sagte der 19-jährige Stürmer bescheiden. Nicht ausgeschlossen, dass dies klappt.

Die Elf des 28. Spieltags in der Übersicht

Stand: 12.04.2021, 22:36 Uhr

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